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Harzer Wölfe
Mini-Truppe ganz groß: Wölfe siegen 6:4 in Rostock
Riesenauftritt der „Harzer Wölfe“: Mit 6:4 (1:1, 3:0, 2:3) holten sie am Sonntag beim Rostocker EC drei völlig unerwartete Zähler in der Meisterrunde der Eishockey-Regionalliga. Für die Gastgeber war es die erste Punktspiel-Niederlage der Saison überhaupt.
Ganze zehn Wölfe-Feldspieler sorgten für den Paukenschlag. Gegenüber dem 3:6 am Freitag fehlten noch Kapitän Alexander Deibert (schwere Erkältung) und Ruven Bannach. Aber die Harzer wiesen wieder einmal nach, dass sie besonders gefährlich sind, wenn sie mit einer Mini-Truppe antreten.
Mit fünf Mann verbarrikadierten sie die blaue Linie und schwärmten immer wieder zu gefährlichen Kontern aus. Zudem lieferte Tormann Mario d‘Antuono wie immer, wenn es gegen den Spitzenreiter geht, eine erstklassige Vorstellung ab und wurde zum Turm in der Schlacht.
Den Gastgebern behagte die ESC-Spielweise nicht. Zwar bestimmten sie die Optik, mit Beginn des zweiten Drittels aber waren nur noch die Wölfe gefährlich. Die hätten sogar höher führen können, unter anderem traf Andreas Bippus den Pfosten (23.). Traumhaft war das 3:1, als Christian Schock bei einem Solo vier Feldspieler und Torwart Tobias John austanzte.
Dass aber ein 4:1 nach 40 Minuten noch keine Garantie ist, bekamen die Wölfe im Schlussabschnitt zu spüren. Die Gastgeber glichen zum 4:4 aus, aber nur elf Sekunden später glückte Vitalij Blank die erneute Führung. Die hielt, obwohl Bippus nach einer heftigen Attacke verletzt vom Eis musste und der ESC nur noch zu neunt war. Stefan Bilstein schob mit einem Treffer ins verwaiste Tor den Deckel drauf.
Danach herrschte nur noch Jubel über drei Punkte, die im Kampf um einen der ersten beiden Plätze noch äußerst wertvoll sein können. „Es war unglaublich“, sagte Trainer Bernd Wohlmann, „wir haben diesmal über 60 Minuten alles richtig gemacht, außerdem haben auch die Kleinigkeiten gepasst. Und unsere Tore waren nicht rausgearbeitet, die waren einfach traumhaft.“
Tore: 0:1 (5:25) Meridian, 1:1 (10:15) Trevena-Brown, 1:2 (23:02) Blank, 1:3 (26:36) Schock (5:4), 1:4 (38:06) Pipp, 2:4 (41:55) Koubenski, 3:4 (48:29) Koubenski, 4:4 (50:27) Henk (5:4), 4:5 (50:38) Blank, 4:6 (59:33) Bilstein (4:5)
Strafminuten: 14 für Rostock plus 10 für Sharapa plus 5 plus Spieldauer für Henk; 12 für Braunlage
„Harzer Wölfe“: d‘Antuono – Blank, Kähm, Schneider Öttl – Eichler, Schock, Bilstein, Bippus, Pipp, Meridianrvk/bga
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