Konjunkturumfrage Dezember 2008

 

 

 
H.C. Starck, Goslar
Chemische Industrie

Risiken 2009:
Wir bekommen für die meisten unserer deutschen Geschäftsbereiche deutliche Signale für eine Abschwächung des Geschäftes“, teilt H.C. Starck mit.
Geschäftsentwicklung/Hoffnungen:
„Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld ist es schwierig, längerfristige Prognosen abzugeben“, heißt es. „Wir rechnen daher zunächst mit einer deutlichen Abkühlung, glauben jedoch nicht an eine lang anhaltende Durststrecke.“
Mitarbeiter:
Rund 1100 Arbeitnehmer werden am 1. Januar 2009 in Goslar beschäftigt sein. Veränderungen seien nicht geplant. Im September hatte H.C. Starck die Mitarbeiterzahl noch mit 1200 angegeben. Inzwischen ist ein Krisenpaket vereinbart worden, das unter anderem eine Weihnachtsgeld-Kürzung, die Kündigung von 126Mitarbeitern in den deutschen Werken und Outsourcing vorsieht.

 
Sparkasse Goslar/Harz
Banken

Hoffnungen 2009:
„Wir rechnen mit einer eher zögerlichen Erholung ab Mitte 2009“, heißt es. Die erfolgten und erwarteten Zinssenkungen der Notenbank trügen zur Stabilisierung des Finanzsystems bei.
Risiken 2009:
Die Sparkasse erwartet den wirtschaftlichen Tiefpunkt im ersten Quartal. Ob die Maßnahmen der Bundesregierung für eine schnelle Trendwende reichen, sei noch nicht abzusehen.
Geschäftsentwicklung:
Die Bank rechnet mit einer „stabilen bis leicht schwächeren Geschäftsentwicklung im Vergleich zu 2008“. Zu erwarten sei Zurückhaltung der Kunden bei Kreditnachfrage und Investitionen.
Mitarbeiter:
481 Beschäftigte, 39Auszubildende. „Die Planungen für 2009 sehen eine Anpassung dieser Zahlen auf 477 Mitarbeiter und 40 Auszubildende vor.“

 
Mann + Hummel, Bad Harzburg
Autozulieferer

Hoffnungen 2009:
Impulse sollen von innovativen Projekten wie Filtern für Biokraftstoffe ausgehen. Hilfreich sei auch die hohe Eigenfinanzierung, heißt es.
Risiken 2009:
„Die Finanz- und Absatzkrise der US-Automobilbranche birgt große Risiken für uns“, so Mann+Hummel. Probleme gebe es auch beim Absatz in Europa, während Wachstumsmärkte wie China, dem Einbruch entgegen wirkten.
Geschäftsentwicklung:
„Wir gehen zurzeit für die ersten drei Monate des kommenden Jahres von einem um 20 Prozent schwächeren Umsatz aus als ursprünglich geplant“, so das Unternehmen.
Mitarbeiter:
350 in Bad Harzburg, eine Prognose für 2009 gibt es nicht.


Chemetall, Langelsheim
Chemische Industrie

Hoffnungen 2009:
Dank motivierter, gut ausgebildeter Mitarbeiter und durch „technologisch ausgereifte und wirtschaftliche Produk-tionsanlagen“ sieht Werksleiter Prof. Harald Helmrich Chemetall „bestmöglich gerüstet“.
Risiken 2009:
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sei heute nicht zu prognostizieren, so Helmrich.
Geschäftsentwicklung:
Wie es weiter geht, hänge von der Lage der Kunden ab, so Chemetall. „Wie sich beispielsweise die Automobilbranche im Jahr 2009 entwickeln wird, ist heute nicht vorherzusehen.“
Mitarbeiter:
„Derzeit prüfen wir alle verfügbaren Möglichkeiten, die Beschäftigung für unsere Stammbelegschaft – derzeitig ca. 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – zu sichern“, teilt Helmrich mit. Eine seriöse Aussage über die Entwicklung im kommenden Jahr sei aber nicht möglich.

 
Uhlig Rohrbogen, Langelsheim
Anlagenbauer

Hoffnungen 2009:
„Die Politik scheint zu erkennen, dass Reaktionen auf wirtschaftliche Entwicklungen zeitnah erfolgen müssen“, erklärt Geschäftsführer Willi Lauer.
Risiken 2009:
Die Auswirkungen einer „Vertrauenskrise“ könnten stärker von den Konsumgütern auf die Investitionsgüter überspringen, warnt Lauer. Dies könne langfristig die Entwicklung schädigen.
Geschäftsentwicklung:
„Uhlig hat 2008 einen überproportionalen Auftragseingang erzielt, der die Planung weit überschritten hat“, so Lauer. „2009 gehen wir von einer Normalisierung aus und erwarten, dass die gleich hoch angesetzte Planung erfüllt wird.“
Mitarbeiter:
Im Jahresdurchschnitt 2008 beschäftigte Uhlig 155 Mitarbeiter und rechnet damit, „dass der Durchschnitt 2009 auf dem gleichen Niveau bleibt“.

