Modellprojekt: Lösungen für Niedersachsens Dörfer gesucht

Von Ralf Blasig

Wie lassen sich alte landwirtschaftliche Gebäude neu nutzen, wie bleiben Dorfkerne vital? Nach Antworten auf diese Fragen suchen niedersächsische Kommunen und Wissenschaftler seit zwei Jahren in einem Modellprojekt.

Zu den übergeordneten Zielen gehöre es, Strategien und Instrumente für die Umnutzung zu entwickeln, teilt Christiane Meyerdierks mit, Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums in Hannover. „In den Modelldörfern wird die Dorfentwicklungsplanung erarbeitet, der sich die Umsetzung konkreter Projekte anschließt.“ Schon jetzt sei in den beteiligten Orten der Blick für das Leerstands-Problem geschärft worden, so die Sprecherin.

Ein Bewusstseinswandel weg von Neubaugebieten an den Dorfrändern hin zur Wertschätzung des Gebäudebestandes sei aus Sicht des Ministeriums auch unverzichtbar. Zur Umnutzung und zur Aufwertung des Ortsbildes würden Gebäude auch ganz oder teilweise abgerissen, erläutert Meyerdierks.

Als vorbildlich gelten jedoch zugleich Projekte, die alte Substanz erhalten. Als Beispiele nennt die Sprecherin die Nutzung einer ehemaligen landwirtschaftlichen Hofanlage als Mehrgenerationenhaus und eines Gehöfts als Tagespflegeeinrichtung. Das Modellprojekt soll bis Ende September dieses Jahres abgeschlossen sein.