Jerstedt wird am Wochenende wieder zum Dart-Mekka
In der Jerstedter Mehrzweckhalle geht es am Wochenende wieder um Pokale. Insgesamt haben rund 200 Dartspielerinnen und Dartspieler für die 11. Open der TSG gemeldet. Foto: Drechsler
Die Jerstedter Falken rufen, und jede Menge Dartspieler kommen. Für die 11. Open an diesem Wochenende sind 200 Meldungen eingegangen, die Mehrzweckhalle platzt aus allen Nähten. Gesucht wird der Nachfolger von Weltklassespieler Ricardo Pietreczko.
Ein Wochenende ganz im Zeichen der Pfeile: Die Darter der TSG Jerstedt richten an diesem Samstag und Sonntag in der Mehrzweckhalle ihre 11. Jerstedt Open aus, die sich inzwischen zu einem der größten Turniere in Niedersachsen entwickelt haben. Es gibt sogar eine Warteliste, der Titelverteidiger muss passen.
Dass Jerstedt längst zum Dart-Mekka geworden ist, zeigen die Teilnehmerzahlen. Für die Einzelwettbewerbe am Samstag sind bei Organisator Jens Peters 176 Meldungen bei den Herren und 31 bei den Damen eingegangen. Bei den Herren hat die TSG zudem eine Warteliste eröffnet, die angesichts der üblichen Ausfallquote bei solchen Turnieren auch in Anspruch genommen werden dürfte.
Späte Entscheidungen
Für die Doppelkonkurrenz am Sonntag liegen bislang 91 Meldungen vor – ein paar weniger als im Vorjahr, aber noch immer ein Topwert. Los geht es an beiden Tagen um 11 Uhr, die Entscheidung im Einzel dürfte erst wieder in den späten Abendstunden fallen.
„Ich weiß nicht, ob wir inzwischen das größte Turnier in Niedersachsen sind, aber eines der größten sind wir auf jeden Fall“, sagt Peters. Expansionspläne hegt er nicht. Er könne zwar theoretisch zum Beispiel in die Goldene Aue umziehen, die mehr Platz bietet, dann aber wären es keine Jerstedt Open mehr.
In der Mehrzweckhalle wird wieder an 24 Boards gespielt, die alle mit Tablets ausgerüstet sind. Rund 10.000 Euro habe der Verein in die Anlage investiert, sagt Peters. Das kommt bei den Aktiven ebenso an wie das Drumherum, sprich gastronomisches Angebot. Inzwischen kommen Dartspieler aus ganz Norddeutschland in den Nordharz, diesmal unter anderem aus Nordenham und von der Insel Sylt.
Pietreczko hat andere Verpflichtung
Nicht dabei ist Titelverteidiger Ricardo Pietreczko, der in dieser Woche gerade erst im Kreis der Weltelite beim World Match Play im englischen Blackpool gefordert war. Dort schied Pikachu, so sein Spitzenname in der Szene, zwar in der ersten Runde aus, ist laut Peters am Wochenende dennoch anderweitig gebunden. Der 30-Jährige, der in Hannover lebt, hatte nach seinem Erfolg im vergangenen Jahr den Wanderpokal vorsichtshalber in Jerstedt gelassen.
Ohne Pietreczko gibt es keinen klaren Favoriten auf den Sieg. Vielleicht wird es der Hildesheimer Marcel Erba, der schon erste Erfahrung in der Profiserie PDC gesammelt hat, vielleicht der ehemalige Nationalspieler Nico Schunke, vielleicht einer der vielen Spieler mit Bundesliga-Erfahrung oder vielleicht einer der rund 30 Aktiven des Gastgebers, die selbst ins Geschehen eingreifen. „Das Feld wird auf jeden Fall auf einem guten Niveau sein“, sagt Peters.
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