Zähl Pixel
Das Wochenende im Rückblick

GZ Plus IconJubel in Bad Harzburg und Terminkollision in Othfresen

Alles dicht auf dem Goslarer Schützenplatz: Parken wird so zumindest am Samstag zur Herausforderung.

Alles dicht auf dem Goslarer Schützenplatz: Parken wird so zumindest am Samstag zur Herausforderung. Foto: Epping

Bad Harzburg hat einen Champions-League-Sieger. Eine besondere Terminkollision in Othfresen. Und am Goslarer Osterfeldstadion gehen plötzlich die Parkplätze aus. Das sind diesmal die Themen unserer Rubrik „Das Wochenende im Rückblick“.

Montag, 16.06.2025, 19:00 Uhr

Bad Harzburg hat einen echten Champion

Als Tim Zechel im vergangenen Sommer aus Erlangen zum Handball-Bundesligsten SC Magdeburg wechselte, da hatte er sich sicherlich auch ein paar Titel ausgerechnet. Aber es schien wie verhext: Klub-WM, DHB-Pokal, deutsche Meisterschaft – der in den vergangenen Jahren extrem erfolgreiche SCM scheiterte immer wieder knapp, und für den aus Bad Harzburg stammenden Kreisläufer gab es damit nichts zu gewinnen.

Bis zum letzten Saisonspiel. Am Sonntag holte Magdeburg vor rund 20.000 Fans in Köln mit 32:26 gegen die Füchse Berlin zum dritten Mal in seiner Geschichte den Sieg in der Champions League, mit Zechel mittendrin im Geschehen. Der 28-Jährige hat nun den ersten ganz großen Titel in seiner Vita stehen. Herzlichen Glückwünsch dazu auch von dieser Stelle – und wir gehen mal schwer davon aus, dass es nicht die letzte Jubelfeier in seiner Karriere sein wird.

Vielleicht kommt Zechel auch mal wieder in den Genuss einer Auszeichnung in seiner Heimatstadt, der er noch immer sehr verbunden ist. Wir wollen der Jury auf keinen Fall vorgreifen, aber einen Champions-League-Sieger als Bad Harzburgs „Sportler des Jahres“, das hätte schon was.

Der NFV-Präsident und das Aufstiegsspiel

Wie es so kommt im Leben: Der FC Othfresen bestritt am Samstag in Goslar das Aufstiegsspiel zur Fußball-Bezirksliga gegen den SV Kissenbrück und bekam fast zeitgleich Besuch von Ralph-Uwe Schaffert, Vorsitzender des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV). Dieser führt seit Jahren schon sogenannte Vereinsdialoge, in denen sich der oberste Repräsentant des Verbandes die Sorgen und Nöte, aber eben auch die erfreulichen Entwicklungen an der Basis anhört und sicher ein paar Tipps im Gepäck hat.

Der Termin in Othfresen war schon seit Monaten eingestielt und ließ sich nicht verlegen, weil Schaffert und der NFV-Tross an diesem Tag noch zwei andere Vereine besuchten. Dass der FCO in den Genuss dieser Wertschätzung kam, verstand der Verein als große Anerkennung, wie von allen Seiten zu hören war. Blöd nur, dass damit ein Großteil der Führungsspitze des Vereins und des Fußballkreises Nordharz um dessen Vorsitzenden Rüdiger Nowak die erste Halbzeit des Spiels in Goslar verpasste.

Im Nachhinein war das nicht allzu schlimm, denn die ersten 45 Minuten waren aus Sicht des FCO zum Vergessen. Mit dem Vorstand auf der Tribüne wurde es prompt besser, bevor der Othfresener Aufstiegstraum in der Verlängerung in maximal bitterer Art und Weise doch noch platzte. Schaffert war da schon wieder in anderer Mission unterwegs.

Parkplätze voll, Schützenplatz leer

Und noch mal blöd gelaufen: Wenn es an einem nicht mangelt am Goslarer Osterfeld, dann sind es Parkplätze. Das sah zumindest am Samstag bei den Entscheidungsspielen des Kreises Nordharz allerdings ganz anders aus. Da wollten nämlich nicht nur mehr als 600 Zuschauer Fußball spielen und gucken, sondern noch viel mehr Menschen vor der Hitze ins Freibad flüchten.

Auch das wäre aufzufangen gewesen, wenn nicht das gesamte Osterfeld aufgrund des nahenden Schützenfests bereits gesperrt gewesen wäre. Die Anregung des GSC 08, für diesen Tag doch noch einmal die Absperrungen wegzuräumen, habe die Stadtverwaltung negativ beschieden, sagte der 3. Vorsitzende Jens Bastam auf Anfrage. Und so kam es, dass es plötzlich doch ziemlich eng wurde am Osterfeld und alle möglichen Fahrer provisorische Parkplätze unter den Bäumen und auf allen verfügbaren Grünstreifen aufmachten. Auf dem riesigen Schützenplatz verloren sich hingegen nur ein paar bereits für Goslars fünfte Jahreszeit geparkte Hänger, was ein kurioses Bild abgab. In der Zukunft sollte so etwas besser gehen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Themen aus der Region