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Sportverein auf Wachtstumskurs

GZ Plus IconSV Rammelsberg hat noch lange nicht genug

Gruppe von neun Personen steht in einem Raum mit Holzbalken und einem Schild mit gelbem und schwarzem Logo an der Wand.

Der neue erweiterte Vorstand des SV Rammelsberg mit dem neuen Vorsitzenden Michael Ohse (4.v.r.). Foto: Privat

Der SV Rammelsberg hat in nur zwei Jahren eine spektakuläre Kehrtwende vollzogen. Auch unter dem neuen Vorsitzenden Michael Ohse will der Verein weiter wachsen.

Von Björn Gabel Mittwoch, 26.11.2025, 10:00 Uhr

Neuer Vorsitzender, Wachstum auf allen Ebenen, aber auch jede Menge Aufgaben vor der Brust: Der SV Rammelsberg will seine positive Entwicklung der vergangenen Monate fortschreiben. Künftig unter der Regie von Michael Ohse, der jetzt in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde.

Ein kurzer Rückblick: Vor nicht einmal zwei Jahren sei der Verein praktisch am Ende gewesen, sagt Mario Hartung, seit dem vergangenen März als 2. Vorsitzender im Amt. Der SVR verfügte nur noch über zwei Fußball-Herrenteams, eines davon als Spielgemeinschaft mit dem SV Weddingen. Und die Zahl der Kinder war mit dem Beitritt zur JSG Goslar auf 30 geschrumpft.

Radikaler Kurswechsel

Um den Abwärtstrend zu stoppen, stiegen die Rammelsberger im Frühjahr 2024 aus der fünf Jahre zuvor gegründeten Jugendspielgemeinschaft wieder aus. Eine kontroverse Entscheidung, so Hartung, die sich aber als richtig erwiesen habe. „Sonst würden wir jetzt nicht mehr über den Verein sprechen“, meint der 46-Jährige, der einer der Initiatoren des radikalen Kurswechsels war.

Der zahlt sich bisher aus. Seit dieser Saison spielen wieder zwei eigenständige Herrenmannschaften für den SVR, die ungeschlagen ihre Staffeln anführen. Geplant ist, in der kommenden Saison eine 3. Herren zu melden, möglichst als 11er-Team. „Wir haben weiter relativ guten Zugang“, sagt Hartung. Das Senioren-Team soll ebenfalls wiederbelebt werden, zudem will der Verein auch ein B-Juniorenteam an den Start schicken, sodass im Nachwuchs alle Altersklassen besetzt sind. Gehen alle Pläne auf, kicken in der Saison 26/27 damit 15 Mannschaften in Schwarz-Gelb. Die positive Entwicklung schlägt sich auch in der Zahl der Mitglieder nieder, die im Jahresverlauf auf mehr als 500 angewachsen ist.

Neue Gesichter im Vorstand

Geführt wird der Verein jetzt von Ohse, unter anderem als Kommunalpolitiker der Partei „Die Linke“ bekannt. Der 69-Jährige übernimmt das Amt vom langjährigen Vorsitzenden Rainer Kurs, der in erster Linie aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Mit Sebastian Niemeyer, der als Jugendleiter Heiner Degen ablöst, findet sich ein weiteres neues Gesicht im Vorstand.

Mit gewissem Stolz verweisen Ohse und Hartung auch auf die fünf neuen Beisitzer Klemens Karl Krause, Jens Hartwig, Christian Frede, André Bittner und Niklas Prause, alles ehemalige oder noch aktive Fußballer. Weitere Vorstandsposten besetzen Christian Rilling (Schatzmeister), Christian Köhler (Schriftführer), Andreas Wille (Werbeleiter), Uwe Klose (Pressewart) und Daniel Sonntag (Fußballabteilungsleiter).

Die großen Linien sollen sich nicht ändern. „Wir wollen das über Teamgeist und Zusammenarbeit machen, nicht über Geld“, sagt Ohse. Das sei auch eine Voraussetzung dafür gewesen, dass er den Posten angenommen habe. Sportliches Ziel soll die Rückkehr der 1. Mannschaft in die Bezirksliga sein, möglichst in den kommenden beiden Jahren.

Gaststätte wird modernisiert

Auch abseits des Rasens gibt es jede Menge zu tun. Gerade wird am Sportheim eine neue Solarthermieanlage installiert, dazu wird die Gaststätte modernisiert. Sie soll im Sommer wieder verpachtet werden, Anfragen habe es schon gegeben.

Geplant ist zudem, auf dem Gelände in Eigenarbeit einen Bolzplatz anzulegen, den die Jüngsten zum Training nutzen sollen. Inzwischen sei es nämlich so, dass der Verein bei den Zeiten für Training und Spielbetrieb an seine Kapazitätsgrenzen stoße, sagt Hartung. Wer hätte das vor zwei Jahren gedacht.

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