Das Jahr 2010
In einer Reihe mit der Chinesischen Mauer oder den Pyramiden von Gizeh: Die Oberharzer Wasserwirtschaft wird zum Weltkulturerbe erklärt. Foto: Harzwasserwerke

Die Finanzkrise wird zur Euro-Krise, ein überraschender Wechsel im Bundespräsidentenamt, eine Katastrophe bei einem Festival und ein musikalischer Überraschungssieg schreiben in Deutschland Schlagzeilen. Lokal steht Oberbürgermeister Binnewies in der Kritik und die Oberharzer Wasserwirtschaft in einer Reihe mit den Pyramiden von Gizeh.

Der 750 Milliarden Euro schwere "Euro-Rettungsschirm" wird zunächst vorrangig über Griechenland aufgespannt.

Nach umstrittenen Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr erklärt Horst Köhler  den sofortigen Rücktritt vom Amt des deutschen Bundespräsidenten, auf ihn folgt (auch nicht sehr lange) Christian Wulff (CDU).

21 Tote, 511 Verletzte: Das Unglück bei der Loveparade 2010 in Duisburg erschüttert Deutschland. Die Suche nach Verantwortlichen läuft an.

Der Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen Eyjafjallajökull auf Island legt nach einem Ausbruch den Flugverkehr über Europa lahm.

Der dritte Platz der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika wird in diesem Jahr überstrahlt vom Sieg Lena Meyer-Landruts  mit "Satellite" beim Finale des 55. Eurovision Song Contest in Finnland.

Im Frühjahr sieht sich der Oberbürgermeister von Goslar, Henning Binnewies (SPD), mit massiver Kritik konfrontiert. Das Niedersächsische Innenministerium muss über ein Disziplinarverfahren entscheiden, die eigene Partei  verlangt von ihm einen respektvolleren Umgang mit Bürgern und Ratspolitikern. Im GZ-Interview räumt Binnewies im März Fehler ein und gelobt Besserung. Zu spät: Wenige Monate später wird er abgewählt.

Auch in Bad Harzburg soll sich etwas verbessern. Im September startet deswegen der Austausch des alten Betonpflasters in der Fußgängerzone. Etwa 40.000 Euro kostet es, die alten Waschbetonplatten von 1976 gegen Betonsteine aus regionaler Produktion auszutauschen.

Eigentlich nur ein Titel, und doch so viel mehr als das: Am 1. August wird die Oberharzer Wasserwirtschaft zum Weltkulturerbe erklärt. 63 Teiche, 70 Kilometer Wassergräben und 21 Kilometer Wasserläufe gehören dazu. Darein, wie sich die Auszeichnung für die Region rentieren wird, werden große Hoffnungen gesetzt.