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GSC 08
In letzter Minute starkes Debüt gekrönt
Eingewonnener Punkt aufgrund des späten Ausgleichs? Sicherlich, aber der GSC tritt beim Unterfangen auf der Stelle, das scheinbar Unmögliche, den Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga, doch noch möglich zu machen.
Über weite Strecken wurde beim 2:2 gegen den SV Wilhelmshaven deutlich, dass da der Letzte gegen den Vorletzten spielt. Dazu trug bei, dass Trainer Goran Barjaktarevic die Defensive auf mehreren Positionen umkrempeln musste, nachdem die zuletzt zur Stammelf gehörenden Marc Bormann (Meniskusquetschung) und kurzfristig auch Benjamin Halstenberg (Fußverletzung beim Abschlusstraining) nicht zur Verfügung standen.
So besetzten Peter Endres und Boris Fischer die Positionen vor der Viererkette, mit bescheidenem Erfolg, um es vorsichtig auszudrücken, Michel Kniat wurde als Innenverteidiger ins kalte Wasser geworfen. Links hinten spielte Luc Ndjock gegen den überragenden Ali Moslehe, der zunächst überhaupt nicht zu bremsen war, und so war es nicht verwunderlich, dass das 0:1 einem der zahlreichen Angriffe über diese Seite entsprang. Moslehe legte für Michael Habben maßgerecht auf, der aus kurzer Entfernung traf.
Auf der Gegenseite lief zunächst fast jeder Angriff über den stark beginnenden, später aber abtauchenden Steve Ridder, ehe nach und nach Neuzugang Tezcan Karabulut, dribbelstark und flink, immer stärkere Akzente in der Offensive setzte. Der Ausgleich entsprang allerdings einem kapitalen Bock von SVW-Abwehrspieler Kevin Nennhuber, der den Ball Grzegorz Podolczak auf dem Silbertablett servierte. Der ging auf und davon, behielt die Nerven und egalisierte.
Zu Beginn der zweiten Hälfte folgte dann die stärkste Phase des SVW, lautester Schreckschuss gleich nach Wiederbeginn, als Moslehe aus wenigen Metern das Leder an die Unterkante der Latte jagte. Mehrfach war es in dieser Phase brenzlig, doch als alles überstanden schien und der GSC selbst wieder vielversprechende Angriffe startete, fälschte Kniat den Ball unglücklich ab und ließ Lars Möhlenbrock im Kasten keine Chance: 1:2. Pech für den neuen Mann, der eine solide Leistung bot, diese aber selbst kritisch sah: „Ich bin nicht besonders zufrieden, aber nach einer Pause ist es doch schwer, wieder reinzukommen.“
„Normalerweise braucht ein Innenverteidiger zwei bis drei Spiele, um sich zu gewöhnen“, so Barjaktarevic, dessen Schützlinge in der Schlussphase mit dem Mut der Verzweiflung anrannten und endlich auch mal Glück hatten. Nach einem weiten Einwurf von Hannes Wilking fällt der Ball Karabulut vor die Füße. Der fackelt nicht lange und jagt ihn ins Dreiangel. Danach pfeift der Schiedsrichter die Partie nicht einmal mehr an. „Ich habe die Lücke gesehen und einfach draufgehalten. Entweder er geht rüber oder rein“, so der freudestrahlende Torschütze, der sein überaus gelungenes Debüt damit krönte.
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