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Jazz- und Modern Dance

GZ Plus Icon„Coole Choreo“: Goslarer J.E.T.-Legs wollen für Wirbel sorgen

Gruppe von Tänzerinnen in schwarzer Kleidung führt eine synchronisierte Bewegung in einer Sporthalle vor Publikum aus.

Die J.E.T.-Legs, hier beim Nikolaustanzen, können in dieser Saison wieder zwölf Tänzerinnen auf die Fläche schicken. Foto: Neuendorf

Mit zwei prominenten Rückkehrerinnen starten die J.E.T.-Legs des MTV Goslar in die Regionalliga im Jazz- und Modern Dance. Die Saison ist schon jetzt besonders.

Von Björn Gabel Donnerstag, 26.02.2026, 16:08 Uhr

Der Saisonstart erfolgt diesmal schon im Februar. Die J.E.T.-Legs des MTV Goslar eröffnen am Samstag, 14.30 Uhr, in Wolfenbüttel (Halle Ravensburger Straße) die Saison in der Regionalliga Nord/Ost im Jazz- und Modern Dance. Der amtierende Vizemeister setzt dabei auf zwei prominente Rückkehrerinnen, mit denen er die Liga aufwirbeln will.

Schon bei der ersten Präsentation des neuen Tanzes anlässlich des MTV-Nikolaustanzens waren sie nicht zu übersehen. Alena Hinz und Valeska Hinz sind zurück und sollen mit ihrer Erfahrung das Team führen. „Die Lebenssituation der beiden hat sich so ergeben, dass sie wieder dabei sind“, sagt Trainerin Anastasia Miller.

Neun Mal bei der WM dabei

Alena Hinz hat die Glanzzeiten der J.E.T.s, wie sie damals noch hießen, mitbestimmt. Sie war bei allen neun Weltmeisterschaften dabei und kann sich vierfache deutsche Meisterin nennen. Nach dem Rückzug aus der Bundesliga im Jahr 2017 beendete sie ihre Karriere und widmete sich der Familienplanung, ließ aber schon damals eine Hintertür offen. Durch die ist sie nun hindurchgeschlüpft.

Auch Valeska Hinz bringt WM-Erfahrung mit und gestaltete 2018 den Neuanfang in der Landesliga als Trainerin mit, will es jetzt aber noch einmal im Tanzdress wissen. Miller ordnet das Comeback des Duos schon jetzt als Gewinn ein: „Beide bringen Ausdruck, Sicherheit und Erfahrung mit. Und sie können für andere auch ein Ansporn sein, was man erreichen kann.“

Frau in schwarzem ärmellosem Oberteil zeigt mit beiden Händen auf ihre Schultern vor blauem Hintergrund.

Anastasia Miller beschränkt sich in dieser Saison auf ihre Aufgabe als Trainerin der J.E.T.-Legs. Foto: Drechsler

Die Trainerin selbst bleibt diesmal nur Trainerin, nachdem sie in der vergangenen Saison wieder eingestiegen war. Sie hat auch so genug zu tun, denn der Kader ist auf 17 Tänzerinnen angewachsen, nachdem es zwischenzeitlich sogar deren 19 waren. „Da wird es schwieriger, auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen“, sagt Miller.

Mit zwölf Tänzerinnen auf der Fläche

Der große Kader hat aber auch einen Vorteil. Die J.E.T.-Legs werden in diesem Jahr statt zehn wieder zwölf Tänzerinnen auf die Fläche schicken, was schon rein optisch eine Menge ausmache, wie die Trainerin anmerkt. Mit der wie gewohnt von Lisa Beese erstellten Choreografie wollen die Goslarerinnen auch wieder ihre Stärken ausspielen und „sehr dynamisch, sehr sportlich“ rüberkommen, wie es Miller formuliert. Das Ganze „sei noch cooler, noch anspruchsvoller“.

Die musikalische Grundlage bildet das Stück „Magic Circle“ von Travis Lake, einem Künstler, der im Urban- und Junglegenre zu Hause ist. Das Leitmotiv ist Protest, „wir gehen sozusagen auf die Barrikaden“, sagt die Trainerin. „Es geht darum, stark zu sein.“

Miller: „Wollen unsere Leistung bestätigen“

Zu stark für die neun weiteren Formationen? Anastasia Miller gibt sich zurückhaltend. „Wir wollen unsere Leistung aus dem vergangenen Jahr bestätigen. Aber das wollen alle anderen natürlich auch.“ Hinzu kommt in dieser Saison eine Besonderheit, ist sie doch in zwei Blöcke aufgeteilt. Bereits am 7. März geht es in Helmstedt weiter, ehe nach sieben Wochen Pause die Turniere in Cottbus (25. April) und Berlin
(2. Mai) folgen. Der Tanz muss also möglichst sofort sitzen, bleibt doch im Gegensatz zu anderen Jahren zwischen den ersten beiden Auftritten kaum Zeit für Korrekturen.

Der Kader der J.E.T.-Legs: Camilla Dal Pos, Emma Ceylan, Mia Köthke, Marie Borchers, Valeska Hinz, Alena Hinz, Leni Koch, Mara Jordt, Angelina Bartels, Natascha Bokemüller, Charlotte Schmid, Elisabeth Rausch, Viktoria Hackstetter, Yulyana Hidranovich, Lea Böttcher, Isabel Miletic, Charlotte Meyer-Albrecht

Diesmal kein Turnier in Goslar

Auch der Nachwuchs wird am Wochenende erstmals gefordert. Die von Linda Quidde trainierten J.E.T.-Mios sind am Sonntag, 12.30 Uhr, ebenfalls in Wolfenbüttel in der Kinderverbandsliga an der Reihe. Eine Woche später, am 8. März, steigen die J.E.T-Novas in Helmstedt in das Turniergeschehen der Jugend-Verbandsliga ein. Diese Formation wird von Mara Jordt trainiert. Wettkämpfe in Goslar wird es in dieser Saison nicht geben, weil die Tribünenanlage in der Goldenen Aue weiterhin nicht funktionsfähig ist. „Wir haben uns daher diesmal gar nicht erst für Turniere beworben“, sagt Abteilungsleiterin Inga Kirchner-Quidde.

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