 
Fels-Werke, Goslar
Kalkabbau

Hoffnungen 2009:
„Die Hoffnung ist, dass die Talsohle bald erreicht ist und die Wirtschaft sich zur Mitte des Jahres wieder zu erholen beginnt“, teilt Sprecher Bernd Röwert mit.
Risiken 2009:
„Neue, unerwartete Ausfälle könnten die Wirtschaft abermals erschüttern.“
Geschäftsentwicklung:
„Das erste Quartal wird deutliche Rückgänge mit sich bringen“, so Röwert, auch das zweite werde schwierig. Besonders zu spüren sei die Stahl-Krise.
Mitarbeiter:
520 Beschäftigte arbeiten an den Standorten Goslar, Münchehof, Rübeland, Hornberg, Kaltes Tal. „Wir haben das Ziel, die Mitarbeiterzahl unter Berücksichtigung der natürlichen Fluktuation konstant zu halten“, teilt das Unternehmen mit.

 
Spittler Lichttechnik, Goslar
Leuchtenhersteller

Hoffnungen 2009:
Spittler baut auf moderne Anlagen, ein neues Produktprogramm, gesteigerte Flexibilität und Produktivität.
Risiken 2009:
„Das Hauptrisiko sehen wir in der starken Verunsicherung der globalen Märkte“, so Jörg Steinmetz, Geschäftsführender Gesellschafter. Investitionen würden aufgeschoben, der Markt für technische Leuchten sei rückläufig.
Geschäftsentwicklung:
„Wir gehen für das Geschäftsjahr 2009 von einer Konsolidierung auf dem hohen Niveau von 2008 oder sogar von einem leichten Wachstum aus“, heißt es. Rückgänge würden etwa durch Wachstum im Export kompensiert.
Mitarbeiter:
170 in Goslar. „Die Mitarbeiterzahl wird im Jahr 2009 voraussichtlich konstant bleiben.“

 
Volksbank Nordharz, Goslar
Finanzdienstleister

Hoffnungen 2009:
Die Bank baut darauf, dass „die besonderen Anstrengungen aller Beteiligten hier in der Region die Auswirkungen der Finanzkrise und der damit verbundenen Rezession für die Region hoffentlich moderat ausfallen lassen“. Vom Sommer an bestehe die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung. Die sinkende Inflation könne Verbrauchern Mut machen.
Risiken 2009:
Als Gefahr wertet die Volksbank, dass das notwendige Vertrauen auf den Märkten und bei den Bürgern nur zögerlich zurückkehrt und die Lage schlechter dargestellt werde, als sie wirklich ist.
Geschäftsentwicklung:
Unter dem Strich rechnet das Unternehmen mit einer „insgesamt moderaten Geschäftsentwicklung“.
Mitarbeiter:
173 Arbeitnehmer beschäftigt die Bank in ihrem Geschäftsgebiet. Diese Zahl werde Ende 2009 unverändert sein.


"Der Achtermann", Goslar
Hotel & Tagungszentrum

Hoffnungen 2009:
„Ich hoffe, dass der positive Trend sich fortsetzt“, sagt „Achtermann“-Chef Kai Lauenroth. Kürzlich hatte er Erfolge im Tagungs- und Kongressgeschäft mit deutlichen Zuwächsen bei Übernachtungen und Umsatz gemeldet.
Risiken 2009:
Von Risiken mag Lauenroth nicht sprechen, da es in guter wie schlechter Wirtschaftslage Tagungs-Bedarf gebe. Für den Individual- und Businessbereich hoffe er, dass das Geschäft nicht von der Finanzkrise getrübt werde.
Geschäftsentwicklung:
Am Ende eines erfolgreichen Jahres 2008 gibt Lauenroth das Ziel aus, die Zahlen im kommenden Jahr zu bestätigen.
Mitarbeiter:
150 Arbeitnehmer sind gegenwärtig im „Achtermann“ beschäftigt, darunter 22 Auszubildende. Für Ende kommenden Jahres rechnet Lauenroth mit „exakt der gleichen“ Zahl.