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Die Herausforderungen
In diesem Dossier zum demografischen Wandel:
- Die Chancen
- Die Herausforderungen
- Die Vorbilder
- Alterung in Zahlen
- Experten-Meinungen im Video
- Links zum Thema
Busverbindungen sind wichtig für viele Bürger. Allerdings dürfte es schwieriger werden, die Kosten zu decken. Foto: Archiv
Schulangebot und Arbeitsmarkt vor dem Umbruch
Mit der alternden und dabei schrumpfenden Bevölkerung kommt eine Reihe von Herausforderungen auf den Harz zu. Eine Übersicht über einige der wichtigsten:
Bildung: Kommen weniger Kinder zur Welt, werden Schulen überflüssig. Für den Goslarer Landrat Stephan Manke besteht ein Teil der Antwort in mehr kombinierten Haupt- und Realschulen. Zudem werde manche Grundschule in kleineren Orten schließen. Die Vorboten dieser Entwicklung sind deutlich sichtbar – beispielsweise in Hohegeiß. Auch 2030 werde es im Kreis Goslar noch alle Schulangebote geben, sagt Manke voraus. Die Wege allerdings würden weiter.
Öffentlicher Nahverkehr: Wo nicht mehr alles überall angeboten werden kann, da müssen die Bürger mobil sein. Für Landrat Manke gehört ein funktionierender Nahverkehr daher zu den wichtigsten Aufgaben. Zugleich dürfte es bei sinkenden Fahrgastzahlen allerdings noch schwieriger werden, die Kosten zu decken.
Nahversorgung: Kleine Läden als Einkaufsmöglichkeit und Treffpunkt zugleich stellt sich Manke für kleine Orte vor. Funktionieren könne dies etwa über Genossenschaftsmodelle: „Im Zweifel muss man so etwas auch öffentlich fördern.“
Fachkräfte: Die Zukunft wird weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter bringen – und damit einen verschärften Konkurrenzkampf um qualifizierte Mitarbeiter. „Der Arbeitnehmer bekommt einen ganz anderen Stellenwert“, formuliert es Landkreis-Sprecherin Britta Weber. Die Kehrseite: Wo es an guten Mitarbeitern fehlt, da wird auch die Zukunft des Unternehmens düster aussehen. Ein spezieller Fall des Fachkräfte-Problems ist der sich abzeichnende Ärztemangel auf dem Land.
Altersgerechtes Wohnen: Die meisten Älteren wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben. „Da kommt den öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften eine entscheidende Rolle zu“, sagt Manke. Für Pflegebedürftige, die nicht mehr zuhause leben können, muss es zudem eine ausreichende Zahl an Heimplätzen oder anderen Angeboten geben.
Infrastruktur: Bestimmte Ver- und Entsorgungsnetze wie etwa für Abwasser sind für eine größere Bevölkerung ausgelegt. Mögliche Folge: Weil feste Kosten auf eine geringere Zahl von Bürgern verteilt werden müssen, steigen die Gebühren.
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