Das Jahr 2017
Die Abzucht tritt über die Ufer. Foto: Epping / GZ-Archiv

Der Amtsantritt von Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, die Brexit-Verhandlungen und die "Ehe für alle" sorgen überregional für Gesprächsstoff. Lokal war die große Flut im Juli das alles beherrschende Thema.

"Fake News": Donald Trump prägt einen neuen Begriff gleich zum Beginn seiner Amtszeit als Präsident, als er wider aller Fotobeweise behauptet, noch nie wären so viele Menschen zu einer Vereidigung gekommen.

Zäher Brexit-Prozess:  Die Verhandlungen um den Austritt der Briten aus der EU schleppen sich mühselig dahin.

In Deutschland wird Frank-Walter Steinmeier als neuer Bundespräsident. Der Bundestag fasst den Beschluss zur Einführung der „Ehe für alle“, der G20-Gipfel sorgt für Ausnahmezustand in Hamburg und die zunächst scheiternden Versuche einer Regierungsbildung nach der Bundestagswahl im September lassen die generelle Kritik an der Politik und der Großen Koalition immer lauter werden.

Und dann müssen Deutschland und Europa Abschied nehmen: Helmut Kohl stirbt im Alter von 87 Jahren und wird als erster Europäer mit einem europäischen Staatsakt geehrt.

GZ-Leser, die an das vergangene Jahr zurückdenken, werden sicherlich ein Thema besonders in Erinnerung haben: Im Juli sucht eine ungewohnt heftige Flut den gesamten Landkreis heim. In Goslar tritt die Abzucht über die Ufer und richtet Schäden in Millionenhöhe an. Im Nordharz sind besonders Lautenthal und das auch in der Folge immer wieder von Überschwemmungen geplagte Neiletal betroffen, wo noch heute Teile der Schäden nicht beseitigt werden konnten.

Etwas weniger heftig trifft es den Oberharz und Bad Harzburg, wo aber ebenfalls vielerorts noch lange aufgeräumt werden muss, nachdem sich das Wasser zurückgezogen hat.

Im Oktober sieht der Harz außerdem Rot, oder wählt es vielmehr. Bei den Landtagswahlen vergeben die Bürger der Region beide Direktmandate an die SPD. Der Jerstedter Dr. Alexander Saipa gewinnt erneut im Wahlkreis Goslar, die Clausthal-Zellerfelderin Petra Emmerich-Kopatsch im vierten Anlauf erstmals auch im Wahlkreis Seesen.