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Konjunkturumfrage April 2009
- H.C. Starck, Goslar
- Sparkasse Goslar/Harz
- Mann + Hummel, Bad Harzburg
- Chemetall, Langelsheim
- Uhlig Rohrbogen, Langelsheim
- Volksbank Nordharz, Goslar
- „Der Achtermann“, Goslar

H.C. Starck, Goslar
Chemische Industrie
Geschäftsentwicklung:
Einen deutlichen Umsatzrückgang von bis zu 40 Prozent meldet das Chemieunternehmen für das erste Quartal. Auch gesamtwirtschaftlich seien „noch keinerlei Anzeichen für eine Trendwende“ zu erkennen. Zwar sorgten Konjunkturprogramme wie die Abwrackprämie für eine gewisse Stimulanz, allerdings werde H.C. Starck davon kaum profitieren.
Die Hoffnungen ruhen auf der zweiten Jahreshälfte, wenn der Vorratsabbau bei den Kunden voraussichtlich zum Ende kommen werde, heißt es.
Mitarbeiter:
1100 Menschen beschäftigt H.C. Starck noch am Standort Goslar. Veränderungen sind laut Sprecher Manfred Bütefisch nicht geplant, eine weitere Ausdehnung der Kurzarbeit sei allerdings nicht auszuschließen.

Sparkasse Goslar/Harz, Goslar
Banken
Geschäftsentwicklung:
Der Vorstand rechnet in allen Bereichen des Kundengeschäftes mit einem sehr durchwachsenen Jahr 2009 und hofft, in einem sehr schwierigen Umfeld das Jahresergebnis 2008 erreichen zu können.
Dabei baut die Sparkasse vor allem auf das Vertrauen der Kunden, das in der Finanzmarktkrise spürbar gestiegen sei. Sowohl im Kreditgeschäft wie auch im Einlagengeschäft sei der Bestand im ersten Quartal gewachsen.
Mitarbeiter:
480 bankspezifisch beschäftigte Mitarbeiter und 30 Auszubildende hat das Kreditinstitut. Arbeitsplatzabbau oder Kurzarbeit gab es nicht.
Mann + Hummel, Bad Harzburg
Autozulieferer
Geschäftsentwicklung:
Eine genaue Prognose gibt der Autozulieferer nicht ab, rechnet allerdings weiterhin mit einem sehr schwierigen Marktumfeld. Daher werde es auch bei einem „Kurs zur strikten Kostensenkung in allen Bereichen“ bleiben.
Auf dem Weg durch die Krise setzt Mann + Hummel auf eine gute Eigenkapitalquote und die „solide Unternehmensfinanzierung“ sowie die gut ausgebildeten Beschäftigten.
Mitarbeiter:
350 Menschen beschäftigt Mann + Hummel in Bad Harzburg, spürbare Einschnitte hat die Belegschaft schon erlebt: „Bereits zum Jahresende 2008 musste sich Mann + Hummel leider auch in Bad Harzburg von befristet Beschäftigten und Zeitarbeitnehmern trennen“, teilt der Konzern mit ohne Zahlen zu nennen.
Chemetall, Langelsheim
Chemische Industrie
Geschäftsentwicklung:
Eine seriöse Vorhersage für 2009 ist nach Auskunft von Werksleiter Prof. Harald Helmrich nicht möglich. „Produktionsmengen und Ergebnis werden aus heutiger Sicht deutlich unter den Vorjahren liegen“, teilt er mit. Seine Hoffnungen ruhen auf qualifizierten und flexiblen Arbeitnehmern, deren Umgang mit der Krise Respekt verdiene.
Mitarbeiter:
580 Mitarbeiter und zusätzlich rund 50 Auszubildende beschäftigt das Chemieunternehmen in Langelsheim.
Die Arbeitsplätze sollen Helmrich zufolge in Absprache mit dem Betriebsrat durch ein Beschäftigungssicherungsprogramm bewahrt werden. Dazu gehörten der Abbau von Zeitguthaben und Urlaub und der Verzicht auf Einkommensbestandteile. Darüber hinaus setze Chemetall auf die interne Qualifizierung vom Mitarbeitern zur Produktionsfachkraft Chemie und abhängig von der Auftragslage bereichsweise auf Kurzarbeit. Die Lehrlingsausbildung werde nicht eingeschränkt.
Uhlig Rohrbogen, Langelsheim
Anlagenbauer
Geschäftsentwicklung:
Der Anlagenbauer erwartet 2009 einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Beim Auftragseingang rechne man mit einer „Stabilisierung im Bereich von etwa 40 Millionen Euro“, heißt es.
Alle Geschäftsfelder entwickelten sich bisher stabil. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf den mittelfristigen Aussichten: „Unser Betätigungsfeld ist im Wesentlichen der Energiesektor. Investitionen in diesem Bereich können natürlich verschoben, kaum jedoch ganz fallen gelassen werden“, teilt das Unternehmen mit.
Mitarbeiter:
Rund 160 eigene Mitarbeiter beschäftigt Uhlig derzeit in Langelsheim. Kurzarbeit gebe es nicht, allerdings sei die Zahl der Zeitarbeiter reduziert worden. Grund dafür sei aber nicht die Wirtschaftskrise, sondern die Abwicklung von Großaufträgen.
Volksbank Nordharz, Goslar
Finanzdienstleister
Geschäftsentwicklung:
Mit einer „stabilen, moderaten Geschäftsentwicklung“ rechnet das Kreditinstitut laut Marketingleiterin Barbara Schüler für 2009.
Ähnlich wie die Sparkasse setzt die Volksbank auf das „seriöse Geschäftsmodell“ und das Vertrauen ihrer Kunden.
Mitarbeiter:
170 Beschäftigte hat die Bank. Diese hätten weder Arbeitsplatzabbau noch Kurzarbeit zu befürchten, versichert Barbara Schüler.
„Der Achtermann“, Goslar
Hotel & Tagungszentrum
Geschäftsentwicklung:
„Das erste Quartal des laufenden Jahres war gut wie erhofft und besser als zunächst geglaubt“, so Hotel-Chef Kai Lauenroth. Bei Anfragen für Tagungen und Veranstaltungen stelle er allerdings Zurückhaltung fest.
„Insofern ist uns klar, dass 2009 für unser Haus eine echte Herausforderung wird, aber die haben wir eigentlich immer.“ Als Chance sieht Lauenroth die Möglichkeit, neben dem Tagungsgeschäft auch andere Segmente zu bedienen – etwa den Individual- und Bustourismus.
Mitarbeiter:
74 fest angestellte Mitarbeiter und Auszubildende und fast genauso viele geringfügig Beschäftigte arbeiten im „Achtermann“. Bislang habe man die Personalkosten nur „punktuell“ aus Gründen der Vorsicht angepasst, so Lauenroth: Bei drei Mitarbeitern sei die Arbeitszeit von acht auf sechs Stunden reduziert worden.
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