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1. Fußball-Nordharzklasse

GZ Plus IconSV Rammelsberg souverän, Haue für SVG Oberharz

Fußballspieler Maiko Käthner vom SV Rammelsberg schießt den Ball auf den Kasten FC Seesen.

Der passt: Maiko Käthner vom SV Rammelsberg überwindet Seesen Torwart Jan Kubelt zum 1:0. Auch FC-Innenverteidiger Dominik Würzbach (l.) kann nicht mehr eingreifen. Foto: Gietemann

Klare Sache in den Top-Spielen der 1. Fußball-Nordharzklasse: Spitzenreiter SV Rammelsberg bremst den FC Seesen aus, die TSG Bad Harzburg II vermöbelt die SVG Oberharz.

Von Malte Thielemann und Fabian Böttcher Montag, 10.11.2025, 10:15 Uhr

Der SV Rammelsberg bleibt in der Staffel 1 der 1.Fußball-Nordharzklasse das Maß aller Dinge. Am Sonntag siegte er auch im Schlagerspiel gegen den FC Seesen mit 3:0 (0:0) und kam somit bei lediglich vier Gegentoren zum elften Sieg im elften Spiel. Dagegen kassierten die Gäste nach bisher zwei Unentschieden ihre erste Saisonniederlage.

Die Seesener versuchten es vor gut 150 Zuschauern am Trebnitzer Platz zunächst mit einer defensiven Grundausrichtung. Diese Taktik funktionierte gegen die offensivstarken Platzherren zumindest in der ersten Halbzeit auch ganz gut. Die Rammelsberger hatten zwar viel Ballbesitz, kamen aber nur durch Maiko Käthner zweimal zu gefährlichen Abschlüssen (24./36.). „In den ersten 20 Minuten hatten wir noch Probleme“, befand auch SVR-Trainer Torben Bornkessel, „dann haben wir Druck aufgebaut und auch offensiv gewechselt. Der Schiedsrichter muss uns zwei Elfmeter geben.“

Zweimal bleibt der Elfmeterpfiff aus

Frank Kühnel (Dörnten) bewertete jedoch einen Einsatz von Dominik Würzbach gegen Käthner nicht als elfmeterreif und legte danach den Tatort nach einem Foul von Seesens Schlussmann Jan Kubelt an eben diesem aus dem Strafraum heraus (41./53.).

Die Gastgeber kamen zu Beginn der zweiten Halbzeit mit viel Dampf aus der Kabine und gingen durch Käthner nach knapp einer Stunde Spielzeit mittlerweile verdient in Führung. Allerdings beschwerten sich nun die Gäste vehement beim Unparteiischen, weil der Ball zuvor im Toraus gewesen sein soll.

In der Folgezeit versuchten die Seesener deutlich mehr für die Offensive zu tun, aber wirklich gefährlich wurde es nur nach zwei Freistößen von Felix Ebeling (62./74.). Ansonsten war das Rammelsberger Bollwerk nicht zu gefährden, zumal die Gäste in der einen oder anderen im Ansatz gefährlichen Szene den letzten Ball zu unkonzentriert spielten oder die falsche Entscheidung trafen. So sorgte wieder einmal Patrick Czaja zehn Minuten vor dem Schlusspfiff für die Entscheidung. Die Rammelsberger Offensivkraft netzte nach feinem Spielzug aus rund 15 Metern zum 2:0 ein.

Gläser: „Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Der FC steckte zwar nicht auf, aber ein Erfolgserlebnis war ihm nicht mehr vergönnt. So musste Gästetrainer Dennis Gläser die Heimreise mit seinem Team ohne Punkte antreten. „Wir haben zwar verdient verloren, aber ein 0:3 haben wir in der Höhe nicht verdient. Das war ein toller Fight. Wir lassen uns dennoch nicht unterkriegen.“

Tore: 1:0 (58.) Käthner, 2:0 (80.) Czaja, 3:0 (90. +4) Ibo

SV Rammelsberg: Moser – Hermerding, Zimmer, Kähnert, Werschkull, Pannwitz, Peuser, Käthner (76. Ibo), Sollorz (65. Lüer), Czaja, Noster (87. Kempa)

FC Seesen: Kubelt – Bause, Würzbach, Miehe, Zimmermann (69. Karaaslan), Mönnecke, Röttger, Ebeling, Schulz (76. Al Joujeh), H. Uthayachanthiran (30. R. Uthayachanthiran), Knorre

SVG Oberharz im Sportpark gerupft

Die bis dato noch ungeschlagene SVG Oberharz kam bei der Zweitvertretung der TSG Bad Harzburg mit 1:9 unter die Räder und kassierte damit im zehnten Saisonspiel die erste Niederlage. Marcel Schaare trug sich für den Gastgeber gleich siebenmal in die Torschützenliste ein.

