Konjunkturumfrage Dezember 2009

 

 

 
H.C. Starck, Goslar
Chemische Industrie

Geschäftsentwicklung:
„Wir erwarten für 2010 eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung“, teilt Sprecher Manfred Bütefisch mit. Bereits im Spätsommer hatte die Unternehmensführung von einem Auftragsplus und einem Rückgang der Kurzarbeit berichtet.
Chancen und Risiken:
„Der für uns wichtige Elektronikmarkt entwickelt sich bereits wieder gut“, berichtet Bütefisch. Schwierigkeiten gebe es im Maschinenbau. Besonders positiv sei die Entwicklung in Asien, in Europa sei eine Belebung spürbar. Sorgenkind sind die Vereinigten Staaten.
Mitarbeiter:
Wie vor einem Jahr beschäftigt H.C. Starck in Goslar 1100 Menschen. Veränderungen sind laut Unternehmen für das kommende Jahr nicht geplant.

Chemetall 
Chemetall, Langelsheim
Chemische Industrie

Geschäftsentwicklung:
Für 2010 erwartet Chemetall nach eigener Aussage eine Besserung gegenüber gegenüber dem laufenden Jahr. Das Niveau von 2008 werde allerdings nicht erreicht. Wie viele Betriebe im Harz hatte auch Chemetall die Wirtschaftskrise schmerzlich zu spüren bekommen.
Risiken und Chancen:
Die allgemeine Marktlage bewertet das Unternehmen als „noch nicht stabil“. Daher sei Kurzarbeit auch 2010 eine Option. Dieses Instrument nutzt Chemetall bereits seit April 2009.
Mitarbeiter:
650 Arbeitnehmer beschäftigt Chemetall in Langelsheim, diese Zahl soll stabil bleiben. Die Basis schafft unter anderem eine Betriebsvereinbarung über Beschäftigungssicherung bis 2011.

Sparkasse 
Sparkasse Goslar/Harz
Finanzdienstleister

Geschäftsentwicklung:
Die Sparkasse rechnet in allen Geschäftsbereichen mit einem moderaten Wachstum. Zugleich teilt Marketingreferent Martin Exner mit: „Der intensive Wettbewerb und die prognostizierte Zinsentwicklung dürften die Margen weiter verengen.“
Chancen und Risiken:
Mit anspringendem Wirtschaftswachstum erwartet die Sparkasse eine stärkere Investitionsbereitschaft und Ausweitung des Kreditgeschäfts. Risiken könnten aus einem Anstieg der Insolvenzen und steigender Arbeitslosigkeit erwachsen, so das Institut.
Mitarbeiter:
475 Beschäftigte sowie 36 Auszubildende hat die Sparkasse. Durch „natürliche Fluktuation“ solle die Mitarbeiterzahl kommendes Jahr auf 461 sinken, kündigt die Bank an. Die Anzahl der Auszubildenden werde voraussichtlich bei 33 liegen.


Achtermann 
"Der Achtermann" , Goslar
Hotel & Tagungszentrum

Geschäftsentwicklung:
„Wir hoffen auf wieder mehr Belebung im Tagungssektor und sind sicher, dass es im touristischen Bereich keine Einbrüche und vielleicht sogar leichte Zuwächse geben wird“, teilt Direktor Kai Lauenroth mit. Wenn sich zudem die Preise weiter stabilisierten, sei ihm um das kommende Jahr nicht bange.
Chancen und Risiken:
„Die Chancen liegen wie in der Vergangenheit auch immer in der Kontinuität“, meint Lauenroth. „Am Ende wird sich Qualität durchsetzen.“ Die Transparenz sei größer denn je, jeder zufriedene Gast wirke als starker Multiplikator.
Mitarbeiter: 76 fest Angestellte sowie rund 70 geringfügig Beschäftigte hatte der „Achtermann“ durchschnittlich im zu Ende gehenden Geschäftsjahr. „Im kommenden Jahr rechnen wir, saisonal schwankend, wieder mit dieser Anzahl an Beschäftigten“, so Lauenroth.


