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Die Farbe Schwarz bringt manchmal Glück

Als der Mann in Schwarz den Klassenraum betritt, ist es kurz still. So jemand kommt nicht alle Tage in die Grundschule Harlingerode. „So jemand“ ist in diesem Fall Lars Benedix, seines Zeichens Schornsteinfegermeister. Die Grundschule liegt in seinem Bezirk – und vor vielen, vielen Jahren ist er selbst einmal hier zu Schule gegangen. Und zwar im Jahr 1973. An diesem Tag ist er aber als Kenner bei den Viertklässlern zu Gast. Und die Nachwuchsreporter sind äußerst wissbegierig und haben dementsprechend viele Fragen an den freundlichen schwarzen Mann.
Noah: Haben Sie für Ihren Beruf studieren müssen?
Nein, ich brauchte nicht studieren. Ich habe eine Ausbildung gemacht.
Wiebke: Sind Sie immer unterwegs?
Nein, nicht immer. Mehr als die Hälfte der Arbeitszeit verbringe ich am Schreibtisch.
Julius: Was ist denn, wenn Sie mal krank sind?
Das ist ein Problem. Ich habe zwar Mitarbeiter, aber es bleibt dann viel Arbeit liegen. Besonders der Schreibkram. Wenn ich mal krank bin, bedeutet das hinterher, dass ich länger arbeiten muss.
Lea: Was ist das Glück?
Glück kann man nicht fassen.
Jamie-Lee: Seit wann sind Sie Schornsteinfeger?
Seit 1983.
Johannes: Sind Sie verheiratet?
Ja, das bin ich. Mit meiner Frau Beate.
Johannes: Wie alt sind Sie?
Ich bin jetzt 44 Jahre alt.
Tobias: Haben Sie Haustiere?
Ja, ich habe Fische.
Robin: Schreiben Sie gerne?
Nein.
Robin: Waren Sie schon mal in Bayern?
Ja, da war ich schon mal wandern.
Robin: Und wo sind Sie geboren?
Ich bin in Bad Harzburg geboren.
Ali: Wann haben Sie angefangen zu arbeiten?
Mit 16 Jahren habe ich meine Ausbildung angefangen.
Maik: Was muss man machen, um Meister zu werden?
Erst einmal macht man seine Ausbilund zu Ende. Früher musste man dann vier Jahre als Geselle arbeiten. Erst dann durfte man seinen Meister machen. Heute ist das nicht mehr so. Man könnte sofort zur Meisterschule gehen. Aber die Gesellenjahre finde ich schon sehr wichtig.
Maik: Arbeiten Sie auch abends?
Nur im Büro.
Nick: Wie viele Stunden arbeiten Sie?
Meistens so zwischen acht und zehn Stunden am Tag.
Mihriban: Was essen sie am Liebsten?
Ich esse vieles gern. Gesundes Gemüse, aber auch sehr gerne Fleisch.
Chantal: Mit welchen Werkzeugen arbeiten Sie?
Wir haben Schraubenzieher dabei, auch Zangen und Messgeräte. Spiegel sind sehr wichtig, damit man alles sehen kann. Wir brauchen auch Taschenlampen und natürlich unsere Besen. Zum Beispiel den Leinenbesen oder den Stoßbesen.
Chantal: Gibt es auch einen Notdienst?
Nein, einen Notdienst haben wir nicht.
Glenn: Wie entsteht ein Schornsteinbrand?
Das geht ganz leicht. Der Ruß, der im Schornstein festsitzt, fängt Feuer. So etwas kann passieren, wenn das Ofenrohr nicht richtig sauber ist. Wenn man beispielsweise viel nasses Holz verbrannt hat. Wenn es dann draußen windig ist, zieht es ordentlich durchs Ofenrohr und dann kann es anfangen zu brennen.
Aygen: Mögen Sie es dreckig zu sein?
Nein.
Aygen: Kann man Schonsteine auch bei brennendem Kamin säubern?
Ja, aber da muss man sehr vorsichtig sein.
Amin: Ist schon mal ein Schornstein abgebrochen?
Ein ganzer Schornstein noch nicht. Aber einzelne Steine platzen oft weg. Schließlich ist so ein Schornstein ja Wind und Wetter ausgesetzt.
Amin: Wo haben Sie sich besonders dreckig gemacht?
Das war in Wöltingerode in einer Schnapsbrennerei. Da ist ein großer Kessel und da musste man rein klettern und schrubben. Der Ruß wurde dann mit der Schubkarre raus transportiert. Danach musste man den Kessel auch noch von unten sauber machen. Und es gab einen Kanal voller Ruß. Danach war man dann wirklich sehr schwarz.
Ali: gibt es Schornsteinfeger auf der ganzen Welt?
So genau weiß ich das gar nicht. Aber in Europa und Nordamerika auf jeden Fall.
Johannes: Haben Sie Hobbys?
Ja, ich mache Sport. Ich fahre Fahrrad und Ski und ich mache Fitness. Motorrad fahre ich auch.
Nicole: Was ist ihr Lieblingstier?
Ich mag Katzen und meine Fische.
Nicole: Und was sind Sie für ein Sternzeichen?
Ich bin Zwilling.
Nick: Gibt es auch Frauen in Ihrem Beruf?
Bei mir im Betrieb nicht. Aber es gibt auch Frauen, die den Beruf ausüben. In Braunschweig kenne ich welche. Aber das ist noch sehr selten.
Ali: Haben Sie Spätschicht?
Nein. Wir arbeiten meistens von 7 bis 16.30 Uhr. Ich muss im Büro aber manchmal auch länger arbeiten.
Chantal: Wenn ein Schornstein sehr hoch ist, kommen Sie da trotzdem dran?
Wir haben eigentlich für jede Größe den passenden Besen. Das geht schon.
Glenn: Wie lange dauert es, bis ein Schornstein sauber ist?
Gute Frage … Das ist immer unterschiedlich. Manchmal ist der so gut wie sauber und man muss nur kurz durchfegen. Dann gibt es Schornsteine, die muss man mehrmals durchfegen und andere muss man sogar ausbrennen, damit der ganze Dreck abgeht.
Amin: Sind Sie schon mal vom Dach gefallen?
Vom Dach noch nicht, aber von der Leiter.
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