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Konjunkturumfrage September 2008
- H.C. Starck, Goslar
- Sparkasse Goslar/Harz
- Mann + Hummel, Bad Harzburg
- Nordzucker, Schladen
- Uhlig Rohrbogen, Langelsheim
- Fels-Werke, Goslar
- Spittler Lichttechnik, Goslar
- Sympatec, Clausthal-Zellerfeld
- Synthomer, Langelsheim
H.C. Starck, Goslar
Chemische Industrie
Erwartungen bis Ende 2008:
„Wir verzeichnen eine deutliche Abschwächung des für uns wichtigen Elektronikmarktes“, teilt das Unternehmen mit. Man rechne überwiegend mit stagnierenden Umsätzen, teilweise gebe es sogar Rückgänge. Auch steigende Rohstoff- und Energiepreise gelten als Probleme.
Aussichten für 2009:
„Wir wollen in wichtigen Märkten wachsen und bereiten darüber hinaus Preisanhebungen vor“, heißt es. Seit kurzem ist bekannt, dass wegen eines enttäuschenden Geschäftsverlaufs externe Berater beauftragt sind. Sollten die Ziele weiterhin verfehlt werden, sollen die Kosten deutlich gesenkt werden.
Mitarbeiter:
Rund 1200 Mitarbeiter beschäftigt H.C. Starck gegenwärtig am Standort Goslar. Zumindest einen Zuwachs schließt das Unternehmen vorerst aus: „Wir planen für 2009 keine Steigerung“, teilt Sprecher Manfred Bütefisch mit.
Erwartungen 2008, Aussichten 2009:
„Das für 2008 geplante Betriebsergebnis kann voraussichtlich nicht ganz erreicht werden“, teilt die Bank mit. Gründe seien unter anderem „der hohe Tarifabschluss und die drastisch gestiegenen Energiepreise“. Steigerungen erwartet die Sparkasse in beiden Jahren im Konsumenten- und Kontokorrentkreditgeschäft, Rückgänge im übrigen Kreditgeschäft. Zu rechnen sei mit einem lebhaften Wertpapier- und Fondsgeschäft. Im Bauspar- und Versicherungsgeschäft würden die Ziele 2008 in fast allen Sparten erreicht oder übertroffen. 2009 werde man das Niveau halten.
Mitarbeiter:
Gegenwärtig beschäftigt die Sparkasse 486 Mitarbeiter und 39 Auszubildende. Nach aktuellen Planungen werde sich die Mitarbeiterzahl auf 482 bis Ende 2009 leicht verringern. Die Zahl der Auszubildenden werde sich kaum verändern.
Mann + Hummel, Bad Harzburg
Autozulieferer
Erwartungen bis Ende 2008:
Nach einem ersten Halbjahr über Plan verzeichnet das Unternehmen nun einen Rückgang. Grund seien die sinkenden Absatzzahlen der Autohersteller. Insgesamt sei mit einer stabilen Entwicklung für das Gesamtjahr zu rechnen.
Aussichten für 2009:
Als Herausforderung gelten hohe Energiekosten und Rohstoffpreise. Durch höhere Produktivität soll die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden: „Heute gehen wir davon aus, dass das weiterhin gelingt und wir uns stabil weiterentwickeln“, heißt es.
Mitarbeiter:
In Bad Harzburg sind gegenwärtig 320 Mitarbeiter beschäftigt, davon 17 Auszubildende. „Wir gehen von einer stabilen Mitarbeiterzahl aus“, erklärt der kaufmännische Standortleiter Marc Boxler

Nordzucker, Schladen
Zuckerhersteller
Erwartungen 2008, Aussichten 2009:
„Die Quotenrückgaben und die Absenkung des Referenzpreises werden den Umsatz der Nordzucker (Konzern) im laufenden Geschäftsjahr reduzieren“ teilt die Braunschweiger Zentrale zu den Aussichten des Unternehmens mit. Zu rechnen ist nach dieser Fimenprognose mit einem Umsatzrückgang um rund fünf Prozent. Hintergrund für die Quotenrückgaben ist die neue Zuckermarktordnung der Europäischen Union.
Mitarbeiter:
Im Werk Schladen sind 148 Mitarbeiter beschäftigt, von denen 14 in der Ausbildung sind. „Es ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass sich hier keine größeren Veränderungen ergeben“, erwartet Nordzucker.
Uhlig Rohrbogen, Langelsheim
Anlagenbauer
Geschäftsjahr (Oktober-September) weicht vom Kalenderjahr ab
Erwartungen bis Ende 2008:
Gegen Ende des Geschäftsjahres rechnet die Firma mit einem Umsatzplus von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Auftragseingang sei nach gegenwärtiger Einschätzung eine Steigerung von gut 40 Prozent zu erzielen. Das Unternehmen plant eine weitere Produktionshalle.
