Harzer Wölfe

Insolvenzverfahren gegen „Harzer Wölfe“ eröffnet

05.03.2010
Von Frank Saigge

Ganz entspannt zeigte sich Jochen Klaeden, nun da das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Eishockey-Regionalligisten ESC „Harzer Wölfe“ Braunlage eröffnet worden ist.

Der Präsident hatte am 9. Dezember die Insolvenz beim Amtsgericht Goslar angemeldet. „Ich bin überzeugt, dass wir das gebacken kriegen. Die leidige Sache muss endlich vom Tisch, damit wir zu neuen Ufern aufbrechen können.“

Anlass für seinen Schritt war der in erster Instanz verlorene Arbeitsgerichtsprozess gegen den ehemaligen Spieler Marc Garthe gewesen. Dadurch war eine Summe zustande gekommen, die rund 35.000 Euro betragen und das Ende des Vereins bedeutet hätte, der diesen Betrag nicht stemmen konnte und wollte. Da es sowohl vor als auch nach dem Prozess in Braunschweig keine außergerichtliche Einigung zwischen Verein und Spieler gab, sah Klaeden keine andere Möglichkeit.

Forderungen anmelden

Die Eckdaten dieses von ihm angestrengten Verfahrens stehen nun fest. Bis zum 26. März sind von den Gläubigern bei Insolvenzverwalter Joachim C. Hausherr, Rechtsanwalt in Braunschweig, Forderungen anzumelden, die dann in die Insolvenztabelle Eingang finden. Am 16. April findet dann im Amtsgericht Goslar als zuständigem Insolvenzgericht die Gläubigerversammlung statt, in der Hausherr seinen Bericht über den bisherigen Verlauf abgeben wird und die angemeldeten Forderungen überprüft werden. Darüber hinaus dient der Termin noch mehreren möglicherweise zu treffenden Entscheidungen, die in der Insolvenzordnung vorgesehen sind.

Es sei ein ganz normales Verfahren, hieß es aus der Kanzlei des Insolvenzverwalters, nachdem das vorläufige Verfahren schon seit fast drei Monaten läuft. In dieser Zeit überprüfte das Amtsgericht, ob überhaupt ein Verfahren eröffnet wird. Über Details hielt sich die Kanzlei mit Bewertungen zurück, da noch nicht abzuschätzen sei, welche Forderungen tatsächlich angemeldet werden.

Eishockey erhalten

Wie Hausherr bereits Ende Dezember nach einer ersten Einschätzung gegenüber der GZ erklärte, könne man wohl davon ausgehen, dass Garthe der mit Abstand größte Gläubiger ist. Alle anderen Außenstände bezeichnete er seinerzeit als „Kleckerbeträge“, eine Einschätzung, die er mit Wölfe-Präsident Klaeden teilt. Als sein Hauptziel bezeichnete es Hausherr, den Verein zu sanieren und damit den Fortbestand des Eishockeys in Braunlage zu gewährleisten.

Ansonsten scheint der Insolvenzverwalter voll im Plan zu liegen. Bis Mitte Mai wolle er das Verfahren möglichst abschließen, um dem Verein genügend Zeit zu geben, die nächste Saison in der Regionalliga vorzubereiten.

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Kommentare

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dino.brait@gmx.de schrieb am 06.03.2010 08:52

Insolvenzverfahren gegen „Harzer Wölfe“ eröffnet Wenn ich das immer lese, frage ich mich was in einen Verein vorgeht fast jedes Jahr in Insolvenz zu gehen. Ich hoffe nicht das der Fan wieder zum Spenden aufgerufen wird.

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Balu schrieb am 13.03.2010 11:33

Gab es überhaupt mal eine Zeitphase in der die Harzer-Wölfe mal nicht in der Insolvenz waren ? Prestigegehabe , Profilierungssucht und Halbwissen in punkto Vereinsführung und ganz einfachen kaufmännischen oder betriebswirtschaftlichen Dingen sind es , die diesen Verein immer wieder ins " Aus " treiben . Das ist aber leider so , wenn sich Leute einen Schuh anziehen , der ihnen um einige Nummern zu groß ist .

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ivy mike schrieb am 13.03.2010 12:09

@Balu: Genau, das gewisse Halbwissen ist in allen Bereichen mehr als gefährlich. Daher lege ich Dir nahe, die Hintergründe zu kennen (GZ-Artikel lesen), nachzudenken und dann erst einen Kommentar schreiben.

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Jensen schrieb am 14.03.2010 01:11

Was war das noch ne schöne Zeit, als zB die DEG im Wurmbergstadion zu Gast war! Oder die Sonderzüge......leider alles Geschichte :((

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