Die Luchse starten selbstbewusst in die Saison
Torfrau Annett Berg steht dem Kader der HSG Liebenburg-Salzgitter in Sachen Erfahrung vor. Die 48-Jährige spielt gemeinsam mit Tochter Antonia (rechts daneben). Foto: Privat
Ein Platz im oberen Drittel, heißt bei zwölf Teams in der Handball-Verbandsliga eins bis vier, soll es werden. Das haben die Damen der HSG Liebenburg-Salzgitter als ihr Saisonziel definiert. Am Samstag starten sie in Bergen in die Saison.
Mit neuem Trainer und einem neuen Spielsystem starten die Handballerinnen der HSG Liebenburg-Salzgitter in ihre zweite Verbandsliga-Saison. Nach Platz fünf im Vorjahr soll diese unter Harald Hoppmann weiter vorn enden. Los geht es am Samstag zunächst bei Aufsteiger TuS Bergen (17.15 Uhr).
Der Kader: Das LiSa-Aufgebot ist beim Stammpersonal fast identisch geblieben. Davon ist einzig Danijela Hinze, die in erster Linie für die Siebenmeter zuständig war, in das Reserve-Team gewechselt. Torfrau Carina Trenker konnte von diesem Schritt noch abgebracht werden, weil sonst allein Annett Berg auf dieser Position zur Verfügung gestanden hätte. „Carina wird uns, so wie sie beruflich und privat Zeit hat, unterstützen“, sagt Hoppmann. Stammtorhüterin wird aber Berg. Insgesamt sei der Kader mit 16 Feldspielerinnen und eben den beiden Torfrauen groß genug. „Neu in dieser Saison ist, dass wir 16 Namen auf das Spielformular schreiben können“, sagt Hoppmann, „ob das Sinn macht, bezweifel ich.“ Er zum Beispiel habe vier Kreisläuferinnen im Team, deren kompletter Einsatz in einem Spiel äußerst unwahrscheinlich sei. Deshalb werde er beim Abschlusstraining „klar kommunizieren, wer die ersten Neun sind. Dass auf 13, 14, 15 und 16 mit nicht allzu viel Einsatzzeit zu rechnen ist, dürfte einleuchten“.
Das sagt der Trainer: Die Saisonvorbereitung war in mehrer Phasen unterteilt und hat sich durch den Nichtantritt von Garßen-Celle vorigen Samstag noch einmal verändert. „Wir haben jetzt zwei Spiele und dann wieder eine lange Pause.“ Nach der, Anfang November, sollen dann die meisten Abläufe sitzen. „Seit meinem Amtsantritt hatten wir vielleicht gut 20 Einheiten zusammen. Ich lege mehr Wert auf einstudierte Spielzüge, da gibt es einfach viel zu lernen.“ Das Spiel werde sich also gegenüber der extrem modernen Weise von Vorgänger Stephan Schönfeldt verändern.
Das Saisonziel oberes Drittel, also Platz eins bis vier, kam indes vom Team. „Wenn die Mannschaft sich ein Ziel setzt, dann ist das auch mein Ziel.“
Die Konkurrenz: Weil für die beiden Aufsteiger aus der Vorsaison kein Team aus der Oberliga in die Süd-Staffel abgestiegen ist, wird diese neben den beiden regulären Aufsteigern der Landesliga Braunschweig/Göttingen, MTV Geismar und Eintracht Braunschweig, um zwei weitere Aufsteiger ergänzt. So kommt aus der Staffel Lüneburg-Stade der TuS Bergen und aus der Hannoveraner der TSV Anderten hinzu. Was den Rest betrifft, „gehe ich eher davon aus, dass sich die Mannschaften nicht groß verändert haben“. Insofern glaubt Hoppmann, dass das Saisonziel Top Vier absolut realistisch ist.
Mit dem DJK Hildesheim hat sich bereits vor Saisonstart ein Team aus dem Spielbetrieb zurückgezogen, das nicht ersetzt wurde und somit erster Absteiger ist.
Die Prognose: LiSa hat eine stabile Basis und junge Spielerinnen, die sich gut entwickelt haben. Zudem sorgten vergangene Saison allein Celina Bruns (7,62), Marie Ermrich (6,11) und Fenja Mönich-Matthes (4,95) für durchschnittlich fast
19 Treffer pro Spiel. Ein derart erfolgreiches Trio hatte kein anderes Team zu bieten. Andersherum bedeutet das aber auch, dass die Versicherung aus dem Rückraum nicht allzu häufig Spiele verpassen darf, was auch für die routinierte Torfrau Annett Berg gilt.
Der Kader der HSG Liebenburg-Salzgitter
Zugang: Sarah Ovejero-Lange (nach Handballpause)
Abgänge: Danijela Hinze, Nicole Huwald (beide 2. Mannschaft), Alissa Kaltwasser (Hannover)
Tor: Annett Berg, Carina Trenkner
Feldspielerinnen: Fenja Mönnich-Matthes, Celina Bruns, Chiara Härtel, Leoni Reske, Hannah Eichhorn, Lara Mertins-Oelker, Pia Rebecca Schmidt, Antonia Luisa Berg, Carolin Apel, Helen Sewella, Laura Willke, Marie Ermrich, Cassandra Pleyer, Sarah Ovejero-Lange, Anne-Charlotte Winkelmann
Trainer: Harald Hoppmann (seit 2025)
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