Die Bücher

 

Klaus Kordon, „Wie Spucke im Sand“, Eselsohr-Preisträger 1989

Armut, Traditionsgebundenheit und die Rolle der Frau im heutigen Indien sind Thema. Die 13-jährige Munli wird mit einem brutalen Mann verheiratet und begehrt dagegen auf.

"- Ich finde das Buch preiswürdig, weil es dem Autor gelungen ist, einen biographischen Abenteuer-Roman zu schreiben, den man gut "wegschmökern" kann. Kordon gewährt uns Einblicke in eine andere Kultur, die dabei ist, sich neu zu strukturieren."
Von: Cornelia-3693

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es einfach ein guter Roman ist. Ich habe viel über die indische Kultur erfahren, schockierendes sowie beeindruckendes, es hat mich auch dazu bewegt, mit meiner Familie eine Patenschaft für ein indisches Mädchen zu übernehmen, damit es zur Schule gehen kann."
Von: Tom1009

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil ich sehr viel über die Situation der Frauen in Indien erfahren habe – und zudem auf spannende, unterhaltsame Weise."
Von: Ina3057


Renate Welsh, „Drachenflügel“, Eselsohr-Preisträgerin 1991

Annas Bruder ist körperlich und geistig behindert. Anna kann nicht mit den mitleidigen oder dummen Bemerkungen der Mitmenschen umgehen, sie machen sie wütend. Sie muss lernen, Freundschaften zuzulassen und mit der Situation umzugehen.

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil ich ganz tollerzählt finde, was in einer Schwester eines behinderten Bruders vorgeht! Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen, so sehr hat es mich angesprochen. Es hat mir klar gemacht, dass der Alltags einer Familie mit einem behinderten Angehörigen oft bis an die Belastungsgrenze geht, weil nicht alles planbar ist, die Umgebung oft nervt und alle viel Verantwortung tragen müssen."
Von: Anna3074

"- Ich halte das Buch für nicht preiswürdig, weil ich einfach keinen Bezug dazu gefunden habe & es mir keine Spaß gemacht hat, das Buch zu lesen."
Von: Lari2485

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es unsentimental die Themen Freundschaft und Voreingenommenheit/Vorurteile in einer bewegenden Geschichte erzählt."
Von: Ina3057

"- Ich halte das Buch für preiswürdig. Anna zeigt auf eine allgegenwärtige Problematik. Wie begegnen wir Menschen mit Behinderungen und deren Familien? Wie viel wird hin- oder weggesehen? Wie ist die Akzeptanz in der Gesellschaft? Weil Anna betroffen ist, ist sie auf der einen Seite sehr kritisch und ernst, mit der Sehnsucht nach dieser Akzeptanz und auf der anderen Seite verträumt und Kind."
Von: Laura101

"- Ich halte das Buch für nicht preiswürdig, da leider nur oberflächlich von den Gefühlen der Hauptpersonen und vom Vater/Großvater überhaupt nichts erzählt wird. Es ist zugegeben ein schwieriges Thema (Behinderung des Bruders), aber meiner Meinung nach schlecht verarbeitet (rübergebracht), stilistisch „holperig“."
Von: Cornelia2693


Paul Maar, „Kartoffelkäferzeiten“, Eselsohr-Preisträger 1993

Nachkriegszeit, ein fränkisches Dorf um 1950, die Kriegsfolgen sind allgegenwärtig. Die 15-jährige Johanna beschießt nach der Rückkehr ihres Vaters aus der Kriegsgefangenschaft, von zu Hause wegzugehen.

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es mit relativ wenigen aktiven Charakteren trotzdem sehr gut die Auswirkungen des Krieges & die täglichen Sorgen & Mängel der Nachkriegszeit in persönlichen Schicksalen beschreibt."
Von: Lari2485

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil der Nachkriegsalltag auch für mich als Nichtbetroffene sehr anschaulich und nachvollziehbar geschildert wird. Gerade das nichts wirklich Aufregendes „passiert“ – von der Rückkehr des Vaters abgesehen – finde ich spannend bzw. authentisch: Die Engstirnigkeit der Dörfler, die GI-Freundschaften der weiblichen „Singles“ – damals alles ganz normal – auch die Ausreise der Hauptperson in die USA."
Von: Anna307

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es zwar keine packende Spannung enthält, aber einen packenden Blick in die deutsche Nachkriegsgeschichte gewährt."
Von: Ina3057

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es mir den bis dahin noch gänlich unbekannten Alltag in der Nachkriegszeit nahe gebracht hat. Es war zwar meist nicht sonderlich spannend, ließ sich aber dennoch gut lesen. Ein deutlicher Kritikpunkt ist allerdings, dass das Buch praktisch mitten in der Geschichte endet!"
Von: Tom1009

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es auf lustige Weise erzählt, wie Kinder die schweren Nachkriegsjahre erlebt haben. Trotz der traurigen Thematik gibt es viele amüsante Stellen in dem Buch – Geschichte humorvoll vermittelt!"
Von: Ulrike5051

