Sicherheit für Wulff steht ganz oben

Von Friedrich Metge

Sicherheit für Wulff steht ganz oben
Plätze bei der Eröffnungsveranstaltung des Verkehrsgerichtstages in der aula regis sind begehrt. Die Reden (hier von Verkehrsgerichtstagspräsident Kay Nehm) werden unter anderem über TV-Leitungen in den Wintersaal und ins Foyer übertragen. Archivfoto: Schenk

GOSLAR. Es gilt die höchste Sicherheitsstufe: Bevor Bundespräsident Christian Wulff am Donnerstag die Kaiserpfalz betritt, um seine Festrede beim 50. Deutschen Verkehrsgerichtstag zu halten, ist das Gebäude bereits intensiv nach Sprengstoff abgesucht worden. Für die Besucher gelten strenge Einlasskontrollen.

Unter Federführung der Polizeiinspektion (PI) Goslar werden seit rund zwei Wochen in enger Absprache mit dem Bundespräsidial- und dem Bundeskriminalamt (BKA) die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen für den Präsidentenbesuch besprochen. Mit eingebunden sind darüber hinaus die Stadtverwaltung und die Verantwortlichen des Verkehrsgerichtstages.

Polizeihauptkommissar Torsten Ahrens von der PI Goslar, der den Einsatz leitet: "Unsere Aufgabe ist es, die Sicherheit im höchstmöglichen Maße zu gewähren. Dem ist alles andere unterzuordnen." Die Zusammenarbeit, betonte er, klappe auf allen Ebenen bestens.

So müssen Autofahrer am Donnerstagvormittag im Bereich der Kaiserpfalz kurzzeitig mit Beeinträchtigungen rechnen. Der Parkplatz vor der Kaiserpfalz bleibt den Vormittag über gesperrt. Er steht laut Ahrens nur den Gästen der Eröffnungsveranstaltung und den TV-Übertragungswagen zur Verfügung.

Das Medieninteresse am Auftritt des in die Kritik geratenen Bundespräsidenten beim 50. Verkehrsgerichtstag ist groß. Mehr als 80 Journalisten haben sich bislang akkreditiert. Anders als sonst müssen auch sie sich diesmal einer zusätzlichen Sicherheitsüberprüfung unterziehen.

Neben Polizisten in Uniform sind auch Beamte in Zivil unterwegs. Unterstützt wird die Polizeiinspektion Goslar dabei von Beamten aus anderen Bereichen der Polizeidirektion Braunschweig.

Speziell ausgebildete Sprengstoffsuchhunde werden die Kaiserpfalz noch unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung nach möglichen Bomben absuchen. Darüber hinaus, sagte Ahrens, werde die Sicherheit während der gesamten Feier auf hohem Niveau gehalten. Das sei zwar personell als auch technisch/taktisch eine Herausforderung, aber die werde man selbstverständlich meistern.

Alles in allem werden zum 50. Deutschen Verkehrsgerichtstag rund 1800 Experten aus Deutschland und dem europäischen Ausland erwartet. Nur etwa 750 von ihnen können an der Eröffnungsveranstaltung teilnehmen: Bis zu 600 in der aula regis, weitere 150 im Wintersaal und im Foyer. Dorthin wird die Eröffnung via TV übertragen.

Wulff wird die Veranstaltung nach jetzigem Informationsstand unmittelbar nach deren Ende verlassen und abreisen.