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Karsten Peiffer, Leiter des Forstamts Clausthal
Waldliebhaber steckt die Kinder an

Der Wald ist seine Leidenschaft. Diese Begeisterung gibt der Forstamtsleiter aus Clausthal, Karsten Peiffer, gerne weiter. Spannendes über die Bäume verrät er den Viertklässlern der Grundschule Clausthal im „Kinder fragen Kenner“-Interview.
Wir alle gemeinsam kümmern uns nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit um den Wald. Das heißt, wir schlagen nur so viel Holz, wie auch nachwächst. „Holz braucht man überall. Es gibt keinen Haushalt, der nicht jeden Tag Holz verbraucht“, erklärt Peiffer. Das beginnt morgens im Badezimmer mit dem Toilettenpapier und endet am Abend beim Heizen im Kamin. „Uns ist wichtig, dass es den Wald auch noch gibt, wenn ihr groß seid“, sagt Karsten Peiffer.
Lina-Luis Turo: Wie lange sind Sie schon Forstamtsleiter?
Sei 25 Jahren.
Nico Schulte-Übermühlen: Warum gibt es Förster?
Weil es Leute geben sollte, die sich um den Wald kümmern. Denn die Bäume wachsen länger, als wir leben. Kein Förster erntet das, was er gesät hat, im Gegensatz zu Landwirten oder die Mutter im Garten.
Sophie Vahldiek: Mein Vater schlägt auch Holz.
Sicherlich zum Heizen. Holz als Brennstoff gibt es schon sehr lange. Und Holz macht ein paar mal warm, sagt man. Zuerst muss man in den Wald gehen, dann das Holz schlagen und aus dem Wald heraus ziehen. Dann macht man es klein, stapelt es und erst dann wärmt es im Kamin. Das ist besonders kuschelig im Herbst und Winter, wenn der Ofen an ist. Und dann nutzt man die gespeicherte Sonne der vergangenen Jahre.
Lena Larsen: Gibt es Weißmoos bei uns? Das hatten wir im Unterricht.
Ja, in ganz feuchten Mulden. Der Waldboden ist ja unterschiedlich – mal matschig, mal begrast, mal trocken. Aber wenn es viel geregnet hat, wie in den vergangenen Wochen, sind die Bäche gar nicht voll. Das Wasser hat der Waldboden aufgenommen. Und wenn es mal drei Wochen lang nicht regnet, gibt der Boden es langsam ab.
Nico Schulte-Übermühlen: Vernichtet ein Baum Autogase?
Der Baum wird sehr krank von vielen Abgasen von Autos oder aus der Industrie. Denn alles, was in der Luft ist, atmet der Baum ein - denn die Gase in der Luft legen sich auf die Nadeln und Blätter. Wir müssen im Staub ja husten, aber ein Baum kann nicht husten. Deshalb versuchen die Menschen Autos zu bauen, die wenig Schadstoffe produzieren.
Andrea Zuchowski: Wenn es so heiß ist, wie im vergangenen Sommer, ist die Waldbrandgefahr sehr hoch. Wie schnell kann ein Brand entstehen?
Dazu möchte ich als erstes sagen, dass wir in Deutschland sehr stolz darauf sind, dass jeder Bürger im Wald spielen, spazieren und sich erholen darf. Aber dabei muss man bestimmte Regeln beachten. Darüber, dass der Müll in die Tasche gehört, müssen wir nicht reden. Aber man darf im Wald auch nicht rauchen, kein Feuer machen oder mit Streichhölzern spielen. Denn wenn es richtig brennt, sterben Tiere, Pflanzen und Bäume.
Lucas Wustrau: Wachsen Nadelbäume schneller als Laubbäume?
Fichten, die bei uns in Norddeutschland vorkommen, wachsen schnell in die Höhe. Damit produzieren sie schneller mehr Holz. Aber ihr Holz ist leichter und weicher als das der Laubbäume. Die wachsen eher in die Breite. Aber ihr Holz ist härter und kommt so auf das gleiche Gewicht in gleicher Zeit.
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