Donnerstag, 18.05.2017

Gefährlicher Einsatz für Feuerwehr Oker

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Oker. Gasflachen, gefüllt mit Sauerstoff und Acetylengas, machten gestern aus einem Routine-Löscheinsatz ein riskantes Unterfangen für die Feuerwehr Oker.

Auf dem Gelände eines Industriebetriebes in der Hüttenstraße gerieten gestern Nachmittag Holzreste in Brand. Am Brandort angekommen, entdeckten die Kräfte der Feuerwehr Oker schnell, dass der Einsatz sehr viel heikler als angenommen war: Direkt neben der Brandstelle lagerten zwei Gasflaschen, gefüllt mit Sauerstoff und Acetylengas, wie sie oft für Schweißarbeiten Verwendung finden. 

Kühlung vorrangig

Der erste Trupp ging mit einem Hohlstrahlrohr vorrangig zur Kühlung der stark erhitzten Gasflaschen vor. Durch die vielseitigen Einstellmöglichkeiten eines Hohlstrahlrohres konnten gleichzeitig auch die Flammen bekämpft werden. 

Die Kühlung verhinderte erfolgreich, dass das leicht entzündliche Gas eine kritische Temperatur erreichen konnte. Die Temperatur der Gasflaschen wurde dabei die ganze Zeit mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Sobald eine ausreichend niedrige Temperatur erreicht war, machten sich zwei weitere Trupps daran, die Flaschen aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. 

Glutnester gelöscht

Im Anschluss konnten alle verbliebenen Glutnester des eigentlichen Brandes gelöscht und kurze Zeit später die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Für die Einsatzkräfte schlossen sich umfassende Reinigungsarbeiten der Fahrzeuge, Geräte und Kleidung an, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass durch die Löscharbeiten gesundheitsschädigende Stoffe aufgewirbelt worden sind. Foto: Freiwillige Feuerwehr Oker