Marc Garthe – Eishockey ist seine Leidenschaft

Marc Garthe ist Eishockey-Fan durch und durch. Auch wenn seine Eltern keine Kanadier sind, ihn selbst hat sein Geburtsland geprägt. Nachdem er sich ein paar Jahre mit Klavierunterricht gequält hat, hatte er den Mut, sich beim Eishockey anzumelden. Seitdem läuft bei ihm nichts ohne den kanadischen Nationalsport. Auch seine beiden Kinder finden sich spielend auf dem Eis zurecht. Seit 1988 lebt Garthe in Deutschland. 2007 kam er nach Braunlage zu den Harzer Wölfen. Neben dem eigenen Trainingsprogramm hat der Kanadier auch noch Zeit für die Eishockeyspieler von morgen: Er kümmert sich um die Jugend.

Berührungsängste kennen die Viertklässler der Wurmbergschule in Braunlage nicht. Für ihr Kinder-fragen-Kenner-Interview nehmen sie Marc Garthe sofort in ihre Mitte. Der 44-jährige Eishockeyspieler hat Puck und Schläger mitgebracht – und kennt sogar zwei Schüler vom Jugendtraining. Alles ist ganz entspannt. Bis die Nachwuchsjournalisten ihre Fragebögen herausholen. Sie wollen nämlich richtig viel von Marc Garthe wissen. Hier ist der Rest des Interviews, für den der Platz in der Zeitung nicht mehr ausreichte:

Finnja: Haben Sie eine Lieblingsspielernummer?
Ich trage die 77. Aber eine Lieblingsnummer habe ich nicht. Nur Lieblingsspieler.

Leonie: Wie lange gibt es den Verein Harzer Wölfe schon?
Gute Frage … Der Verein ist in seiner Geschichte schon oft pleite gewesen. Da muss er dann Insolvenz anmelden und sich neu gründen. Ich glaube, der jetzige Verein ist etwa vier Jahre alt.

Nils: Wie viele Spielen haben Sie schon absolviert?
Es sind 50 Spiele in der Saison. In Deutschland habe ich bestimmt 600 bis 700 Spiele gehabt.

Wiebke: Wer war Ihr stärkster Gegner?
Schwer zu sagen. In dieser Saison ist es wohl Rostock. Sie sind wirklich sehr stark.

Leon: Gibt es öfter mal schwere Checks auf dem Eis?
Öfter. Wenn man den Kopf unten hat, sieht man ja den Gegner nicht mehr. Man muss immer aufpassen – wie in der Schule.

Dag: Haben Sie ein bestes persönliches Spiel, das Ihnen noch in Erinnerung ist?
Ja, mein erstes Spiel in der Deutschen Eishockey Liga bei den Berliner Eisbären.

Cedrik: In welchen Ländern haben sie schon gespielt?
Angefangen habe ich ja in Kanada. Als ich 20 war, bin ich dann für eine Saison nach Australien gegangen. Danach nach Neuseeland. Ich war in Schweden und jetzt in Deutschland. Freundschaftsspiele hatte ich aber noch in viel mehr Ländern, zum Beispiel in Holland, Amerika, Österreich oder der Tschechischen Republik.

Dustin: Verstehen Sie sich gut mit Ihren Mitspielern?
Ja. Das ist auch sehr wichtig, weil es ein Mannschaftssport ist. Wenn man sich nicht so mag, muss man miteinander reden. Ein Team sollte aus Freunden bestehen.

Wiebke: Gibt es im Team auch mal Streit?
Ja, den gibt es auch. Besonders während eines Spiels. Aber man versucht das zu vermeiden und hinterher redet man darüber.

Steffi: Haben Sie noch Kontakt zu früheren Mitspielern?
Ja, sogar sehr viel Kontakt. Ich bin jetzt seit 20 Jahren Profi in Deutschland – da spielt man oft gegen seine ehemaligen Teamkollegen. Und dann redet man nachher auch mit ihnen oder telefoniert mal.

Ann-Christin: Haben Sie jemals einen Pokal gewonnen?
Ja. Im Nachwuchsbereich bekommt immer jede Mannschaft einen. Im Herrenbereich nur der Sieger. Und das habe ich mit meinem Team geschafft.

Dag: Was war Ihr höchster Sieg?
In Deutschland haben wir mal 20:0 gewonnen. Die anderen waren richtig schlecht.

Dag und Thore: Und Ihre höchste Niederlage?
Da versuche ich nicht mehr dran zu denken … Ich glaube, das war im Nachwuchsbereich. Da habe ich bestimmt mal 30:0 verloren.