Aussichten für 2009:
Uhlig erwarte für das nächste Geschäftsjahr „eine Stabilisierung der in den letzten Jahren immer deutlichen Zuwächse im Bereich des Umsatzes und auch des Auftragseingangs“, teilt die Firma mit. Beide Größen würden in etwa gleich bleiben oder schwach steigen.
Mitarbeiter:
Am Standort Langelsheim sind derzeit 155 Mitarbeiter beschäftigt. „Bis Ende 2009 dürfte die Mitarbeiterzahl, aufgrund der Geschäftsentwicklung, leicht steigend sein“, erwartet das Unternehmen. 20 Neueinstellungen sind konkret angekündigt.
Erwartungen bis Ende 2008:
„Insgesamt erwarten wir für dieses Jahr noch ein stabiles Geschäft mit moderaten Steigerungsraten“, teilt Sprecher Bernd Röwert mit. Allerdings stehe die Kalkindustrie angesichts steigender Energiepreise vor „gewaltigen Herausforderungen“.
Aussichten für 2009:
Die Fels-Werke erwarten eine uneinheitliche Entwicklung: „Während wir für die Stahlindustrie – eine unserer größten Kundengruppen – noch zuversichtlich sind, gehen wir insbesondere für die Baustoffindustrie von weiteren Rückgängen aus.“
Mitarbeiter:
120 Beschäftigte haben die Fels-Werke gegenwärtig in Goslar. Dies dürfte auch so bleiben: „Auf unsere Mitarbeiterzahl hat die gegenwärtige konjunkturelle Entwicklung nach heutiger Einschätzung keine Auswirkungen“, so Röwert.
Spittler Lichttechnik, Goslar
Leuchtenhersteller
Erwartungen bis Ende 2008:
„Wir erwarten in diesem Jahr ein Umsatzwachstum von mindestens 15 Prozent“, teilt Geschäftsführer Jörg Steinmetz mit.
Aussichten für 2009:
„Das Wachstum wird sich abschwächen, aber entgegen dem Markttrend zweistellig bleiben“, erwartet Steinmetz. Der Markt für technische Leuchten in Deutschland werde jedoch insgesamt rückläufig sein.
Mitarbeiter: 160 Beschäftigte hat Spittler gegenwärtig – und rechnet mit Zuwächsen: „Wir haben in diesem Jahr über 20 Mitarbeiter und drei Auszubildende neu eingestellt. Die Mitarbeiterzahl wird trotz Produktivitätssteigerungen weiter leicht wachsen“, so Steinmetz.
Sympatec, Clausthal-Zellerfeld
Erwartungen bis Ende 2008:
„Die Sympatec Gruppe rechnet mit einer stabilen Geschäftsentwicklung für 2008“, teilt der Geschäftsführende Gesellschafter Dr. Stephan Röthele mit.
Aussichten für 2009:
Durch die Einführung neuer Produkte anlässlich anstehender Leitmessen erwarte Sympatec, die Position auch in einem eventuell schwierigeren konjunkturellen Umfeld weiter ausbauen zu können, so Röthele. Als wichtigen Grund nennt er das ungebrochene Wachstum in Asien.
Mitarbeiter:
80 Menschen beschäftigt Sympatec am Standort Clausthal-Zellerfeld. „Die Anzahl der Mitarbeiter wird wie in den letzten Jahren weiter wachsen“, so Röthele. Wie schnell dies geschehe, hänge vor allem von der Akzeptanz der neuen Produkte ab.

Synthomer, Langelsheim
Chemische Industrie
Erwartungen bis Ende 2008:
„Die für 2008 budgetierte Absatzmenge von 130000 Tonnen Latex wird erreicht werden“, teilt Werksleiter Martin Klopsch mit. Beim Abschluss von Neuaufträgen spielten die Saisongeschäfte eine große Rolle, aber auch hier sei ein positiver Trend zu verzeichnen.
Aussichten für 2009:
Auch vor dem Hintergrund einer Überkapazität auf dem europäischen Latexmarkt sei die Erwartung positiv, erklärt Klopsch. „Einhergehend mit erforderlichen Investitionen ist das Ziel, die Produktionsmenge im Werk Langelsheim in 2009 zu steigern.“
Mitarbeiter:
147 Mitarbeiter und 5 Auszubildende sind gegenwärtig in Langelsheim beschäftigt. Diese Zahl sei in den vergangenen Jahren stabil geblieben, weil man Kosten bei der Energie und nicht beim Personal gespart habe, so Klopsch: „Diese Entwicklung wird fortgesetzt.“
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