Trainer Bernd Vollrodt von der TSG Bad Harzburg II gibt Instruktionen an seinen Spieler Marcel Schaare.

Marcel Schaare von der TSG Bad Harzburg II macht mit sieben Treffern beim 9:1 gegen die SVG Oberharz auch Co-Trainer Bernd Vollrodt und Betreuer Michael „Schorse“ Koch (v.l.) froh. Foto: Epping

„Die Vorzeichen waren schon schlecht, da wir erheblich Personal ersetzen mussten. Das zog sich dann weiter durch das Spiel“, sagte SVG-Betreuer Michael Kutscher. „Wir hätten eigentlich beim Stand von 0:0 einen Strafstoß bekommen müssen, vor dem 0:1 gab es eine falsche Einwurfentscheidung, dazu ein Abseitstor und zur Halbzeit steht es 4:0, obwohl wir keine vier Treffer schlechter waren. Nach der Pause war dann die Luft raus.“

In der Abstiegszone gewann der VfL Liebenburg gegen Schlusslicht WSV Wiedelah mit 7:2. „Ein auch in der Höhe gerechter Erfolg. Wir hatten das Spiel voll im Griff, Wiedelah war allerdings sehr gefährlich über Standards“, sagte VfL-Trainer Manuel Döring. Bis zum 3:2 hielt der WSV die Partie offen, ehe mit dem 4:2 in der 70. Minute auch vom Resultat her das Spiel durch war.

FG Vienenburg II auf Abstiegsplatz

Eine bittere 1:2-Heimniederlage setzte es für 2. Mannschaft der FG Vienenburg/Wiedelah gegen Union Salzgitter II, durch den die Gastgeber auf einen Abstiegsplatz rutschten. „Wir waren über 90 Minuten nicht wirklich auf dem Platz. Es war ein sehr chancenarmes Spiel. Union macht aus den beiden Chancen, die sie haben zwei Tore“, sagte FG-Coach André Ibold. Nach fünf Spielen ohne Niederlage und

13 von 15 möglichen Punkten kassierte Rot-Weiß Rhüden mal wieder eine Niederlage. 1:4 hieß es am Ende bei der SG Bredelem/Astfeld, für die Adam Ujazdowski mal wieder dreifach traf.

Moritz Beese erlöst Jerstedt/Dörnten

Mit 3:2 behielt die SG Jerstedt/Dörnten gegen die SG Ildehausen/Kirchberg die Oberhand. „Die erste Halbzeit war für beide Mannschaften schwer“, sagte Trainer Marcus Kopitz vom Gastgeber. „Wir sind dann druckvoller und strukturierter aus der Kabine gekommen, mussten aber bis zur 96. Minute warten, bis Moritz Beese uns nach langer Verletzungspause mit dem Siegtreffer erlöst hat.“

FG Vienenburg/Wiedelah II – Union Salzgitter II 1:2 (0:1). Tore: 0:1 (43.), 0:2 (50.), 1:2 (73.) Knoop – Rot für FG-Spieler Wistuba (90.+2/Schubsen)

SG Bredelem/Astfeld – Rot-Weiß Rhüden 4:1 (1:1). Tore: 1:0 (13.) Ujazdowski, 1:1 (19.) Vater, 2:1 (57.) Ujazdowski, 3:1 (63.) Uneken, 4:1 (84.) Ujazdowski

VfL Liebenburg – WSV Wiedelah 7:2 (1:1). Tore: 1:0 (23.) Barwig, 1:1 (30.) Gottwald/Strafstoß, 2:1 (47.) Colaianni, 3:1 (51.) Colaianni, 3:2 (54.) Eberhardt, 4:2 (70.) Barwig, 5:2 (73.) Parafinowicz, 6:2 (80.) Barwig, 7:2 (90.) Dann

TSG Bad Harzburg II – SVG Oberharz 9:1 (4:0). Tore: 1:0 (6.) Tost, 2:0 (26.) Schaare, 3:0 (37.) Schaare, 4:0 (41.) Schaare, 5:0 (55.) Schaare, 5:1 (66.) Kühl/Foulelfmeter, 6:1 (74.) Schaare, 7:1 (77.) Dreß, 8:1 (82.) Schaare, 9:1 (86.) Schaare

SG Jerstedt/Dörnten – SG Ildehausen/Kirchberg 3:2 (1:2). Tore: 0:1 (15.) Finster, 1:1 (16.) Kopitz, 1:2 (43.) Y. Mekadmi, 2:2 (43.) Antes, 3:2 (90.+6) Beese

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