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es sich einfach gut weglesen lässt – ein weiteres Meisterwerk von Maar. Es geht um die erste Liebe, seinen Platz im Leben finden, für die Zukunft planen – kurz gesagt: ums Erwachsenwerden (die Geschichte hätte auch in einer anderen Zeit spielen können; zeitlos!). Ich finde, dieses Buch ist eine „Hilfestellung“ , sich auf dem Weg nicht zu „verlaufen“."
Von: Cornelia3693


Jürgen Banscherus, „Davids Versprechen“, Eselsohr-Preisträger 1996

Der 12-jährige David verhält sich sehr merkwürdig, finden seine Mitschüler. Sie wissen nicht, dass der Junge von seinem Vater geschlagen wird.

"- Ich halte das Buch für preiswürdig,, weil es sehr spannend und leicht zu lesen war. Es zeigt anderen Menschen, was man machen kann, wenn man selber ein Opfer von Misshandlung wird und dass man nicht schweigen sollte."
Von: Vanessa-2298

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil ich denke, das es Kindern & Jugendlichen, die sich selbst in der Situation befinden, helfen kann, ds Schweigen zu brechen & ihr Leben wieder lebenswert zu machen. Es kann aber auch jungen Menschen, die nicht i der Situation sind, die Augen öffnen & ihnen helfen, Hinweise von Gewalt an Kindern & Jugendlichen zu erkennen."
Von: Lari2485

"- Für preiswürdig, weil es ein schwieriges und erschreckendes Thema, über das viel zu wenig gesprochen wird, gut und sachlich behandelt und gleichzeitig interessant und spannend bzw. fesselnd ist."
Von: Leon917

"- Für preiswürdig, weil es ein oft verschwiegenes Thema behandelt: Mißhandlung von Kindern! Aus Sicht des Kindes erschütternd erzählt!! Hoffentlich werden solche schlimmen Vergehen an (den eigenen!) Kindern durch dieses Buch verhindert, weil Nachbarn, Lehrer, Ärzte .. . aufmerksamer werden."
Von: Ulrike5051

"- Für preiswürdig, weil es ein nötiges Buch ist. Aber ich fand es schrecklich zu Herzen gehend. Es tat weh, es zu lesen."
Von: Ina3057

"- Für preiswürdig, weil es sehr einfühlsam geschrieben ist. Man leidet mit David und kann sich sehr gut in seine Lage versetzen. Das Buch macht Erwachsenen Mut, genauer hinzusehen und etwas zu unternehmen. Betroffenen Kindern macht es Mut, sich jemandem anzuvertrauen. Ein bisschen schade finde ich, dass die Geschichte nur gradlinig das eine Problem schildert, so werden viele, die sich nicht für das Thema interessieren, sie nicht lesen."
Von: Elke4586


Reinhold Ziegler, „Version 5 Punkt 12“, Eselsohr-Preisträger 1998

Im Jahr 2025 zieht der Erzähler in eine computergesteuerte Stadt. Bald gerät er in ein Netz von Manipulation und Verantwortungslosigkeit.

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es einen erschreckenden und gleichzeitig nicht unwahrscheinlichen Blick auf die Zukunft gibt. Außerdem hält es einen dazu an, mehr über die Themen Überwachung und Computer nachzudenken und den Computer mit Vorsicht zu genießen. Es ist auch spannend und berührend zugleich."
Von: Leon917

"- Ich halte das Buch für nicht preiswürdig, weil es einfach bessere Jugendbücher zu dem Thema gibt. Der Schrecken einer Generalüberwachung kommt nicht rüber. Individuelle Werbung und Datensammlung gibt es heutzutage längst. Der Anschlag, bei dem 50 Menschen sterben, geschieht nicht aus Not, sondern aus einer Laune heraus. Die Folgen interessieren die Hauptperson kaum."
Von: Elke4586

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es in einer ungewöhnlichen Erzählweise geschrieben ist – eine unglaublich treffsichere Zukunftsvision in eine Zeit, die wir hoffentlich nie so erleben werden."
Von: Ina3057

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es den Wahnsinn einer computergesteuerten Welt glaubhaft nahebringt, ohne zuviel Angst zu schüren. Die Charaktere sind sehr menschlich dargestellt. Es ist ein Buch, das auch Erwachsene sehr gut lesen können. Für jüngere Jugendliche halte ich es für etwas zu schwierig, aber ab 14 Jahre ist eine faszinierende Lektüre – vor allem für Computerfreaks."
Von: Anja3074

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es auf eindrucksvolle Weise die Gefahren einer computergesteuerten Welt zeigt. Reinhold Ziegler beschreibt in seiner Zukunftsvision eine Welt, in der alle Menschen in einer zentralen Datenbank erfasst sind und damit ständig unter Beobachtung stehen. Das automatisierte Leben führt zur Vereinsamung und Entfremdung der Menschen. Beängstigender Schluss-Satz des Autors: 'Und der Computer hat die Macht!'"
Von: Ulrike5051

