Samstag, 07.07.2018

Alles klar: Grünes Licht für Rennwoche

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Bad Harzburg. Natürlich hat sich niemand im Harzburger Rennverein (HRV) ernsthaft Sorgen gemacht, die Rennbahnprüfungskommission des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen könnte vielleicht kein grünes Licht für die 139. Bad Harzburger Galopprennwoche vom 20. bis 29. Juli geben. Und so war es auch. Kommissions-Chef Dirk Hartung und Tom Maher lobten den Zustand der Bündheimer Rennbahn und konnten keine gravierenden Mängel feststellen.

„Der Bad Harzburger Rennwoche steht von unserer Seite nichts entgegen“, machte Hartung nach der gründlichen Inspektion der Flach- und Jagdbahn sowie der Überprüfung der Renntechnik in seinem Resümee deutlich. An der Besichtigungstour nahmen neben Hartung und Maher Rennvereinspräsident Stephan Ahrens, Rennbahninspektor Jürgen Deike, Dr. Jürgen Hartmann vom Veterinäramt des Landkreises Goslar, Bahntierarzt Dr. Rüdiger Beier, Rennleitungsmitglied Peter Nordwig sowie Besitzertrainerin Karen Kaczmarek und ihr Ehemann Detlef (Tierschutzbeauftragter des HRV) teil.

Kameraturm soll weichen

Rennbahninspektor Deike hat die Pflegemaßnahmen an der Bahn wie immer in einem „vorbildlich geführten Pflegebericht“ (Hartung) dokumentiert. Das Geläuf befindet sich trotz des Hochwassers vor einem Jahr und der Trockenheit in den vergangenen Wochen in einem sehr guten Zustand mit „einer fest verwurzelten, gleichmäßig dichten und lückenlosen Grasnarbe“. Der Boden sei zurzeit aber noch „als fest zu bezeichnen“, wie Hartung zu bedenken gab. Deshalb müsse die Bahn nach Möglichkeit weiterhin intensiv bewässert werden. Kleinere Schäden durch Maulwürfe oder Unebenheiten würden bis zum Beginn der Rennwoche behoben, versprach Jürgen Deike. Gleiches gilt für einige abgesackte Innenrails, die wieder auf die erforderliche Höhe gebracht werden müssen. Überhaupt nichts auszusetzen hatten die Prüfer an den Jagdsprüngen und Hürden. „Alles ist einwandfrei“, wie Hartung hervorhob.

Intensiv diskutiert wurde eine mögliche Geläufkorrektur am Übergang auf der Gegenseite, die von Jürgen Deike angeregt wurde. Dort könnte der nicht mehr benötigte Kameraturm abgebaut werden, um damit die Möglichkeit zu schaffen, das Geläuf an dieser Stelle durch Aufschütten des Bodens rund zwei Meter nach innen zu versetzen. „Somit könnte der Übergang gerader angeritten werden und er befände sich nicht mehr direkt im Scheitelpunkt des Bahnknicks“, wie Hartung informierte. Die Umsetzung dieser Maßnahme, die, von der Prüfungskommission befürwortet wird, würde allerdings drei, vier Jahre Zeit benötigen. Das Für und Wider soll während der Rennwoche noch einmal mit den Jockeys vor Ort besprochen werden.

Gute Noten der Prüfer bekam die neue Umzäunung des Absattelrings, der „einen gepflegten Eindruck macht“. Erstmals wird es beim diesjährigen Galoppmeeting eine zweite Video-Leinwand geben. Diese soll am Führring stehen, allerdings nicht an dessen Ausgang, um die Pferde nicht zu irritieren.

Neuer Führweg

Premiere feiern wird auch ein neuer Führweg. Dieser wird nicht mehr über den „Verbotenen Weg“ führen, sondern parallel dazu hinter der Hecke über den Koppelwegzum Stall2. Eine Maßnahme, „die grundsätzlich positiv zu bewerten ist“, wie Dirk Hartung feststellte.

Viel Lob der Prüfer gab es für die Gastboxen im Gestüt Harzburg, „die sich durchweg in einem guten Zustand“ befänden.

Auch Dr. Jürgen Hartmann vom Kreis-Veterinäramt lobte den Rennverein. Es sei alles Notwendige dafür getan worden, die Unfallgefahr für Pferd und Reiter so gering wie nur möglich zu halten.







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