GSC 08

Kanadier Patrick Wilson dritter Testspieler beim GSC

26.01.2010
Von Frank Saigge

Kanadier Patrick Wilson dritter Testspieler beim GSC

Ein dritter Testkandidat ist am Dienstag noch eingetroffen, um sich beim Goslarer SC 08 für die Rückserie in der Fußball-Regionalliga zu empfehlen: Der Kanadier Patrick Wilson.

Mit Leuten seines Schlages, die nach dem Vorbild von Eishockeyspielern das Abenteuer in Europa suchen, haben die Goslarer gute Erfahrungen gemacht. Unvergessen ist das kanadische Trio Zack Kalthoff, Alex Elliott und Tosaint Ricketts, das in jener chaotischen Saison 2006/07 den Abstieg des GSC aus der Niedersachsenliga verhindern sollte. Auch der 23-jährige Wilson will sich unter den höheren Anforderungen der Alten Welt den letzten Schliff für eine Karriere holen.

Zuvor hatte der Mittelfeldspieler mit dem Collegeteam der Cornerstone Universität in Grand Rapids, Michigan, mehrere Titel geholte und in seiner Heimat für den Erin Mills Soccer Club aus Mississauga im Bundesstaat Ontario gespielt.

Im Sommer 2008 schipperte er über den großen Teich, heuerte bei einem belgischen Drittligisiten an, um dann im Dezember zum ungarischen Zweitligisten Dunaujvaros FC zu wechseln, immerhin ungarischer Meister von 2000, aber mittlerweile vom alten Glanz ein gutes Stück entfernt.

„Ein guter Techniker und körperlich sehr präsent“, meinte GSC-Geschäftsführer Randolf Neumann, der den Kandidaten über einen Bekannten vermittelt bekam. Trainer Manfred Wölpper geht davon aus, dass er über Wilson ebenso wie über die bereits seit Montag im Training befindlichen Alessandro Belleri und Slavomir Lukac bis zum Donnerstag eine Entscheidung fällen wird.

Wesentlich dazu beitragen soll Mittwochabend ein Test auf beheiztem Kunstrasen in Teistungen, bei dem aber wohl der Gegner fehlt und demzufolge die 22 derzeit einsatzfähigen Mitglieder des Kaders gegeneinander antreten werden. „Das ist zwar ein bisschen merkwürdig, aber mir eigentlich sogar ganz recht, weil ich die Spieler noch nicht so gut kenne“, meinte Wölpper. „Normalerweise könnte ich alle nur 45 Minuten spielen lassen. Jetzt müssen sie sich über die volle Spielzeit bewähren.“

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