Harzer Wölfe

„Harzer Wölfe“: Geheimes Personalpuzzle

09.08.2010
Von Björn Gabel

Es tut sich was beim Eishockey-Oberligisten ESC „Harzer Wölfe“ Braunlage, der Öffentlichkeit aber bleiben die Bewegungen im Kader zunächst weiter vorenthalten. So lange keine Verträge unterschrieben sind, gibt es auch keine Namen.

Sportchef Marc Garthe hat offenbar aus den geplatzten Verpflichtungen von Derek Switzer und Peter Westerkamp seine Lehren gezogen. „Es war mein Fehler, dass das an die Öffentlichkeit gekommen ist, obwohl wir noch nicht so weit waren“, sagt er. Daher lautet das Motto jetzt: Erst muss die Unterschrift unter den Vertrag, dann werden die Spieler präsentiert.

Mit „zehn bis zwölf“ Aktiven sei er sich bereits einig, sie stammen zum Großteil aus dem alten Kader. Einige bisherige Spieler, darunter dem Vernehmen nach auch Leistungsträger, haben nach Ansicht von Garthe allerdings „zu hoch gepokert“. Sollten sie nicht von ihren finanziellen Vorstellungen abrücken, müsse er von einer Weiterbeschäftigung Abstand nehmen. Als fix gelten bisher nur Torwart Tobias Bannach, Erik Pipp und Benjamin Schulz.

Der ESC-Sportchef gibt sich guter Dinge, bis zum Wurmbergcup (20. bis 22. August) den Kader bis auf „ein, zwei Positionen“ komplett zu haben. Das Ganze sei als Puzzle anzusehen, „ich muss das Stück für Stück zusammenbauen“. Dafür verbringe er täglich fünf bis acht Stunden am Telefon.

Festgezurrt ist inzwischen der Trainingsauftakt: Am 27. August wird Garthe zur ersten Einheit ins Wurmbergstadion bitten. Abgeschlossen sind erste Testspiele mit FASS Berlin (10. September in Berlin, 12. September in Braunlage), weitere sollen folgen, womöglich schon Anfang September.

Verstimmung herrscht derweil beim Förderverein, dessen Gelder ausschließlich in die Jugendarbeit fließen. Er hält an diesem Freitag, 20 Uhr, in der Gaststätte Hubertushöhe (Schützenhaus) seine Jahreshauptversammlung ab. An diesem Tag hat inzwischen auch der ESC um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung für Fans angesetzt. „Niemand hat mit uns Rücksprache gehalten“, sagt Joachim Heister, Vorsitzender des Fördervereins.

Er zeigt sich ohnehin über das Vorgehen der neuen Vereinsführung verstimmt: „Bis jetzt hat mit uns niemand Kontakt aufgenommen.“ Ob und in welcher Form der Förderverein seine Arbeit fortsetzt, gilt als offen.

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Kommentare

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dino.brait@gmx.de schrieb am 10.08.2010 09:35

Ich verfolge ja immer ein wenig das geschehen in Braunlage. Es tut mir immer leid wenn ich lese "ESC in Insolvenz" und so weiter. Und fast jedes Jahr das gleiche Theater. Und jetzt ist ein neuer Vorstand, und schon wieder wird untereinander nicht gesprochen. Mensch Leute warum ist es so schwer innerhalb einer Mannschaft zu sprechen?

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ivy mike schrieb am 11.08.2010 01:36

Ein Puzzle????? Hauptsache es fehlen nachher nicht die wichtigen Teile. Man sollte den Leistungsträgern auch ein faires Angebot unterbreiten.....

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