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GSC 08
Stadionumbau: Zuschuss für GSC soll noch 2010 fließen
Der Goslarer SC 08 kann davon ausgehen, dass noch in diesem Jahr der 250.000-Euro-Zuschuss der Stadt Goslar für den Umbau der S-Arena am Osterfeld zu einer regionalligatauglichen Spielstätte fließt.
„Der Zuschuss wird gezahlt, wenn der Haushalt von der Aufsichtsbehörde genehmigt wurde. Diese Genehmigung wird für Oktober erwartet“, erläuterte die städtische Pressesprecherin Susanne Roßdeutscher. Mit dem Bewilligungsbescheid für den Zuschuss werde dann auch ein Verwendungsnachweis vom Verein gefordert.
Die Stadt reagierte damit auf eine Intervention der im Rat vertretenen Bürgerliste, seit Beginn des Umbauvorhabens dessen erbitterter Gegner. Sie hatte jetzt noch einmal beim Deutschen Fußballbund (DFB) nachgehakt und in Verbindung mit dem Antwortschreiben von Gerhard Kißlinger, verantwortlich für Prävention und Sicherheit, in einer ganz eigenen Logik die Frage gestellt, ob der Zuschuss überhaupt gezahlt werden dürfe.
Zweiter Bauabschnitt
Es sei nämlich wegen einer nicht ausreichenden Flutlichtanlage die Regionalligatauglichkeit nur für eine Saison festgestellt worden. Laut Auflage des DFB könne aber nur im ersten Jahr hierfür eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden, im zweiten Jahr sei eine taugliche Anlage nachzuweisen. Daher sei ein zweiter Bauabschnitt erforderlich, um das Stadion, wie im Ratsbeschluss festgelegt, dauerhaft regionalligatauglich zu machen. Ergo, so die Bürgerliste, widerspreche die befristete Tauglichkeit dem Ratsbeschluss und damit der Rechtmäßigkeit des Zuschusses.
„Die Regionalligatauglichkeit der Sparkassen-Arena in Goslar ist mit Schreiben des Generalsekretariats des DFB vom 14. Juni bescheinigt worden“, stellte demgegenüber Susanne Roßdeutscher fest, die diese Art von Logik nicht nachvollziehen mochte, und auch für GSC-Geschäftsführer Wolfgang Hellwig ähnelt der Einwand einer Phantomdiskussion. „Wir werden mit Sicherheit keine Flutlichtanlage bauen, die wir nicht benutzen dürfen.“
Hellwig verwies auf die Auflagen des Verwaltungsgerichts Braunschweig, denen zufolge ab 20 Uhr aus Lärmschutzgründen kein Sport mehr im Stadion betrieben werden dürfe. Sollte der GSC also tatsächlich noch einmal im Bereich des DFB Fußball spielen und sollte eine Partie unter Flutlicht notwendig sein, werde der Verein, derzeit als Oberligist im Bereich des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) beheimatet, ins Braunschweiger Eintracht-Stadion ausweichen, da ein Spiel in Goslar am Abend ohnehin nicht erlaubt sei.
Neuordnung steht an
Darüber hinaus ließ der DFB durchblicken, dass die Neuordnung der Regionalligen, die auf dem Bundestag in Essen am 22. und 23. Oktober beschlossen werden soll, mit einer Absenkung der Standards einhergehen werde, da die bisherige Bezuschussung wegfalle. Die Regelung, wonach ein Stadion mindestens 5000 Zuschauern Platz bieten müsse, werde ebenso aufgehoben wie die Forderung nach einer fernsehgerechten Flutlichtanlage. Das gehe an der Realität vorbei, da es zumindest im Norden keine diesbezügliche Fernsehberichterstattung gebe, kündigte NFV-Spielausschussvorsitzender Jürgen Stebani an.
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