Mittwoch, 21.06.2017

Kokosöl: Superfood oder Risiko?

Leserbrief

Wenn ein Lebensmittel in den letzten Jahren zum absoluten Star geworden ist, dann ist das die Kokosnuss – beziehungsweise viel mehr das Öl, das aus ihr gewonnen wird. Wo haben wir nicht alles Einsatzmöglichkeiten dafür gefunden: Angeblich macht es die Haare schöner, unsere Haut wird davon besser und es kann sogar helfen, die Zähne weißer zu machen. Nebenbei soll es uns außerdem beim Abnehmen unterstützen, da es den Stoffwechsel in Schwung bringt. Wenn das mal nicht nach dem absoluten Superfood klingt.

Forscher der American Heart Association schlagen jetzt allerdings Alarm: So gesund, wie Kokosöl immer dargestellt wird, ist es gar nicht – zumindest dann nicht, wenn es als Butterersatz zum Braten und Kochen genutzt wird. Das vermeintliche Wundermittel enthält nämlich sehr viele gesättigte Fettsäuren, die die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern.

Herber Schlag für das Öl

Während Kokosöl zu 82 Prozent aus diesen Fettsäuren besteht, hat Butter dagegen nur einen Anteil von 62 Prozent. Ein herber Schlag für das Öl, das in den letzten Jahren als Antwort auf sämtliche Fragen gehypt wurde.

Die Wissenschaftler raten aufgrund der Risiken, in der Küche lieber auf andere Fette umzusteigen, wie Oliven- oder Sonnenblumenöl. In Maßen sei Kokosöl aber weiterhin okay. Wer sich das Fett allerdings nur auf die Haut und in die Haare schmiert, hat überhaupt nichts zu befürchten. mad








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