"- Ich halte das Buch für preiswürdig, weil es meiner Meinung nach sehr gut geschrieben ist. Vor allem die Wahl des Autors, die Geschichte innerhalb eines Verhörs in der Ich-Form zu verfassen, finde ich gut. Alles in allem ist das Buch eine schöne, aber auch zum Nachdenken anregende Erzählung, die einen Preis allemal verdient hat."
Von: Tom1009


Waltraud Lewin, „Paulas Katze“, Eselsohr-Preisträgerin 2000

Die Rassegesetze der Nazis treten in Kraft. Im Berlin des Jahres 1935 wird Katharina wegen ihres „erbkranken“ Stiefvaters und der „halbjüdischen“ Tante in der Schule gequält. Ihre große Liebe Gerolf versucht sie von den völkischen Idealen der Nazis zu überzeugen.

"- Für preiswürdig, weil es eines der besten Bücher zum Thema Nazi-Zeit ist. Es motiviert dazu, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, da nicht nur Grausamkeiten an Juden beschrieben werden. Viele wichtige Aspekte sind in einer spannenden Geschichte zusammengefasst. Die Charaktere sind vielschichtig und nicht einseitig gut oder böse. Auch der Nazi-Junge Gerolf nicht. Seine verdrehte Sichtweise der Dinge ist allerdings erschreckend und besonders grotesk, nachdem Katharinas Abstammung herauskommt."
Von: Elke4586

"- Für preiswürdig, weil es mich berührt und eine Nähe zu der Vorkriegszeit hergestellt hat, die ich allein durch geschichtliche Kenntnisse sonst nicht erfahren hätte."
Von: Ina3057

"- Für preiswürdig, ein Buch, was versteht, einen Teil der Geschichte des Dritten Reiches mit den Problemen eines jungen Menschen verständlich zu beschreiben. Die ersten Seiten las ich nicht fließend, „gepackt“ hat mich das Buch dann nach dem ersten Viertel."
Von: Laura101

"- Für preiswürdig, weil es nicht nur ein erschütternder Roman über die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus ist, sondern auch beschreibt, wie die „alles erneuernde Bewegung in Deutschland“ auf die Jugend gewirkt hat. Sogar Katharina, die mit einer jüdischen „entarteten“ Künstlerin befreundet ist und eigentlich nichts mit den Nazis zu tun haben will, wird ergriffen und mitgerissen von dem Sog der Maschenaufmärsche und Fackelzüge! Erst die Tragödie in ihrer eigenen Familie öffnet ihr die Augen, und sie flieht vor den Nazis nach Amerika."
Von: Ulrike5051

"- Für preiswürdig, weil das Buch eine dramatische Geschichte über das dritte Reich erzählt, die von Lügen und Verblendung handelt."
Von: Paul1014

"- Für preiswürdig, weil es sehr anschaulich und eindrucksvoll die Lebensverhältnisse der Menschen schildert, die nach der Machtergreifung Hitlers 1933 unter den erlassenen Rassegesetzen zu leiden haben. Es zeigt, wie schnell Menschen beeinflussbar sind und letztendlich auch missbraucht werden können, so dass sie völlig einfühlslos handeln."
Von: Marita3270

"- Für preiswürdig, weil es mich sehr betroffen gemacht hat und zum Nachdenken anregt. Allerdings finde ich die Familienverhältnisse verworren und schwer verständlich."
Von: Heidi2368

"- Für preiswürdig, weil ich die Geschichte sehr interessant finde und mich gut in die Figur hineinversetzen konnte."
Von: Marie923

"- Für preiswürdig, weil es sehr gut den Zwiespalt der „ Katze“ zwischen Paulas (Halbjüdin) und Gerolfs (Nazi) Liebe widerspiegelt. Paula, das egoistische Kunstgenie, Gerolf, der egoistische Hitlerjunge, Luise und Agens, die ungleichen Schwestern mit dem doch ähnlichen Schicksal und die Katze, die sich bis zum Schluss immer selbst treu bleibt, obwohl sie sehr hin- und her gerissen ist zwischen den Personen, die sie liebt.- Genial!"
Von: Anja3074

"- Für preiswürdig, ich bin Jahrgang 1938. In den Kriegsjahren und danach gab es von Eltern und sonstigem Umfeld kaum Auskünfte über das, was um uns herum geschah. Erst nach und nach „reimte“ man sich Zusammenhänge zurecht (Auch Lehrer sagten kaum etwas). Dieses ausgezeichnete Buch zeigt wunderbar erzählt eine von zigtausenden Tragödien und vor allem zu was unsere Vorfahren fähig waren. Man mag es nicht glaube, und doch war es so! Habe nicht geglaubt, wie gefühlvoll man die Ursprünge des Nazi-DRAMAS schildern kann!"
Von: Heinrich3435