Gesamtschule, Privatschule, Hauptschulfusion: Änderungen in der Übersicht

Die Hauptschule geht, die Realschule bleibt (noch), die Integrierte Gesamtschule kommt: Dem Okeraner Schulzentrum Bei der Eiche stehen im Sommer große Änderungen bevor.  Archivfoto: Schenk

Wo soll ich mein Kind anmelden? Diese Frage bewegt spätestens jetzt, wo die letzten Ferien des alten Schuljahres angebrochen sind, die Eltern aller Kinder, die im Sommer eingeschult werden oder auf die weiterführende Schule wechseln müssen. Das Jahr 2010 markiert für Goslar in dieser Hinsicht einen Meilenstein, weil sich gleich an drei Stellen wesentliche Änderungen ergeben:

  •  Im Okeraner Schulzentrum Bei der Eiche geht landkreisweit die erste Integrierte Gesamtschule (IGS) an den Start, deren Auswirkungen auf andere Schulformen mit Spannung, aber durchaus auch mit Argwohn beobachtet werden. Maximal 150 Schüler finden dort in fünf Klassen Platz.
  •  Die Primaria Goslar siedelt sich auf dem Energie-Campus in der ehemaligen Rammelsberg-Kaserne in direkter Nachbarschaft zum Energieforschungszentrum Niedersachsen (EFZN) an. Die Grundschule ist ein Ableger der Jugenddorf-Christophorusschule Braunschweig, deren Träger wiederum das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland (CJD) ist. Gearbeitet wird altersübergreifend nach Grundsätzen der Montessori-Pädagogik im Ganztagsangebot. Der Schulbesuch ist jedoch kostenpflichtig. Ein Monatsbeitrag inklusive Essensgeld beläuft sich in den ersten drei Jahren der Startphase auf 650 Euro.
  •  Anfang 2004 gab es in Goslar noch drei Hauptschulen. Als Goethe- und Georgenbergschule zur Hauptschule Kaiserpfalz fusionierten, zählte Schulleiterin Rita Burkamp zum Schuljahresbeginn am 1. August 2004 immerhin noch 356 Schüler. Momentan besuchen noch 221 Schüler die Klassen fünf bis zehn am Königweg. Zwischen 80 und 90 Okeraner Schüler kommen im Sommer hinzu. Wie reibungslos verläuft die zweite Zusammenlegung innerhalb von wenigen Jahren?