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Verkehrsgerichtstag mit Rekord

Beim Verkehrsgerichtstag gehören Polizisten hoch zu Ross zum Bild. Dass die Kaiserstadt allerdings wie im vergangene Jahr mit Schnee aufwarten kann, ist eher unwahrscheinlich. Foto: Schenk
GOSLAR. Der 50. Deutscher Verkehrsgerichtstag (VGT), der vom 25. bis 27. Januar in Goslar stattfindet, wartet mit einer Rekordteilnehmerzahl auf: Der Veranstalter rechnet mit mehr als 1.800 Anmeldungen. Jetzt waren es bereits 1.741.
Die ersten 600 Anmeldungen, so Stadtsprecherin Susanne Roßdeutscher, seien bereits ab Oktober abgegeben worden, vorrangig von Stammgästen aus Deutschland, aber auch aus dem europäischen Ausland. Darüber hinaus haben sich bis jetzt 76 Medienvertreter akkreditieren lassen. Festredner bei der Jubiläumsveranstaltung ist Bundespräsident Christian Wulff. Er wird bei der Eröffnung am kommenden Donnerstag in der Kaiserpfalz sprechen. Ein Platz dort ist begehrt, entsprechend früh füllt sich die aula regis. Zu den 600 Plätzen kommen, um dem Interesse gerecht zu werden, weitere 150 im Wintersaal und im Foyer. Dorthin wird die Eröffnung übertragen. Bislang, sagte Iris Weirich von der Goslar Marketing Gesellschaft (GMG), lägen alleine bei der GMG 20 Prozent mehr Nachfragen nach Hotelzimmern vor als im vergangenen Jahr. Hinzu kämen die direkten Anfragen in den Hotels. Alle Anfragen wurden positiv beschieden, auch wenn einige VGT-Teilnehmer außerhalb übernachten müssen, beispielsweise in Hahnenklee, Wöltingerode oder Bad Harzburg. Wie sehr sich die Stadt mit „ihrem“ Verkehrsgerichtstag identifiziert, dokumentieren unter anderem Begrüßungsbanner über den Einfallstraßen sowie Plakate in Geschäften und im Bahnhofsumfeld. Neu ist in diesem Jahr ein „Verkehrsknotenpunkt“, ein Info- und Kommunikationsstand auf dem Marktplatz, dekoriert mit Verkehrsschildern aus den vergangenen 50 Jahren und einem VW-Bulli, Baujahr 1963. Alles Vorhaben, betont Roßdeutscher, die nur mithilfe von Goslarer Sponsoren möglich seien.
Ein Jahr zuvor hatte der erste Verkehrsgerichtstag in Goslar getagt. Mit wenigen Teilnehmern im Hotel „Kaiserworth“. Im Laufe der Jahre wurde aus den bescheidenen Anfängen ein Kongress, dessen Empfehlungen immer wieder die Verkehrsgesetzgebung beeinflusst haben. Bemühungen größerer Städte, den VGT abzuwerben, haben bislang nicht gefruchtet. Goslar setzt mit Erfolg auf die persönliche Note. VGT-Präsident Kay Nehm hat sich denn auch wiederholt für Goslar ausgesprochen. Der Stadt, so Nehm, gebühre Dank für die „Jahrzehnte lang gewährte Gastfreundschaft“.
Die acht Arbeitskreise, in denen die Empfehlungen formuliert werden, sind zwar über die ganze Innestadt verteilt, ein Problem, versichern die Teilnehmer, sei das aber nicht: Die Wege in Goslar seien kurz und angenehm, wie immer wieder betont wird.
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