Auch Schulklassen, angehende Pflegekräfte aus dem Asklepios Bildungszentrum Harz und Medizinstudierende nutzten die Gelegenheit. Auch das frühere Stadtoberhaupt probierte den Roboter aus. „Ich kenne die Asklepios Harzkliniken seit mehr als zehn Jahren, und es wird dort immer weiter investiert. Ich bin überzeugt, dass wir hier in guten Händen sind“, resümierte Dr. Junk nach seinem Besuch. Und weiter: „Die Harzkliniken sind ein wichtiger Arbeitgeber für die Region. Es geht dabei auch um die Versorgung in der Region: Die medizinische Qualität, die dort geboten, geleistet werden kann, auch durch solche Investitionen, ist enorm.“

Zur Erinnerung: Das OP-System da Vinci® ist erstmals in der Harzregion im Einsatz und noch schonender für Patient:innen: Damit verfügt die Asklepios Harzklinik Goslar nun über die Möglichkeit, besonders schonende, „minimal invasive“ Operationen nur mit kleinem Bauchschnitt, mit Hilfe eines Roboters durchzuführen. Prof. Dr. med. Tung Yu Tsui, Chefarzt der Klinik für Allgemein-Viszeral- und Thoraxchirurgie in der Asklepios Goslar: „Das durch einen Roboter unterstützte Operationssystem ist einzigartig in der Region und kommt den Patientinnen und Patienten zu Gute.“ Prof. Tsui und einer seiner Leitenden Oberärzte, Johannes Erbes, standen Dr. Junk und den anderen Besucher:innen zur Verfügung, auch Harzkliniken-Geschäftsführer Norman Schaaf und Adelheid May, Asklepios Regionalgeschäftsführerin Region Harz, überzeugten sich vor Ort von da Vinci. „Wir freuen uns, dass wir den Bürger:innen dieses sehr effektive System für Operationen persönlich vorstellen konnten, das Interesse war groß“, sagte Chefarzt Prof. Dr. med. Tung Yu Tsui, ein bundesweit renommierter Experte auf seinem Gebiet.

Auch für Patient:innen mit Krebserkrankungen des Magen-Darm-Traktes ist die innovative OP-Technik des da Vinci-Systems attraktiv: Sie kann sogar bei hochkomplizierten Eingriffen eingesetzt werden. Die Vorteile sind enorm: Die Operateure können noch präziser operieren, für die Patient:innen ist der Eingriff noch schonender, Nerven und Gefäße werden besser geschützt, große Narben vermieden. Die Patient:innen können sich schneller erholen und in der Regel deutlich früher als sonst nach Hause entlassen werden. Es gibt weniger Wundheilungsstörungen.

Wegen der Beweglichkeit der vier Arme in mehrere Richtungen, welche die der menschlichen Hand deutlich übertrifft, wird das System vor allem in Körperregionen eingesetzt, die konventionell weniger gut erreicht werden können, auf engstem Raum. Die Chirurg:innen führen hierbei die Eingriffe „laparoskopisch“, als sogenannte „Schlüsselloch-Operationen“ durch. Ein großer Bauchschnitt ist hierbei nicht mehr notwendig. Stattdessen erfolgt der Eingriff über mehrere kleinere Öffnungen in der Bauchdecke. Über diese führen Ärzt:innen die Operationsinstrumente und eine Kamera ein, bei den Da-Vinci-Armen funktioniert das genauso. Das Prinzip: Alle Arme werden von dem Chirurgen gesteuert, der an einer Konsole sitzt und den Operationsbereich bis zu 10-fach beziehungsweise 40-fach vergrößert und in 3D sieht, er kann feinste Details erkennen. Dabei überwacht das 3D-Videosystem die Bewegungen. Das System überträgt alle Handbewegungen in kleinere, präzisere Bewegungen an die winzigen da Vinci-Instrumente im Körper des Patienten.

Die roboter-assistierte Chirurgie erweitert die klassische Laparoskopie wesentlich und verbessert diese minimal invasive Methode grundlegend. Damit ergänzen die Harzkliniken ihr Behandlungsangebot und können auf diese Weise den Patient:innen alle Operationsformen anbieten, bis hin zur robotisch-assistierten Operation. Bei dieser „robotergestützten“ Operation hilft der da Vinci-Roboter dem Operateur bei endoskopischen Eingriffen – der OP-Roboter operiert also nicht selbst: Seine vier Arme bewegen sich auf engstem Raum und sind viel sensibler als jede menschliche Hand. Die ersten Operationen mit da Vinci wurden erfolgreich in der Harzklinik vorgenommen.