GSC 08

3:0 gegen Oker: Abschlussschwäche als roter Faden beim GSC 08

23.07.2010
Von Frank Saigge

3:0 gegen Oker: Abschlussschwäche als roter Faden beim GSC 08

Ein Fußballfest war es nicht, das Duell der beiden höchstklassigen Mannschaften des Kreises Goslar. Der Goslarer SC 08 gewann am Freitagabend vor gut 250 Zuschauern zwar standesgemäß mit 3:0 (1:0), aber wertvoller war dieses Vorbereitungsspiel sicherlich für den VfL Oker.

Der konnte 90 Minuten lang einen Härtetest im Hinblick darauf absolvieren, was nach dem Aufstieg in der kommende Landesligasaison sicherlich des Öfteren auf ihn zukommen wird: durch Disziplin, Kampf und Leidenschaft einem spielerisch überlegenen Gegner Paroli bieten zu müssen. „Wir wissen, dass wir nur bestehen können, wenn wir hinten so kompakt wie möglich stehen und so wenige Fehler wie möglich machen. Das ist die Grundlage“, meinte VfL-Trainer Thomas Adam, der dann auch mit den 90 Minuten in der S-Arena im Osterfeld durchaus zufrieden sein konnte.

Zwar standen seine Schützlinge die meiste Zeit mit dem Rücken zur Wand, konnten nur wenig Entlastung schaffen, aber mit Ausnahme eines Blackouts bei einem Freistoß, der zum 2:0 für den Oberligisten führte, erledigten alle Akteure ihre Aufgaben mit enormem Einsatz.

Ihnen kam dabei sicherlich auch entgegen, dass die GSCer nur selten richtig Tempo bolzten, nur selten über einen längeren Zeitraum richtig Druck entwickelten. Da war viel fruchtloses Ballgeschiebe zu sehen, viel Zeitlupe im Spielaufbau, viele Fehlpässe, viele konfuse Aktionen. Und die Schwächen im Abschluss, die überflüssige Tändelei vor dem Tor, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Vorbereitung.

Das war auch in diesem Spiel nichts anders. Bezeichnend dafür war vor allem die Anfangsphase: In den ersten zehn Minuten drang Marc Bormann dreimal über rechts von der Grundlinie in den Okeraner Strafraum ein und kam zum Flanken – und es war niemand da, der diese Vorbereitung zielstrebig hätte verwerten können. Als dann nach der Pause Filip Sajbidor noch zwei Riesen versiebte, war Trainer Manfred Wölpper endgültig bedient. „So etwas dürfen wir uns in den Punktspielen natürlich nicht leisten.“

Tore: 1:0 (44.) Hofer, 2:0 (59.) Kalkan, 3:9 (64.) Takacs

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Kommentare

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keadue schrieb am 23.07.2010 21:45

Trotz aller verständlicher Kritik am wenig druckvollen Spiel des GSC hätte man zumindest erwähnen sollen, dass zwischen der Mannschaft der 2. Hälfte und der Mannschaft der ersten Halbzeit deutliche Qualitätsunterschiede zu sehen waren.

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