20.03.2017

Ein Blick hinter die digitalen Kulissen

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Goslar. Beim ersten Goslarer Coding Camp im Jugendzentrum lernten die 20 Teilnehmer durch Workshops, Vorträge und eigenes Ausprobieren verschiedene Programmierungsarten kennen.

Egal ob Google, WhatsApp oder Facebook, diese Dienste sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wie wie es hinter der Fassade dieser Programme aussieht, wissen allerdings nur die wenigsten. Jugendliche, die sich dafür interessieren, was hinter Apps und Interseiten steckt,fanden am Wochenende im Jugendzentrum B6 eine Anlaufstelle: Dort wurde von Freitag bis Sonntag das erste Goslarer Coding Camp veranstaltet.

Organisiert von der Stadtjugendpflege Goslar und unterstützt von dem IT-Unternehmen „PDV Systeme“, fanden sich 20 Jugendliche ein, um sich ein Wochenende lang dem Programmieren zu widmen. Dabei stand ihnen die Gestaltung der Tage offen: Sie konnten die Workshops und Vorträge zu Programmiersprachen und Anwendungen besuchen, die von den Vertretern von „PDV Systeme“ und der Stadt Goslar angeboten wurden, oder sich bei den Experten auch Unterstützung für die eigenen Projekte holen.

Jeder ist willkommen

„Für die Teilnehmer ist das natürlich auch eine Chance, viel zu lernen. Heute kommt keiner von uns mehr um die Technik und Digitalisierung drum herum“, sagt Stadtjugendpfleger Martin Sänger dazu. Ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi in Sachen Coding: Das Camp stand allen Interessierten offen. Eigentlich richtete sich die Veranstaltung zwar an Jugendliche ab 14 Jahren, für Tim Haist (13) und Louis Ziegeler (13) wurde diese Vorgabe allerdings gelockert.

„Ich bin in der Schule Teil unserer Elektronik-AG und habe auch schon Websiten programmiert. Einer meiner Lehrer hat mich dann auf das Coding Camp aufmerksam gemacht und ich habe mich in einer Mail mit meinen bisherigen Projekten vorgestellt und durfte dann teilnehmen“, erzählte Tim. Seinen Freund Louis hat er gleich mit ins Boot geholt: „Ich kannte das alles noch nicht, bis Tim mir das gezeigt hat. Mittlerweile lerne ich auch aus Youtube-Tutorials“, sagte Louis.

Im Coding Camp konnten sich die Jugendlichen auch selbst erproben: Jeder durfte kommen und gehen, wann er wollte, und die Vorträge und Workshops waren für niemanden verpflichtend. Dieses lockere Programm kam bei den Teilnehmern gut an, da sie so gezielt ihren Interessen nachgehen konnten. Viele nutzten die Zeit außerdem, um gemeinsam Videospiele zu spielen. „Das hilft natürlich beim Frustabbau, wenn mal etwas nicht so klappt, wie es soll“, sagte Martin Sänger dazu.

Die Programmiersprachen und -techniken forderten die Teilnehmer zwar ziemlich, dennoch hatten sie Spaß an der Sache. „Ich habe auf jeden Fall viel gelernt, aber trotzdem noch nicht genug“, erzählte Barbod Modabery (15). Er hat die Zeit zum Beispiel genutzt, um sich an der Programmierung von eigenen Apps zu versuchen.

Fortsetzung gewünscht

Auch Finn Theißen (15) nahm viel aus dem Camp mit: „Es war manchmal ein bisschen kompliziert, weil es nun mal viel zu lernen gab. Im Großen und Ganzen hat es mir gut gefallen“, sagt er. Gemeinsam mit David Jankowski (14) und Jonas Möller (15) hat er als eigenes Projekt ein Programm geschrieben.

Da das Camp viele Jugendliche für das Thema begeistern konnte, wollen die Organisatoren direkt am Ball bleiben: In Zukunft soll es regelmäßig Veranstaltungen zum Thema Coding geben, die vermutlich im monatlichen Rhythmus stattfinden.



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