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Das Wochenende im Rückblick

GZ Plus IconHarzer Träume von Olympia und der Champions League

Biathlet mit Startnummer 4 in schwarzer Sportkleidung und blauem Trikot beim Wettkampf auf Schnee vor großem Publikum im Hintergrund

Wird’s noch was mit Oympia? Danilo Riethmüller hat zumindest beim Biathlon-Weltcup alles für sein großes Ziel gegeben. Foto: picture alliance/dpa

Die Harzer Falken und die Champions League. „Maschine“ Riethmüller. Und das Ende einer Ära in Bad Harzburg. Das bietet unser „Wochenende im Rückblick“.

Von Björn Gabel Montag, 19.01.2026, 17:00 Uhr

Harzer Falken in der Champions League?

Sportlich hat es für die Harzer Falken durch das Aus im Halbfinale in Adendorf nicht ganz gereicht. Die Premiere aber hat gezeigt, dass der OsWeNo-Pokal der Eishockey-Regionalligen Ost, West und Nord kein ganz dummer Gedanke war und Potenzial für mehr hat. Es gibt sicher noch ein paar Kleinigkeiten zu verbessern, unter anderem den sehr sperrigen Namen, aber die Basis ist vorhanden.

Vielleicht geht ja noch mehr. Alexander Hedderich, Geschäftsführer von FASS Berlin, träumt in der Fachzeitschrift „Eishockey News“ schon mal von einer Art „Champions League der Regionalligen“. In seine Überlegungen dürfte auch die Unzufriedenheit über den Ist-Zustand der Oststaffel hineinspielen, in der nur sieben Teams an den Start gehen und das Leistungsgefälle erheblich ist.

In Braunlage hätten sie garantiert nichts gegen eine weitere Aufwertung des Wettbewerbs, der zum Beispiel analog zu den europäischen Wettbewerben im Fußball in einer Art Liga-System ausgetragen werden könnte. Aber das ist Zukunftsmusik: Der erste Sieger des OsWeNo-Pokals heißt entweder Adendorfer EC oder Eisadler Dortmund. Das Team aus dem Westen, hinter dem die Falken in der Vorrunde Platz zwei belegt hatten, zog trotz einer 2:3-Niederlage bei den Crocodiles Hamburg in die Finalspiele ein. Das 5:3 im Hinspiel reichte zum Weiterkommen aus.

Olympiaticket für die „Maschine“?

Dazu braucht es nicht mal den Blick durch die Harzer Brille. Die Biathlon-Bundestrainer zuerst und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) als entscheidende Instanz wären schlecht beraten, wenn sie Danilo Riethmüller nicht ein Ticket für die Olympischen Winterspiele ausstellen würde. Ja, der 26-Jährige vom WSV Clausthal-Zellerfeld hat die Norm nicht mal halb erfüllt, aber wer gesehen hat, wie stark er sich in Ruhpolding in der Staffel und im Verfolgungsrennen präsentiert hat, der kann eigentlich nicht anders entscheiden.

Oder wie es ZDF-Expertin Denise Herrmann-Wick so schön formuliert hat: „Danilo ist eine Maschine.“ Und Maschinen müssen zu Olympia. Am Dienstag wissen wir mehr.

Die Talentförderer haben genug

Am Talentförder-Stützpunkt Bad Harzburg endet eine Ära. Seit Jahrzehnten hatten sich dort Dieter Hunstock und Andreas Simon als Trainergespann für die Handballtalente der Region engagiert. Das Duo wurde jetzt beim Auftakt-Lehrgang für den Jahrgang 2015 feierlich verabschiedet. „Ein großes Dankeschön“ der Handballregion überbrachten Vorsitzender Olaf Denecke und Michael Nechanitzky, bis vor kurzem Kopf der Talentförderung.

Hunstock und Simon bringen es zusammen auf 70 Jahre Talentförderung, wobei Hunstock mit vier Jahrzehnten länger im Amt ist. Bekanntester ehemaliger Schützling des Duos ist Tim Zechel, aktuell in Diensten des SC Magdeburg. Aber es gibt nicht nur Nationalspieler. „Unser Anspruch war immer, einige der Jungs in die Lage zu versetzen, zumindest ein guter Oberliga-Spieler zu werden“, sagt das Duo.

Warum ist nun Schluss? Simons Freizeit wird aus beruflichen Gründen – er will Bürgermeister in Bad Harzburg werden – knapp, während Hunstock im Alter von 75 Jahren kürzertreten will. Die Nachfolge ist geregelt: Lars Grollmisch, Inhaber der B-Lizenz, leitet jetzt gemeinsam mit Sylvie-Nadine Langner, ebenfalls Lizenztrainerin, den Stützpunkt.

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