Volksbank
Volksbank Nordharz, Goslar
Finanzdienstleister

Geschäftsentwicklung:
„Wir rechnen weiterhin mit einer stabilen, moderaten Geschäftsentwicklung“, teilt Vorstandssprecher Hans-Dieter Reichelt mit. Anfang des Jahres hatte das Institut gemeldet, dass die Altlasten aus der hauseigenen Krise im Jahr 2002 vorzeitig abgearbeitet seien.
Chancen und Risiken:

„Mit stetiger Erholung der Wirtschaft sollte sich der Arbeitsmarkt stabilisieren; vor allem in der Harz-Region“, erwartet die Volksbank. Das Geschäftsmodell genieße gerade in der Krise viel Vertrauen.
Mitarbeiter:
Bei 170 liegt die Zahl der Volksbank-Beschäftigten. „Sie wird konstant bleiben“, kündigt Reichelt mit Blick auf das kommende Jahr an.

Sympatec 
Sympatec, Clausthal-Zellerfeld
Partikelmesstechnik

Geschäftsentwicklung:
2010 erwartet das Unternehmen wieder Wachstum – für belastbare Prognosen sei die Zeit aber noch nicht reif, teilt der Geschäftsführende Gesellschafter Dr. Stephan Röthele mit. Er spricht von „vorsichtigen Optimismus“, begründet in der überraschend guten Entwicklung der letzten Monate.
Chancen und Risiken:
„Die großen Risiken liegen in der Umgewissheit der Finanzierungen für unsere Kunden im Mittelstand“, berichtet Röthele. Chancen ergäben sich aus Innovationen, auf die man auch in der Krise gesetzt habe, und der anstehenden Normalisierung. Diese sei allerdings nicht prognostizierbar.
Mitarbeiter:
Unverändert beschäftigt Sympatec rund 80 Menschen im Harz. Kontinuierliches Beschäftigungswachstum wie in den Vorjahren bedinge die Rückkehr zu normalen Verhältnissen in den USA und Europa, so Röthele. Auch in der Krise sei die Mitarbeiterzahl insgesamt leicht gewachsen, vor allem dank China.

Mann + Hummel 
Mann + Hummel, Bad Harzburg
Autozulieferer

Geschäftsentwicklung:
„Auf der sehr niedrigen Basis des Jahres 2009 erwarten wir leichte Verbesserungen für das Jahr 2010“, teilt das Unternehmen mit. Seit Anfang des Jahres hatte der Konzern mit Stammsitz in Ludwigsburg stark unter der Krise der Autobranche gelitten.
Chancen und Risiken:
„Die Chancen liegen in einer Wiederbelebung des Marktes beispielsweise mit neuen Produkten“, formuliert Sprecher Joachim Töpfer. In der Entwicklung setze Mann + Hummel vor allem auf umweltschonende Produkte und Produktionsverfahren.
Mitarbeiter:

Bei Mann + Hummel in Bad Harzburg gehören nach Firmenangaben 350 Arbeitnehmer zur Stammbelegschaft. Hinzu kommen derzeit rund 150 Zeitarbeitskräfte. „Die Mitarbeiterentwicklung wird bis Ende 2010 leicht rückläufig sein“, kündigt das Unternehmen an.

Uhlig Rohrbogen 
Uhlig Rohrbogen, Langelsheim
Anlagenbauer

Geschäftsentwicklung:
„Nach extrem dynamischen Jahren“ erwartet Geschäftsführer Willi Lauer ein eher verhaltenes Jahr 2010 mit normaler Auslastung. Dies bedeute die Rückkehr zur Normalarbeitszeit von 40 oder 44 Stunden pro Woche. Bislang dagegen habe man auf permanente Mehrarbeit und Leiharbeitskräfte gesetzt.
Chancen und Risiken:
Profitieren kann Uhlig laut Lauer von der Umsetzung der EU-Gesetzgebung zur Abfallentsorgung. Mit dem Ausbau der thermischen Verwertung belebe sich der Markt. „Risiken sehen wir in dem wieder ansteigenden sorglosen Umgang einiger Anlagejongleure bei den internationalen Finanzdienstleistern.“
Mitarbeiter:
Das Unternehmen beschäftigt derzeit 158 Arbeitnehmer, 7 davon sind in der Ausbildung. „Nach heutiger Kenntnis der Marktentwicklung ist Uhlig personell richtig aufgestellt und kann mit diesem Arbeitnehmerstamm sicher in die Zukunft planen“, teilt Lauer mit.