Harzer Wölfe

Katzenjammer so eben vermieden

26.02.2010

Katzenjammer so eben vermieden

Was für ein Spiel! Fast hätten die „Harzer Wölfe am Freitagabend gegen den EC Timmendorf noch eine 6:0-Führung vergeigt. Am Ende aber retteten sie vor rund 700 Zuschauern ein 6:5 (5:0, 1:4, 0:1) über die Ziellinie und haben nun beste Aussichten auf den Einzug in die Play-offs.

Dass es so spannend werden würde, war nun wirklich nicht absehbar, denn das erste Drittel bot ein Paradebeispiel für modernes, effektives Eishockey. Die Gäste versuchten zwar, von Beginn an Druck zu machen, wurden aber von den kompakt in der Abwehr stehenden Wölfen mit pfeilschnellen Gegenzügen ausgehebelt. Gnadenlos nutzten sie ihre Möglichkeiten. Nach 20 Minuten sah beim 5:0 alles nach einem Schützenfest aus, und als zu Beginn des zweiten Drittels Vitalij Blank schon das halbe Dutzend voll machte, hakten die Gastgeber das Spiel gedanklich offenbar ab.

Aber nicht die Gäste, die spätestens durch ihr zweites Tor, als die Harzer Abwehr völlig schlafmützig reagierte, den Gegner in Schockstarre versetzten, dann binnen 23 Sekunden auf 4:6 herankamen und in diesem Abschnitt sogar noch hätten nachlegen können. Das behielten sie sich für das Schlussdrittel vor, als die Partie endgültig zum Krimi wurde. Die Gastgeber, bei denen Trainer Bernd Wohlmann auf zwei Blöcke umgestellt hatte, stabilisierten sich zwar und hatten nun auch gute Chancen, dem Gegner den Fangschlag zu verpassen, doch blieb es bis zum Schluss eine ganz enge Kiste.

Gerechter Lohn: Beide Teams wurden von ihren Fans nach Spielschluss minutenlang gefeiert. „Die drei Punkte wollten wir haben“, so Wohlmann nach der nervenaufreibenden Schlussphase, „aber gegen einen Gegner auf Augenhöhe darf man sich solche Aussetzer in der Abwehr nicht leisten.“

Tore: 1:0 (3:18) Bilstein, 2:0 (8:52) Bippus, 3:0 (13:02) Bilstein, 4:0 (15:00) Bilstein, 5:0 (18:56) R. Bannach, 6:0 (22:04) Blank (5:4), 6:1 (24:55) Maronese (5:4), 6:2 (27:44) Schnabel, 6:3 (36:16) Witting, 6:4 (36:39) Maronese (5:4), 6:5 (49:13) Schnabel

Strafminuten: 10 für Braunlage; 10 für Timmendorf

„Harzer Wölfe“: d‘Antuono, – Kähm, Blank, Öttl, Schneider – Schock, Deibert, Bilstein, Eichler, Pipp, Bippus, Meridian, R. Bannach, Bauervt/Sg

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