Kaiserring für Bridget Riley

Von Sabine Kempfer

GOSLAR. Die britische Malerin Bridget Riley hat am Samstag den Kaiserring erhalten, einen international anerkannten Kunstpreis, mit dem die Stadt Goslar einmal im Jahr einen wegweisenden Künstler auszeichnet. Oberbürgermeister Henning Binnewies überreichte Riley den Goldring mit dem Siegel Kaiser Heinrich IV., der im Jahr 1050 in der Kaiserstadt geboren wurde, am Vormittag in der voll besetzten Kaiserpfalz.

Der Preis wird seit 1975 verliehen, damals nahm Henry Moore den ersten Siegelring entgegen. Im vergangenen Jahr wurde der deutsche Fotokünstler Andreas Gursky damit ausgezeichnet. Riley ist die sechste Frau unter den 34 Preisträgern.

In ihrer Laudatio würdigte Dr. Julia Voss, Leiterin des Kunstressorts der Frankfurter Allgmeinen Zeitung, die 78-jährige Britin als eine "traditionsbewusste Künstlerin, die an der großen Frage der abendländischen Kunst weiterarbeitet, wie die Welt in unseren Augen erscheint und wieder verschwindet".

Dr. Josef Lange, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, überbrachte nicht nur die Glückwünsche der Landesregierung, sondern kam auch auf den Tag der deutschen Einheit zu sprechen. Es sei eben nicht selbstverständlich, dass an diesem Tag, an dem in Goslar eine Künstlerin aus Großbritannien ausgezeichnet werde, Gäste aus ganz Deutschland teilnehmen könnten.

Bridget Riley selbst zeigte sich gerührt und überwältigt von der Atmosphäre und der Herzlichkeit, mit der sie in Goslar empfangen wurde und dankte für die "große Ehre", die ihr zuteil wurde. Nach der Eröffnung ihrer Ausstellung im Mönchehaus-Museum für moderne Kunst, die dort bis Ende Januar zu sehen sein wird, erfüllte sie geduldig sämtliche Signierwünsche der Schlange stehenden Besucher.

Mehr über die Künstlerin erfahren Sie in unserem Special.

Gedruckte GZ: Weitere Berichte zum Kaiserringwochenende, unter anderem übers Kaisermahl, lesen Sie in der Montag-Ausgabe.


Dr. Josef Lange, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, überbrachte nicht nur die Glückwünsche der Landesregierung, sondern kam auch auf den Tag der deutschen Einheit zu sprechen. Es sei eben nicht selbstverständlich, dass an diesem Tag, an dem in Goslar eine Künstlerin aus Großbritannien ausgezeichnet werde, Gäste aus ganz Deutschland teilnehmen könnten.

Bridget Riley selbst zeigte sich gerührt und überwältigt von der Atmosphäre und der Herzlichkeit, mit der sie in Goslar empfangen wurde und dankte für die "große Ehre", die ihr zuteil wurde. Nach der Eröffnung ihrer Ausstellung im Mönchehaus-Museum für moderne Kunst, die dort bis Ende Januar zu sehen sein wird, erfüllte sie geduldig sämtliche Signierwünsche der Schlange stehenden Besucher.