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Lokalsport
Wider die personelle Unwucht: GSC-Heimspiel gefährdet
Dritter Anlauf auf die ersten Punkte im Jahr 2010: Fußball-Regionalligist Goslarer SC 08 nimmt es am Sonntag mit der 2. Mannschaft des VfL Wolfsburg auf.
Allerdings ist es seit Freitag zumindest fraglich, ob überhaupt gespielt werden kann. Der Platz im Eintracht-Stadion ist inzwischen gefroren, sodass entgegen der ursprünglichen Planung nun doch am Samstag eine Platzkommission entscheiden muss, ob die Partie angepfiffen werden kann.
Wenn es angeht, dürfte es im Duell Schlusslicht gegen Aufstiegskandidat rein von der Papierform für den GSC nichts zu holen geben. In Erinnerung ist das Hinspiel, in dem die Goslarer so chancenlos waren wie in keiner anderen Begegnung in dieser Saison. Mit dem 0:4 waren sie noch gut bedient.
Seitdem aber hat sich einiges getan, unter anderem auf beiden Trainerbänken. Beim GSC sitzt dort jetzt Manfred Wölpper, bei den Gästen der bisherige Co-Trainer Alexander Strehmel, nachdem Lorenz-Günter Köstner die VfL-Profis übernommen hatte. Strehmels Einstand ging daneben, bei der 2. Mannschaft von Hannover 96 gab es eine 0:3-Niederlage.
Wölppers Bilanz weist zwei Auswärtsniederlagen auf, wenn auch knappe. Um überhaupt noch einmal in Sichtweite der Nichtabstiegsplätze zu kommen, müssen jetzt Siege her. Allerdings wird dieses Unterfangen durch die derzeitige große Unwucht im personellen Bereich erschwert. Offensivkräfte stehen genug zur Verfügung, da gegenüber dem 0:1 in Chemnitz Karol Szweda und Raik Dähling wieder einsatzbereit sind und auch Enrico Maaßen, dessen Platzwunde am Kopf genäht werden musste, ins Geschehen eingreifen will.
Dafür ist die Viererkette komplett gesprengt. Benjamin Doll und Alexander Scheinpflug fallen langzeitverletzt aus, Michél Kniat und Hannes Wilking sind gesperrt. Das könnte möglicherweise dazu führen, dass die gelernte Offensivkraft Maaßen rechts in die Abwehrformation rutscht und Dähling als Innenverteidiger aufläuft.
Das ist eine Position, die auch Christopher Kolm schon bekleidet hat, der in Chemnitz allerdings als zweiter Angreifer aufgeboten wurde. „Das hat mir eigentlich ganz gut gefallen“, sagt Wölpper, „immerhin ist er ja gelernter Stürmer.“ Die ungewöhnliche Aufstellung mit vielen offensiv ausgerichteten Spielern könne auch ihr Gutes haben: „Da wird das Spiel automatisch mehr nach vorn getragen.“
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