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Eishockey: OsWeNo-Pokal

Harzer Falken verpassen in Adendorf das Wunder

Eishockeyspieler in schwarzer und roter Ausrüstung spielen auf dem Eis vor einer orangefarbenen Bande mit Werbung

Max Droick trifft im Mitteldrittel in Adendorf zum Anschlusstreffer. Am Ende springt für die Harzer Falken ein 2:2 heraus, mit dem sie ihren Abwärtstrend bremsen. Foto: Drechsler

Besser, aber nicht gut genug: Eishockey-Regionalligist Harzer Falken scheidet im Halbfinale des OsWeNo-Pokals aus. Ein 2:2 in Adendorf reicht nicht zum Weiterkommen.

Von Björn Gabel Sonntag, 18.01.2026, 20:20 Uhr

Die erste Titelchance ist endgültig futsch. Für Eishockey-Regionalligist Harzer Falken ist im Halbfinale des OsWeNo-Pokals Endstation. Nach der 3:6-Niederlage im Hinspiel reichte es am Sonntag im Rückspiel nur zu einem 2:2 (0:2, 2:0, 0:0) beim Adendorfer EC.

Immerhin: Durch das im Eishockey ungewöhnliche Unentschieden stoppten die Falken, die diesmal auch auf den erkrankten Bastian Schirmacher verzichten mussten, die Serie von drei Pflichtspielniederlagen in Folge. Zur Erklärung: Im Pokal werden die Tore addiert, und da hatte Adendorf am Ende mit 8:5 die Nase klar vorn. Eine Verlängerung oder gar ein Penaltyschießen blieb beiden Mannschaften erspart.

Schon früh im Hintertreffen

„Wir können mit erhobenem Haupt nach Hause gehen. Das war eine super Reaktion der Mannschaft“, sagte Vorstandsmitglied Moritz Langer. Genau diese hatte Trainer Regan Nagy nach dem enttäuschenden Auftritt am Freitag beim 2:5 im Punktspiel gegen die Harsefeld Tigers sehen wollen.

Die ohnehin geringen Chancen auf ein Weiterkommen hatten sich für die Gäste allerdings schnell erledigt. Die Heidschnucken, bei denen Top-Scorer André Gerartz nicht im Aufgebot stand, trafen schon früh zur Führung und bauten diese Mitte des ersten Drittels zum 2:0 aus. Chancen für die Falken waren hingegen Mangelware.

Ausgleich in Überzahl

Immerhin ließen sie sich vor 1335 Zuschauern im Walter-Maack-Stadion nicht auseinanderschrauben, provozierten im zweiten Abschnitt mehrere Adendorfer Strafzeiten in Folge – und nutzten diese endlich auch einmal aus. Erst Max Droick, dann Davide Vinci brachten den Harzern den Ausgleich. Beim 2:2 verbuchte auch der jüngste Falken-Zugang David Brozek seinen ersten Scorerpunkt. Das Weiterkommen war dennoch eine Utopie, vier Treffer hätten die Gäste für das Wunder gebraucht, das Schlussdrittel aber blieb torlos.

Durch das Aus haben die Falken nun am Wochenende 30. Januar/1. Februar komplett frei, da sich für diesen Zeitpunkt kein Gegner für ein Freundschaftsspiel findet. Zuvor steht an diesem Freitag noch das Punktspiel bei den Weserstars Bremen auf dem Programm, wo die Harzer die endgültige Trendumkehr schaffen wollen.

Tore: 1:0 (4:16) Kragh, 2:0 (12:39) Cypas, 2:1 (27:47) Droick (5:4), 2:2 (30:37) Vinci (5:4)

Strafminuten: 10 für Adendorf; 4 für Braunlage

Harzer Falken: Dupuis – Chaloupka, Franz, Antonakis, DiMurro, Ehmann, Schnell – Droick, Wiecki, Sivonen, Brozek, Benes, Mrava, Weikamp, Vinci, Lohde

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