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GSC 08
Selbst Mitleids-Elfmeter hilft dem GSC nicht weiter
Die Lage des Goslarer SC 08 wird immer trostloser. Das Schlusslicht der Fußball-Regionalliga kassierte am Dienstagabend nach einer erneut enttäuschenden Vorstellung mit 1:2 (1:1) gegen den Hamburger SV II die achte Niederlage in Folge.
Nach einem Drittel der Saison macht sich immer mehr die Erkenntnis breit, dass der GSC mit diesem Kader das Ziel Klassenerhalt meilenweit verfehlen wird. Zu allem Überfluss bekommen Leistungsträger der vergangenen Saison wie Peter Endres, Boris Fischer oder Necati Uluisik derzeit kein Bein auf die Erde.
Trainer Goran Barjaktarevic hatte angesichts der massiven Personalprobleme – kurzfristig fiel auch noch Benjamin Lipke mit einer Oberschenkelzerrung aus – „Sicherheit gewinnen“ als oberste Parole ausgegeben. Mit José Silva bot er lediglich eine echte Spitze auf, vor der Abwehr sollten Marc Bormann und Benjamin Halstenberg für den nötigen Halt sorgen.
Das Konzept wurde allerdings früh durch einen krassen individuellen Fehler zunichte gemacht. Torwart Nico Lauenstein segelte bei der einzigen Ecke des HSV vor der Pause klassisch am Ball vorbei, und Kai-Fabian Schulz musste am langen Pfosten nur den Kopf hinhalten (17.).
Das 0:1 lähmte den GSC endgültig, der nach vorn zunächst rein gar nichts zustande brachte. Es dauerte bis zur 42. Minute, ehe zum ersten Mal Gefahr vor dem Hamburger Kasten aufkam: Ballgewinn Silva, doch Uluisik trifft nur das Außennetz. Kurz darauf fällt aber doch das 1:1, als Fischer im Strafraum nach einem Tackling von Volker Schmidt zu Boden geht und der Unparteiische zum Ärger der Gäste auf den Elfmeterpunkt zeigt. Silva verwandelt mit etwas Glück (45.+1).
Der Ausgleich schien nach dem Wechsel für ausgeglichene Kräfteverhältnisse auf dem Platz zu sorgen. Aber nur für kurze Zeit: Nach zehn Minuten verfielen die Goslarer in alte Fehler, das 1:2 stellte sich fast zwangsläufig ein. Endres verlor zum wiederholten Mal einen Zweikampf im eigenen Strafraum, Lauenstein parierte den ersten Versuch zwar noch, war beim Nachschuss von Hanno Behrens aber machtlos (65.).
Dem GSC fehlten die fußballerischen Mittel, um noch einmal zurückzukommen. Allein bei Standardsituationen gab es einen Hauch von Gefahr. So verfehlte Fischer nach einem Endres-Freistoß den Ball nur knapp (72.). Bei den Kontern der Hanseaten herrschte weitaus mehr Alarm, aber Lauenstein klärte gegen Rafael Kazior und Maximilian Beister glänzend (72./77.), der wenig später den Ball aus aussichtsreicher Position in den Braunschweiger Nachthimmel jagte. Für den HSV reichte es aber auch so.
Gedruckte GZ: Das sagen die Trainer zum Spiel
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