Das Jahr 2004
Der verheerende Tsunami, der Weihnachten am Indischen Ozean mehr als 200.000 Menschen das Leben kostet, löst weltweit und auch im Harz eine Welle der Hilfsbereitschaft und Spenden aus. Foto: dpa

Demonstrationen gegen Hartz IV in Deutschland, diesmal souveräne Präsidentschaftswahlen in USA, ein Student namens Zuckerberg startet ein Unternehmen namens Facebook. Und eine Naturkatastrophe erschüttert die Welt. Auch über die GZ und www.goslarsche.de läuft die Hilfswelle nach dem verheerenden Tsunami im Indischen Ozean. Im Lokalen steht einem Willkommen für Stars und neue Einrichtungen auch ein Abschied von einer prägenden Politikerpersönlichkeit gegenüber.

Die Agenda 2010 und vor allem die Hartz IV-Gesetze treiben die Deutschen zu Abertausenden bei Großdemonstrationen auf die Straße. Ändern wird dies nichts mehr.

Deutlich ändern sich am 1. Mai die Außengrenzen der Europäischen Union, im Rahmen der Osterweiterung stoßen zehn neue Mitgliedsstaaten dazu.

6. Oktober: Die USA räumen ein, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen, einer der Gründe für den Irakkrieg, gefunden wurden

Diesmal souverän: George W. Bush gewinnt die Präsidentschaftswahlen gegen John F. Kerry klar – obwohl er kurz zuvor einräumen musste, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden,

Ein fürchterliches Weihnachtsfest: Nach einem Seebeben rast eine gigantische Flutwelle durch den Indischen Ozean. Mehr als 200.000 Menschen sterben am 26. Dezember 2004.

Im Lokalen dominieren erfreulichere Schlagzeilen: Wie im Abenteuerland fühlen sich nämlich im Juli auf der Pfalzwiese 8000 "PUR"-Fans. "Superstimmung und Traumkulisse" schreibt die GZ über das Konzert der Band, das im Vorfeld bereits für Wochen für ausgebuchte Zimmer und in örtlichen Hotels gesorgt hatte. Von der Nordseeküste bis nach Hessen reichte die Zugkraft von "PUR" und bescherte Fans ein Musikfestival, das vollkommen friedlich über die Bühne ging.

Ein ziemlich ungewöhnlicher Anblick bietet sich Besuchern des Brockens im Juni auf dem Berggipfel. Die Kamele Sahhar und Kashim posieren dort für eine ganze Reihe von Medienvertretern. Anlass sind die "Deutsch-Arabischen-Wochen", die in diesem Sommer in Bad Harzburg stattfindet und ein Erfolg wird: 11.500 Besucher kommen im August zur arabischen Nacht und dem Kamelrennen auf die Bad Harzburger Rennbahn.

Drei Meter tief stürzt im Februar ein Hobbyfotograf an der Okertalsperre und sorgt für eine "abenteuerliche" Rettungsaktion, wie die Harzwasserwerke den Einsatz der Feuerwehr mit der Drehleiter später bezeichnen. Der Mann klettert auf den Sprungschanzentisch der Sperrmauer, um "besonders schöne Fotos" zu schießen und verliert dabei das Gleichgewicht. Drei Stunden muss er in der Kälte ausharren, bis die Einsatzkräfte ihn können.

In Clausthal-Zellerfeld läuft die Sanierung der Marktkirche an und in Altenau öffnet der Kräuterpark seine Pforten.

Bad Harzburg nimmt Abschied von seinem verstorbenen Altbürgermeister Klaus Homann.