Abschied in Braunlage, Abschied aus Greifswald
Die Anhänger der Harzer Falken gedenken dem verstorbenen Präsidenten Klaus Waibel am Freitag vor der Partie gegen die Crocodiles Hamburg mit einem großen Transparent. Foto: Frank Drechsler
Ein bewegender Abschied für den verstorbenen Präsidenten der Harzer Falken, Klaus Waibel, und der Rauswurf von Lars Fuchs beim Fußball-Regionalligisten Greifswald – das sind zwei der Themen unserer Kolumne „Das Wochenende im Rückblick“.
Abschied vom Sponsor mit dem großen Herz
Fans haben bekanntlich ein feines Gespür, da machte der Anhang der Harzer Falken nach dem Tod von Präsident Klaus Waibel am Freitagabend bei der Saisonpremiere gegen die Crocodiles Hamburg keine Ausnahme. Ein langer Applaus für den Verstorbenen, viele Einträge in ein Kondolenzbuch, dazu ein Transparent mit der Aufschrift „Für immer im Herzen des Vereins. Wir vermissen dich, Klausi!“.
Man achte auf das i, das viel über den Menschen Klaus Waibel aussagt. Der Sponsor mit dem großen Herz, ohne den es Eishockey in dieser Güteklasse im Harz womöglich nicht mehr geben würde, trug mit seiner nahbaren Art maßgeblich zu der familiären Atmosphäre bei, die am Fuße des Wurmbergs herrscht und von den Fans, aber auch von vielen Spielern so geschätzt wird. Frag nach zum Beispiel bei Christoph Koziol oder André Gerartz, die in ihrer Karriere schon ganz andere Sphären kennengelernt haben, frag nach bei Filip Mrava oder dem kanadischen Duo Regan Nagy und Taylor Dupuis, die längst im Harz heimisch geworden sind.
Auch Trainer Jozef Potac, der nach außen so unerschütterlich wirkt, war und ist aufgewühlt. In Gedanken sei die Mannschaft weiter beim verstorbenen Präsidenten, sagte er nach dem Sieg am Sonntag in Timmendorf. Auf Potac kommt nun die Aufgabe zu, das Team in die Normalität zurückzuführen.
Jens Baxmann treibt die neue Karriere voran
Nun etwas deutlich Erfreulicheres aus dem Eishockey-Lager. Jens Baxmann, der seine ersten Schlittschuhschritte in Braunlage tat und anschließend bis ins Nationalteam durchstartete, treibt seine zweite Karriere voran – natürlich in seinem Lieblingssport. Nachdem der 39-Jährige erfolgreich ein Sportmanagement-Studium abgeschlossen hat, hat er nun auch offiziell das Amt des sportlichen Leiters beim DEL2-Club Lausitzer Füchse inne, bei dem er bisher als sportlicher Berater firmierte.
Mit 1,78 Punkten im Schnitt auf Jobsuche
Dass Dankbarkeit im Fußball ein Fremdwort ist, hat in der vergangenen Woche auch der Vienenburger Lars Fuchs erfahren. Da rettete er als Trainer den Greifswalder FC in der Serie 22/23 erst vor dem Abstieg aus der Regionalliga Nordost, formte in der Folgesaison ein Team, das bis zum Schluss um den Aufstieg in die 3. Liga mitspielte, um jetzt entlassen zu werden, auf Rang sieben liegend wohlgemerkt. Die 0:2-Pleite bei Schlusslicht Plauen war den Verantwortlichen zu viel, die den 42-Jährigen feuerten und anschließend mit Markus Zschiesche einen Nachfolger präsentieren, der wenige Wochen zuvor in Würzburg geflogen war. Fuchs ist jetzt auf Jobsuche und kann mit einem beachtlichen Punkteschnitt von 1,78 aus seiner Greifswalder Zeit werben.

Das Traumergebnis hält nicht lange
Die Falscheingabe war nur ein paar Minuten im Netz, aber amüsant war sie schon. Laut fussball.de hatte der TSV Immenrode am Sonntag endlich seinen ersten Saisonsieg in der 1. Nordharzklasse gelandet, und das gleich mit 33:5 gegen den VfR Langelsheim. Das wahre Ergebnis lautete 3:5, aber man kann ja mal träumen. Die Realität indes: Das Schlusslicht bleibt im Schneckenrennen mit der 2. Mannschaft des Goslarer SC 08, die wie Immenrode es seit Saisonbeginn nicht geschafft hat, die null auf dem Punktekonto loszuwerden. Das wird sich spätestens am 3. November ändern, wenn beide im Osterfeldstadion aufeinandertreffen.