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GSC 08
Anzeigen beim GSC: Polizei bestätigt Vernehmungen
GOSLAR. Einmal mehr muss sich die Polizei mit dem Goslarer SC 08 beschäftigten. Die Dienststelle in Goslar bestätigte am Montag zwei Anzeigen sowie eine Gegenanzeige in Zusammenhang mit Vorfällen am 22. Mai nach dem Spiel gegen den SV Babelsberg 03.
Dabei handelt es sich um jene Anzeigen, von denen Trainer Goran Barjaktarevic im Interview mit einem Internetportal gesprochen hat – gegen den „jetzigen Geschäftsleiter vom GSC und einen weiteren GSC-Finanzexperten der besonderen Art“. Polizeisprecher Michael Ahrens bestätigte zwei Anzeigen, die am 15. Juni gegen zwei Personen wegen übler Nachrede und falscher Verdächtigungen eingegangen seien. Die ersten Vernehmungen seien abgeschlossen. In diesem Zuge habe einer der Beschuldigten eine Gegenanzeige gestellt.
Dies war Geschäftsstellenleiter Randolf Neumann, der bestätigte „eigene Schritte eingeleitet“ zu haben. Ihm werden rufschädigende Äußerungen vorgeworfen: Barjaktarevic führe sich wie Mourinho auf, lasse sich von den Fans feiern und habe den Verein um 20.000 Euro betrogen.
Hierzu hat auch ein Vereinsmitglied ausgesagt, das auf Anfrage der GZ seine Aussage bei der Polizei bekräftigte. „Ich habe mich nicht verhört. Diese Äußerungen sind auch woanders zu anderen Zeitpunkten gefallen, und auch dafür gibt es Zeugen“, so der 37-Jährige.
Ebenso bereits vernommen worden ist Schatzmeister Helmut Leptien, der in der vergangenen Woche ausgesagt hat und nach eigenen Angaben den juristischen Folgen der verbalen Auseinandersetzung im Vereinsheim „sehr gelassen“ entgegensieht. Er habe auch noch keinen Rechtsanwalt eingeschaltet. „Es gab genug Zeugen dafür, dass Herr Barjaktarevic es war, der ausfallend geworden ist.“ Nähere Ausführungen mochte Leptien aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht machen.
Daneben wird aber nun auch wieder der sportliche Aspekt verstärkt in den Mittelpunkt rücken. Am Dienstag um 16 Uhr bittet Trainer Manfred Wölpper im Osterfeldstadion den mit vielen neuen Spielern bestückten Kader zur ersten Übungseinheit.
Wie die Spatzen in Goslar von den Dächern pfiffen, soll Wölpper dabei möglicherweise auch einige Leute begrüßen können, mit denen der Verein nicht mehr plant. Namentlich genannt wurden Peter Endres, Benjamin Doll, Luc Ndjock, Necati Uluisik und Kristian Markaj, die alle anführen, noch einen laufenden Vertrag zu haben. Für den Fall, eines Tages vor dem Arbeitsgericht zu landen, müssen sie nachweisen, ihre Arbeitskraft angeboten zu haben.
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