Oberharzer schieben Frust, Klein Döhrener verbreiten Freude
Die Fußballer des SV Klein Döhren sammeln während ihrer Weihnachtsfeier 400 Euro, die sie dem Kinderhospiz in Braunschweig spenden. Foto: Privat
So macht Hallenfußball keinen Spaß. Die Folgen des Wintereinbruchs und Nachahmenswertes aus Klein Döhren. Das sind die Themen des „Wochenendes im Rückblick“.
Der Hallenfußball bleibt spaßbefreit
Es bleibt ein einziges Gewürge. Auch die Hallenfußballturniere des FC Zellerfeld und der SVG Oberharz blieben von kurzfristigen Absagen nicht verschont. Nachdem im Vorfeld schon mehrere Mannschaften verzichtet hatten, ging es auch an den Turniertagen nahtlos weiter. Den Vogel schoss laut Organisator Jens Bergmann Landesligist Bovender SV ab, der für das Bezirksturnier am Sonntagfrüh um 8.22 Uhr absagte – per WhatsApp, wie das heute so üblich ist. Ob das dem langjährigen Organisator gesundheitlich den Rest gab, ist reine Spekulation. Ein grippaler Infekt erwischte Bergmann so sehr, dass er sich während des laufenden Turniers aus der Halle ins Krankenlager verabschiedete.
Fußball-Hallenturnier in Zellerfeld
Absageflut im Oberharz
Wenn er wieder gesund ist, will er aufarbeiten, wie es nach der inzwischen 22.
Clausthaler Hallenturnierserie weitergeht. „Wir müssen das grundsätzlich durchdenken“, sagte Bergmann auch angesichts von lediglich 80 Zuschauern beim Bezirksturnier. Der herrliche Wintertag mag da eine Rolle gespielt haben, aber Teilnehmerfelder mit Germania Lamme und der FSG Bebra sind nicht gerade ein Anreiz, in die Halle zu kommen. Das soll keinesfalls ein Bashing dieser beiden Vereine sein, denn im umgekehrten Fall wäre ein Besuch der SVG Oberharz im Norden Braunschweigs oder im Raum Fulda auch nicht gerade der Brüller.
Und am Wochenende kann gekickt werden
Das erinnerte ja fast schon an Corona-Zeiten. Der Wintereinbruch führte am Wochenende dazu, dass zahlreiche Sportveranstaltungen abgesagt wurden. Im Handball herrschte ebenso Fehlanzeige wie im Tischtennis, was angesichts des noch schmalen Programms zu verkraften ist.
Eishockey-Regionalliga
Harzer Falken im Sturmtief: 3:4 gegen Timmendorf
Auch in der Eishockey-Regionalliga Nord wurde es ganz dünn, weil unter anderem die Hallenbetreiber in Hamburg und Salzgitter, dort sogar noch am Sonntag, einen Spielbetrieb untersagten. Umso bemerkenswerter, dass am Freitag die Partie zwischen den Harzer Falken und dem CE Timmendorfer Strand, angepfiffen wurde, also zwischen dem südlichsten und nördlichsten Standort der Liga – und das auch noch pünktlich.
Und wie es das Wetter so will: Behalten die Meteorologen recht und setzt sich das Tauwetter durch, dann könnte theoretisch am kommenden Wochenende zumindest auf Kunstrasen schon wieder gekickt werden. Wer hätte das vor ein paar Tagen gedacht.
SV Klein Döhren zeigt Löwenherz
Es begann mit einer Schnapsidee während der Weihnachtsfeier im Jahr 2024 und wurde ein Jahr später Realität. Die Kicker des SV Arminia Klein Döhren haben während ihres geselligen Jahresausklangs im vergangenen Dezember mannschaftsintern für das Kinderhospiz-Stützpunkt Löwenherz in Braunschweig gesammelt. Stolze 400 Euro kamen zusammen, die Vertreter des Teams aus der 3. Nordharzklasse in diesen Tagen in Braunschweig per Spendenscheck überreichten. „Es war beeindruckend, was dort geleistet wird“, berichtet Arminia-Kicker Julian Bartholomäus, der die ganze Aktion ausgelöst hatte. Er sieht diese auch als Denkanstoß für andere Mannschaften und Vereine, nicht nur zu feiern, sondern dabei auch Gutes zu tun.
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