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Flache Strecken und schwere Steigungen
Radfahrer haben im Harz die große Auswahl: Vier Strecken-Empfehlungen für Zweiradfreunde im Landkreis Goslar

Tritt kräftig in die Pedale: Ein Radfahrer zwischen Wiedelah und Wülperode fährt vorbei an einem früheren Grenzzaun. Foto: Kusian-Müller
Radfahrer finden im Harz die große Vielfalt: Ob hügelige Strecken im Oberharz oder flache Routen durch den Nordharz: Es ist für jeden etwas dabei. Heute stellt die GZ vier Touren vor:
Vom Pulverhaus zum Polsterberger Hubhaus
Start der Radtour entlang Teichen und Gräben des Weltkulturerbes „Oberharzer Wasserwirtschaft“ ist am Rand des Firmengeländes der Sympatec GmbH in Clausthal-Zellerfeld. Gut ausgeschildert ist der Ausgangspunkt östlich des Ortsteils Clausthal mit dem Pkw leicht zu finden. An geeigneter Stelle parken. Mit Blick auf die Schranke zum Pulverhaus, folgt man der Straße rechts bis zum Ende des asphaltierten Ausbaus. Auf dem beschilderten Weg 9 A ist mit dem Fahrrad nach wenigen Metern der Damm des Hirschler Teichs erreicht. Weiter geht es zum Jägersbleeker Teich. Am Ende des Teichdamms liegt rechts eine Schutzhütte. Dem Weg weiter kurz bergauf folgend, kreuzt eine Forststraße. Diese überqueren und entlang dem Grabenweg mit der Harzklub-Bezeichnung 10 H, markiert mit rotem Punkt, bis zum Polsterberger Hubhaus fahren. Hier besteht die Möglichkeit zur Einkehr – Juni bis Oktober täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet, sonst Mittwoch bis Sonntag.
Zurück geht es ein ganzes Stück auf gleichem Weg. Bleibt man auf der Forststraße und biegt nicht links zum Hirschler Teich ab, gelangt man zum Damm des Oberen Pfauenteichs. Am Ende des Dammes führt die Tour geradeaus, entlang des Zauns des Firmengeländes, zurück zum Ausgangspunkt. Informationstafeln zur Bergbaugeschichte begleiten die landschaftlich reizvolle Strecke. abe
An der Warmen Bode entlang
Am Eichhörnchenbrunnen in Braunlage geht es mit dem Fahrrad die Herzog-Wilhelm-Straße hinunter, die nach links über die Kolliestraße verlassen wird. Nach wenigen Metern wird zum ersten Mal die Warme Bode überquert. Anschließend radelt man leicht bergauf an der Kläranlage vorbei in Richtung ehemaliger Silberfuchsfarm. An den weißen Brücken wird diese teils asphaltierte Straße verlassen und die Warme Bode ein weiteres Mal gequert. Über einen gut ausgebauten Forstweg mit nur wenigen Schlaglöchern tritt der Radler immer an dem kleinen Bach entlang weiter in Richtung Sorge in die Pedale. Kurz bevor der Forstweg auf die B242 mündet, geht es nach links auf die ehemalige Trasse der Harzquerbahn.
Über eine alte Eisenbahnbrücke wird die Bode ein letztes Mal gequert. Dieser Weg führt auf die Wiethfelder Straße, auf die in Richtung Elend eingebogen wird. Am Geseckenbleek geht es dann auf einem Radweg an der B27 entlang zurück nach Braunlage in Richtung Eichhörnchenbrunnen. Leider lässt sich dieser Weg wegen zahlreicher Wurzeln, die an einigen Stellen hervorlugen, nicht ganz so schön fahren. me
Rund um die Granetalsperre
Eine Fahrt rund um die Granetalsperre gehört zu den Klassikern unter den Radtouren. Und das aus gutem Grund: Die Strecke entlang des Stausees ist landschaftlich sehr reizvoll, für Kinder interessant, und auch von weniger geübten Radlern zu bewältigen. Und sie ist von Goslar aus zu erreichen, ohne erst ins Auto steigen zu müssen.
Start ist in diesem Fall am Bahnhof Goslar. Von dort geht es über Radwege Richtung Friedhof Hildesheimer Straße und weiter über die Straße Am Friedhof.
An der Astfelder Straße muss man sich entscheiden: Entweder radelt man auf dem Radweg neben der B82 nach Herzog Juliushütte oder man wählt den Weg hinter der Bahnstrecke, um das Ziel, die Staumauer, zu erreichen. Nach einer etwas stärkeren Steigung ist auch das geschafft. Es kann losgehen. Wer die Talsperre nicht komplett umrunden will, kann an der Bärenhöhle abzweigen und vom Steinberg aus wieder in die Stadt radeln.-tge
Von Vienenburg nach Wiedelah
Die Fahrt geht von Vienenburg zunächst bis kurz vor den Ort Wiedelah (Radweg entlang der B241), zwischen Autobahn-Auffahrt und Bahnbrücke nach links auf die K34 Richtung Lengde. Dort gibt es die einzige Steigung im Streckenverlauf.
Am ersten Abzweig nach Lengde fährt man geradeaus weiter entlang der A395, am zweiten Abzweig geht es nach rechts zur Oker hin. Teilweise an der Oker fährt man nun bis zur L615. Schließlich kann man einen Stopp am Erdbeerfeld einlegen. Dann geht es weiter vorbei am Hundeplatz nach Schladen, wo das Freibad zu einer längeren Pause lockt.
Nach dieser Erfrischung geht es weiter Richtung Isingerode. Dort geht es nach rechts wieder in Richtung Wiedelah (L90). Kurz vor Wiedelah sind Reste der alten Grenzanlage zu sehen. Von Wiedelah aus fährt man auf dem Radweg entlang der B241 nach Vienenburg. cb
Morgen lesen Sie, warum Radeln so gesund ist. Bisherige Folgen unserer Serie finden Sie im Internet unter www.goslarsche.de/fahrrad.
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