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Jazz- und Modern Dance

GZ Plus IconGoslarer J.E.T.-Legs fliegen so hoch wie noch nie

So jubeln Zweitplatzierte: Den J.E.T.-Legs des MTV Goslar gelingt beim Heimspiel in der Goldenen Aue die bisher beste Platzierung in der Regionalliga im Jazz- und Modern Dance.

So jubeln Zweitplatzierte: Den J.E.T.-Legs des MTV Goslar gelingt beim Heimspiel in der Goldenen Aue die bisher beste Platzierung in der Regionalliga im Jazz- und Modern Dance. Foto: Drechsler

Traumstart für die J.E.T.-Legs: Beim Heimspiel zum Saisonauftakt der Regionalliga Nord/Ost im Jazz- und Modern Dance belegt die Formation des MTV Goslar Rang zwei. In der Goldenen Aue herrscht an beiden Tagen ein enormer Besucherandrang.

Von Björn Gabel Montag, 03.03.2025, 16:00 Uhr

Freudestrahlende Gesichter, wohin man auch schaute. Das lange Jazz- und Modern Dance-Wochenende des MTV Goslar hinterließ nicht nur beim Gastgeber allerbeste Laune. Volle Halle, tolle Stimmung, dazu ein starkes sportliches Abschneiden – viel mehr ging nicht.

Das Sportliche zuerst: Die J.E.T.-Legs des MTV verbuchten mit Platz zwei das bisher beste Ergebnis überhaupt nach dem Aufstieg in die Regionalliga vor drei Jahren. Lediglich Caprice vom MTV Wolfenbüttel war am Samstag besser, das allerdings deutlich. Viermal zückten die fünf Wertungsrichter die Tafel mit der Ziffer Eins, dazu gab es eine Drei – die Formation aus der Lessingstadt war die einzige, die bei der Vergabe der Wertung nicht rechnen musste.

Hohes Niveau in der Regionalliga

Alle weiteren fünf Teams, die es in das große Finale geschafft hatten, hingegen schon, denn das Wertungsgericht war sich recht uneinig. Ein Grund mag das sehr hohe Niveau gewesen sein, das zum Beispiel die ehemalige J.E.T.s-Meistertrainerin Anne Beese der dritten Liga attestierte. Umso bemerkenswerter ist Platz zwei für die J.E.T.-Legs einzuschätzen, die nur neun Tänzerinnen auf die Fläche brachten, es aber schafften, diese gut zu bespielen. Das sahen auch (fast alle) Wertungsrichter so, die den MTV je zweimal auf zwei und drei sowie einmal auf fünf sahen. Der Jubel bei den Gastgeberinnen war entsprechend.

Jazz- und Modern Dance ist in Goslar ein Zuschauermagnet. An beiden Tagen platzt die Goldene Aue fast aus allen Nähten.

Jazz- und Modern Dance ist in Goslar ein Zuschauermagnet. An beiden Tagen platzt die Goldene Aue fast aus allen Nähten. Foto: Drechsler

„Wir hatten von Anfang an ein gutes Gefühl“, sagte Trainerin Anastasia Miller, die inzwischen wieder fest zur Formation gehört und auf der Tanzfläche einen Fixpunkt bildet. Am Limit sieht die Trainerin die J.E.T.-Legs noch nicht: „Es gibt immer etwas zu verbessern.“ Das Gesamtpaket aus Ausdruck, Dynamik und technischen Schwierigkeiten aber stimmte und reichte aus, um die technisch gut ausgebildeten Jazzy Elements aus Cottbus auf Rang drei zu verweisen.

Düstere Grundstimmung

Auffällig war eine düstere Grundstimmung, sowohl musikalisch als auch optisch. Aufsteiger Leonas vom MTV Braunschweig verzichtete sogar komplett auf Musik, bewies aber, dass eine Spoken-Word-Nummer für einen Tanz reicht. Vorherrschende Kostümfarbe war Schwarz – ob das alles den derzeitigen Zeiten geschuldet ist, mag jeder für sich entscheiden.

Die J.E.T.-Legs immerhin hatten allen Grund zum Strahlen und haben neben der Detailarbeit bis zum nächsten Wettkampf am 5. April in Wolfenbüttel noch eine weitere Aufgabe. Ihr neuer Tanz braucht weiter einen Namen. „Dafür haben wir jetzt genügend Input bekommen“, sagt Anastasia Miller.

Kirchner-Quidde: „Das war mega“

Ein ansprechendes Debüt legten die J.E.T.-Novas in der Jugendverbandsliga hin, in der sie unter elf Formationen die Zwischenrunde erreichten und auf Rang acht einkamen. Das war umso bemerkenswerter, weil ausgerechnet beim Heimwettkampf sechs Tänzerinnen erkrankt ausfielen. Zur Abrundung erreichten die J.E.T.-Mios in der Kinderverbandsliga das große Finale, das sie auf Rang sieben beendeten. Der jüngste Nachwuchs des Gastgebers, der selbst keine Sieben kassierte, wurde dabei Opfer einer wilden Wertung.

Die durch Krankheit geschwächten J.E.T.-Novas des MTV Goslar landen bei ihrem Wettkampfdebüt in der Jugendverbandsliga auf Rang acht.

Die durch Krankheit geschwächten J.E.T.-Novas des MTV Goslar landen bei ihrem Wettkampfdebüt in der Jugendverbandsliga auf Rang acht. Foto: Drechsler

Das aber trübte die Stimmung letztlich nicht. „Das Wochenende war mega“, fasste Inga Kirchner-Quidde aus dem Organisationskomitee zusammen. Ohne die Unterstützung der Sponsoren, der Trainerinnen, vor allem aber der Eltern sei der große Aufwand nicht möglich geworden. „Die haben sich einen goldenen Lorbeerkranz verdient“, sagte Kirchner-Quidde. Der Andrang war bereits am Samstag so groß, dass noch am Abend für den zweiten Turniertag die Kuchen- und Salatbar neu aufgefüllt werden musste. Das war nur gut so, denn der Sonntag war noch besser besucht. Eine genaue Zuschauerzahl könne sie nicht nennen, so Kirchner-Quidde, insgesamt dürften es aber weit mehr als 1000 Besucher gewesen sein.

J.E.T.-Legs

Camilla Dal Pos, Emma Ceylan, Mia Köthke, Marie Borchers, Anastasia Miller, Leni Koch, Mara Jordt, Julia Bogisch, Angelina Bartels, Natascha Bokemüller, Charlotte Schmid

Regionalliga

1. Caprice/MTV Wolfenbüttel, 2. J.E.T.-Legs/MTV Goslar, 3. Jazzy Elements/JDC Cottbus 99, 4. Leonas/MTV Braunschweig, 5. Shakti/TG Elbdeich, 6. Dream Dancer/TSV Wendezelle – 7. Mysteries/VfL Uetze, 8. Déjà Vu/VfL Westercelle, 9. Benu/ETV Hamburg

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