GSC 08

Bestechungsversuch: Aussagen aufgenommen

22.11.2009
Von Frank Saigge

Bestechungsversuch: Aussagen aufgenommen

Im Bereich vor dem Presseraum im Braunschweiger Eintracht-Stadion war am Samstag ausgiebig Zeit für einen Schnack zwischen Journalisten, Offiziellen und Leuten aus dem GSC-Umfeld, denn drinnen ließ sich Erwin Bugar eine Menge Zeit.

Das Mitglied im DFB-Kontrollausschuss, Rechtsanwalt aus Burg bei Magdeburg und zuständig für die Regionalliga, war entsandt worden, um die Aussagen zu dem Vorfall aufzunehmen, der sich am Mittwochabend im Osterfeldstadion ereignet hatte und der den GSC und seinen Torwart Lars Möhlenbrock unversehens zu einer viel beachteten Notiz im internationalen Wettskandal gemacht hatte. Bugar saß, wie durch die nur halb geschlossenen Jalousien erkennbar war, mit dem Keeper sowie Alexander Scheinpflug und Goran Barjaktarevic an einem kleinen Tisch in einer Ecke des großen Raums, hantierte mit seinem Diktiergerät.

Keine Auskünfte

Barjaktarevic, der Möhlenbrock demonstrativ aufgestellt hatte („Diese Leute sollen nicht bestimmen, wer spielt und wer nicht.“), wurde als Zeuge vernommen, Scheinpflug deshalb, weil „Markus aus Bremen“ Möhlenbrock gegenüber noch um einen weiteren Mithelfer ersucht hatte. Nach 20 Minuten stellte Bugar sein Diktiergerät ab, weitere Auskünfte verweigerte er. Namen und Funktion teilte der grauhaarige Mann mit, mehr nicht.

Sechsstelliger Betrag

Die Zurückhaltung ist nachvollziehbar in Anbetracht der Entwicklungen, die die ganze deutsche Medienlandschaft beschäftigt. So soll nach Angaben der „Bild am Sonntag „ein ungewöhnlich hoher sechsstelliger Betrag“ auf das Spiel gesetzt worden sein. Die linke „taz“ hatte bereits am Freitag einen Artikel nach einem Gespräch mit dem Stadionbeauftragten Folkert Bruns veröffentlicht und am Samstag einen Mitarbeiter zum Spiel entsandt.

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