Des Stadtchefs liebstes Hobby: Arbeiten

Als Kind wollte Goslars Oberbürgermeister Lokomotivführer werden. Im Rathaus spricht Henning Binnewies (60) mit Viertklässlern der Schillerschule über seine Arbeit und die Spielplätze der Stadt.

Markus Drescher: Wie ist es so als Oberbürgermeister?
Es macht viel Freude, Dinge gemeinsam mit dem Rat auf den Weg zu bringen. Maßnahmen, die sich gut ausgewirkt haben, wie zum Beispiel jetzt der erste Bauabschnitt der Fußgängerzone. Aber man muss auch damit fertig werden, wenn Projekte nicht so erfreulich laufen. Dann muss man das nächste Mal ein besseres Ergebnis erzielen. Jedenfalls ist das in vielen Fällen ein langwieriger Vorgang.

Yusuf-Ali Özdemir: In welcher Grundschule waren Sie?
In einer Grundschule in Braunschweig. Das war eine ganz alte Schule – in einer ehemaligen Kaserne.

Nils Becker: Wo sind Sie als Teenager zur Schule gegangen?
In Braunschweig auf die Neue Oberschule.

Kenan Sadigzade: Wie war die Schule für Sie?
Meistens schön und interessant. Aber auch manchmal doof. Lehrer und Schüler hatten früher nicht so ein gutes Verhältnis, wie ihr das heute habt. Wir konnten uns nicht vertrauensvoll unterhalten. Wir saßen in Reihen, mussten aufpassen und wurden abgefragt. Und manchmal gab es auch Ärger. Heute sind die Lehrer helfend und unterstützend, früher waren sie ordnend und kontrollierend tätig. Ich hatte immer Schiss, wenn Elternabend war.

Robert Berking: Warum bekommt die Worthschule 25 000 Euro, und wir nicht?
Weil der Elternverein der Worthschule diesen Betrag durch freiwillige Arbeit aufbringt.

Justin Samuel Quaiser: Gefällt Ihnen Goslar oder Braunschweig besser?
Goslar, das ist gar keine Frage. Ich kann das sagen, ich bin in Braunschweig geboren und habe meine Schulzeit dort verbracht.

Markus Drescher: Warum haben Sie sich für Goslar entschieden?
Ich bin gefragt worden – in Goslar oder in einer anderen Stadt als Oberbürgermeister zu kandidieren. Goslar finde ich gut, weil ich hier lebe und hier Freunde habe.

Vitalij Haupt: Können Sie dem Krankenhaus Geld spenden?
Das Krankenhaus wird von den Steuerzahlern, also euren Eltern und Großeltern, finanziert. Da spielen Spenden nur am Rande eine Rolle.

Ulwi Gasanov: Wie lange sind Sie noch Oberbürgermeister?
Bis 2014.

Alexander Nesterov: Wie viele Leute kennen Sie?
Anders gesagt: Mich kennen viele Leute. Ich kenne bestimmt ein paar tausend. Hier im Rathaus mit allem was dazu gehört, sind das schon 400 Leute. Dazu kommen Menschen in Schulen, Verbänden, der Kirche und Vereinen.

Justin Schulz: Haben Sie schon einmal mit der Bundeskanzlerin gesprochen?
Nein, aber das würde ich gern, denn sie ist eine interessante Person.

Robert Berking: Welchen Fußball-Verein mögen Sie?
Den HSV.

Markus Drescher: Wie kann man Oberbürgermeister werden? Indem man gewählt wird.

Markus Drescher: Muss man nicht studieren?
Nein, eigentlich nicht. Wenn man in die Gemeindeordnung schaut, ist keine spezielle Berufsausbildung vorgeschrieben. Man muss aber mindestens 23 Jahre alt sein und die Bürger davon überzeugen, dass man das kann.

Robert Berking: Haben Sie Geschwister?
Nein.

Ainhoa Becker: Was haben Sie Gutes für die Stadt getan?
Wichtig ist das Angebot für junge Leute an Schulbildung, Ausbildung und Betreuung, auch die Möglichkeit zu Studieren wollen wir schaffen. Denn wir wollen, dass ihr hier bleibt und dann auch einen Beruf findet.

Nils Becker: Welche ist Ihre Lieblingsfarbe?
Blau.

Benedikt Bartmann: Sind Sie schon einmal in einer Limousine gefahren? Ja.

Leon Angel Arslanovski: Welches ist Ihr Lieblingsspiel?
Golf.

Ainhoa Becker: Sind Sie reich? Nein.

Vitalij Haupt: Ist Ihr Job stressig?
Eigentlich nicht.

Caroline Lemberg: Haben Sie ein Haustier?
Nein, dafür haben wir zu wenig Zeit.

Robert Berking: Welche Politiker finden Sie am besten?
Früher Helmut Schmidt. Heute, auch wenn das Werbung ist, den Bundesvorsitzenden der SPD.