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Dokumentation: Verkehrsgerichtstag 2010 in Goslar

Eine Autofahrerin pustet bei einer Verkehrskontrolle der Polizei in ein Alkohol-Atemmessgerät. Die meisten Alkohol-Unfälle mit Personenschaden verursachen allerdings Männer. Archivfoto: dpa
Studie: Weniger Unfälle durch Alkohol am Steuer
26.01.2010
GOSLAR. Die Zahl schwerer Verkehrsunfälle durch Alkohol am Steuer hat abgenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der Auto Club Europa (ACE) vorlegte. Danach wurden 2008 bundesweit rund 19.600 Alkohol-Unfälle mit Verletzten registriert. Vor 15 Jahren waren es noch gut doppelt und vor 30 Jahren sogar noch fast dreimal so viele.
523 Menschen kamen im Jahr 2008 bei Alkohol-Unfällen ums Leben. Vor 15 Jahren waren es 2000 und vor 30 Jahren sogar 3.500. Auch die Zahl der Schwerverletzten sei innerhalb von 15 Jahren um zwei Drittel auf knapp 7.000 gesunken, sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Alkohol-Unfälle mit Personenschaden seien dabei zu fast 90 Prozent von Männern verursacht worden. Der ACE beruft sich in seiner Untersuchung auf Daten des Kraftfahrt-Statistischen Bundesamtes.
Als Ursache für die Entwicklung nannte Hillgärtner neben verbesserten Sicherheitseinrichtungen der Fahrzeuge eine verminderte gesellschaftliche Akzeptanz von Trunkenheitsfahrten und härtere Strafen für Alkoholdelikte im Straßenverkehr. Dies habe zu einem anderen Umgang mit Alkohol geführt.
Regional gebe es allerdings nach wie vor große Unterschiede bei der Häufigkeit von Alkohol-Opfern im Straßenverkehr. Mit 36,06 Alkohol-Unfällen je 100.000 Einwohner rangiere Mecklenburg-Vorpommern in der Häufigkeitsliste ganz vorn, dicht gefolgt vom Saarland (34,76). Niedersachsen liegt mit 26,59 knapp über dem Bundesdurchschnitt von 24,20. Relativ wenige Alkoholunfälle je 100.000 Einwohner gab es in Hamburg (20,43) und Nordrhein-Westfalen (18,78). Unter dem Bundesschnitt liegen außerdem noch Bayern (21,77) und Berlin (21,42).
Auch die Zahl der Fahrer, die unter Alkoholeinfluss am Steuer erwischt wurden, sei rückläufig, sagte Hillgärtner. Sie lag 2008 bei knapp 191.000. 2001 waren es noch knapp 231.000 gewesen. Auch diese Entwicklung sei auf den ersten Blick erfreulich und möglicherweise ein Erfolg der zahlreichen Verkehrssicherheitskampagne gegen Alkohol am Steuer. Der Personalabbau bei der Polizei verhindere allerdings eine engmaschige Verkehrsüberwachung.dpa
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