So geht es für die Harzer Falken im Halbfinale weiter
Ville Sivonen (l.) geht wieder voran und ist mit zwei Treffern und drei Vorlagen erfolgreichster Punktesammler der Harzer Falken in Sande. Foto: Drechsler
Im Schnellverfahren ins Halbfinale: Eishockey-Regionalligist Harzer Falken gewinnt auch das Rückspiel beim ECW Sande, macht aber erst im Schlussdrittel alles klar.
Die Reise ist noch nicht zu Ende. Die Harzer Falken haben am Sonntag durch ein 7:4 (4:3, 0:1, 3:0) beim ECW Sande das Halbfinale der Eishockey-Regionalliga Nord erreicht, in dem sie auf den CE Timmendorfer Strand treffen. Inzwischen stehen auch die genauen Termine fest. Das erste Spiel steigt am Sonntag, 1. März, um 17.30 Uhr an der Ostsee, bevor es am Freitag, 6. März, um 20 Uhr in Braunlage weitergeht. Ein eventuelles drittes Spiel würde am Sonntag, 8. März, wieder in Timmendorf folgen.
Die Beachdevils setzten sie sich in zwei Spielen gegen die Weserstars Bremen durch (6:1, 4:2), auch Hauptrundensieger Adendorfer EC kam gegen den Hamburger SV mühelos weiter (7:2, 8:2). Ins dritte Spiel gegen die Crocodiles Hamburg und der TuS Harsefeld nach zwei Auswärtssiegen (3:1, 2:3).
Vier Falken-Tore in vier Minuten
Auch die Falken sind weiter dabei, auch wenn sie in Sande lange Zeit zittern mussten. Regan Nagy hatte gleich nach dem 4:0-Sieg am Freitag in Braunlage gewarnt. Kleine Eisfläche, ein Gegner, der um seine letzte Chance kämpft - die Partie stehe unter ganz anderen Vorzeichen. Und der Falken-Coach sollte recht behalten. Schon früh geriet sein Team vor 515 Zuschauern in Rückstand und benötigte etwas Anlauf, um im Spiel anzukommen. Dann aber ging es klack, klack, klack, genauer gesagt viermal klack. Ville Sivonen mit einem Doppelpack, Jörn Weikamp und Jakub Wiecki brachten die Gäste in knapp vier Minuten mit 4:1 in Führung.
Eishockey-Regionalliga
Falken und Adendorf feiern Torspektakel
Eine frühe Vorentscheidung? Von wegen. Wie schon zuletzt in Adendorf schafften es die Harzer nicht, das Spiel nach einem Drei-Tore-Vorsprung zu beruhigen. Sivonen fing sich kurz nach dem 4:1 eine Strafzeit ein, die Jache zum zweiten Treffer nutzte. Kurz vor der ersten Sirene schlug Sandes Angreifer noch mal zu - 3:4, alles wieder offen. Mitte des zweiten Drittels war der schöne Vorsprung dann komplett weg, als die Gastgeber in Überzahl ausglichen. Und weil die Falken anschließend zwei Strafzeiten nicht nutzten, musste die Entscheidung im letzten Drittel fallen.
Kosnar bricht in Überzahl den Bann
Das eröffneten die Falken sogar mit fast zwei Minuten in 5:3-Überzahl, die aber nichts einbrachte. Wenig später klappte es aber mit einem Mann mehr auf dem Eis, als Ales Kosnar an seiner alten Wirkungsstätte den amtierenden Meister wieder in Führung brachte.
Eishockey-Regionalliga
Falken holen Stürmer im Doppelpack
Ein Treffer wie eine Befreiung, zumal Sande zunehmend platt wirkte. Nicolas Korbel und Martin Benes schossen eine erneute Drei-Tore-Führung heraus, die sich die Falken nicht mehr nehmen ließen. Bemerkenswert: Alle drei Treffer im Schlussdrittel bereitete Sivonen vor.
Die Jadehaie erwiesen sich nun als schlechte Verlierer, kassierten in den letzten fünf Minuten noch zwei Zehnminuten-Strafen, eine davon zwei Sekunden vor dem Ende. Nagy und den Falken war es egal, die Reise geht weiter. Der Falken-Coach zeigte sich erleichtert: „Es waren zwei schwere Spiele, beide Seiten haben alles gegeben.“ Dass es körperbetont zur Sache ging, sei in solchen Spiele legitim. Es habe sich auch gezeigt, dass vor allem in Sande ein Drei-Tore-Vorsprung nie „save“ sei.
Das Spiel in der Statistik
Tore: 1:0 (2:41) Dejdar, 1:1 (11:10) Sivonen, 1:2 (13:55) Sivonen (5:4), 1:3 (14:22) Weikamp, 1:4 (14:53) Wiecki, 2:4 (17:31) Jache (5:4), 3:4 (19:04) Jache, 4:4 (29:32) Lesnikov (5:4), 4:5 (44:09) Kosnar (5:4), 4:6 (50:20) Korbel, 4:7 (52:17) Benes
Strafminuten: 16 für Sande plus 10 für Firsanovs plus 10 für Nimanis; 12 für Braunlage
Harzer Falken: Dupuis - Ehmann, Droick, Franz, Chaloupka, Antonakis, DiMurro - Arnold, Schirmacher, Weikamp, Sivonen, Benes, Korbel, Kosnar, Wiecki, Brozek - Vinci
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