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Biathlon-EM: Daniel Böhm und Hildebrand-Zwillinge feiern Staffelsiege
HARZ. Goldener Donnerstag für die deutschen Biathleten bei den Europameisterschaften: Sowohl die Damen als auch die Herren sicherten sich in Otepää (Estland) die Goldmedaille.
In beiden Rennen erfüllten die Aktiven des Niedersächsischen Skiverbandes voll die Erwartungen. Daniel Böhm (SC Buntenbock) sowie Franziska und Stefanie Hildebrand (beide WSV Clausthal-Zellerfeld) setzten wichtige Akzente.
So sorgte Böhm über 4 x 7,5-km der Herren für die Vorentscheidung. Startläufer Simon Schempp und Erik Lesser hatten ihm auf Position drei 18 Sekunden Vorsprung mitgegeben, den der 23-Jährige aus dem Oberharz um über eine Minute ausbaute. Christoph Knie musste den Sieg für die favorisierte deutsche Staffel nur noch nach Hause laufen. Auf den Plätzen landeten Russland (Rückstand 1:44 Minuten) und Frankreich (2:17,6).
Für Böhm war die Staffel die geeignete Wiedergutmachung für das verkorkste Einzelrennen. „Es hat alles so gepasst, wie wir uns das vorgenommen haben“, sagte er. „Das gibt mir Sicherheit für die beiden Rennen, die noch ausstehen.“ Der Harzer erreichte die zweitbeste Laufzeit aller 68 Starter.
Auffällig waren die exzellenten Schießleistungen der Deutschen, die nur drei Nachlader benötigten. Auch Böhm musste beim Stehendschießen eine Ersatzpatrone benutzen. Besser schossen noch die deutschen Frauen, die mit zwei Nachladern davonkamen.
Allerdings verlief das Rennen weitaus spannender. Startläuferin Stefanie Hildebrand brachte knapp 40 Sekunden Rückstand mit, der in der Folge anwuchs. Franziska Hildebrand, Bronzemedaillengewinnerin im Einzel, aber brachte Kathrin Hitzer wieder in Schlagweite.
Die Schlussläuferin schnappte mit einer formidablen Schlussrunde der Konkurrenz noch Gold weg. Platz zwei ging an die Ukraine mit den Olympia-Teilnehmerinnen Vita und Valjerie Semerenko (20,4 Sekunden Rückstand), Russland holte Bronze (26,4).
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